Jahresbericht
2023

«Gemeinsam unterwegs» – ein Elternbildungsmodul zum Umgang mit Vielfalt in Geschlechtsidentität

20. März 2024

Was bedeutet Trans-Sein und was passiert bei einer Transition? Kann die Identifikation mit einem anderen als dem bei Geburt zugewiesenen Geschlecht nur eine Phase sein oder steckt meist mehr dahinter? Soll ich meinem Sohn erlauben, mit einem Röckchen in den Kindergarten zu gehen? Und wie erkläre ich meinem Kind, dass sein vorheriger Freund nun Laura heisst?

 

Text: Rahel Fenini/Adrian Knecht
Beitragsbild: Büro Sequenz

 

Der Umgang mit vielfältigen Geschlechtsidentitäten, wie Trans, beschäftigt und bewegt – vor allem auch Eltern. Sei es das eigene Kind, das trans Mädchen aus dem Quartier oder der Kindergartenfreund, der sich in Transition befindet: Fragen, wie die oben aufgeführten, tauchen auf – und warten auf Antworten.

Mit dem Elternbildungsmodul möchte die kantonale Gleichstellungsförderung gemeinsam mit der Fachstelle für Aids- und Sexualfragen diesen und weiteren Fragen auf den Grund gehen und Eltern Unterstützung bieten.

Ziel des Moduls ist es, Basiswissen zu vermitteln, den offenen Dialog mit Eltern zu fördern und sie im Umgang mit geschlechtlicher Vielfalt zu befähigen. Gemeinsam mit einer trans Person und einer Fachperson der Fachstelle für Aids- und Sexualfragen setzen sich Eltern im Workshop mit der Thematik auseinander. Sie erhalten die Möglichkeit, Fragen zu stellen und lernen am Beispiel «Trans», wie sie ihre Kinder auf wertschätzende Art und Weise für vielfältige Identitäten sowie Lebensformen sensibilisieren können.

 

Zielgruppe:

Das Modul «Gemeinsam unterwegs» wird in Workshops mit Eltern von Schüler*innen der Primarstufe eingesetzt. Organisiert werden die Durchführungen von Elterngruppen, Schulleitungen oder interessierten Lehrpersonen.

 

Modulinhalte: 

Folgende Angebote macht das Modul «Gemeinsam unterwegs» für Eltern:

  • Vermittlung von Basiswissen zu Vielfalt
  • Umgang mit geschlechtlicher Vielfalt
  • Einblick in persönliche Geschichten von trans Personen
  • Eltern aufzeigen, wie sie ihre Kinder auf wertschätzende Art und Weise für vielfältige Identitäten sowie Lebensformen sensibilisieren können
  • Dialog anregen und Fragen klären
  • Unterstützung bieten

 

Sonderaktion:

Im Rahmen der verlängerten Sonderaktion der kantonalen Gleichstellungsförderung zum internationalen Tag der Trans-Sichtbarkeit kann das Modul bis zum 31. März 2025 kostenlos (nach Verfügbarkeit) gebucht werden.

 

Buchung:

Sind Sie interessiert, das Modul «Gemeinsam unterwegs» zu buchen? Kontaktieren Sie gerne Adrian Knecht unter adrian.knecht@ahsga.ch. Gerne können Sie konkrete Terminvorschläge machen. Wir prüfen dann, ob ein Team zur Verfügung steht und melden uns bei Ihnen.

 

Wenn Sie Fragen zum Thema haben, kontaktieren Sie uns über einen dieser Kanäle: info@ahsga.ch | 071 223 68 08 | WhatsApp.

 

 

Kann sein T-Shirt im Seebad nicht ausziehen: Transmann Logan in «Sous la Peau».

«Ich bin verliebt in mich»

13. September 2021

Tiefgründig, intim und berührend: Die Filmvorführung «Sous la Peau» mit anschliessendem Thementalk hat am 9. September rund 90 Besucher*innen ins Palace St.Gallen gelockt und im Herzen ergriffen. Eine Rückschau zur siebten Edition der Gender-Matters-Veranstaltungsreihe.

Text: Predrag Jurisic
Beitragsbild: Aardvark Film Emporium
Bilder im Palace: Adrian Knecht

Während der gesamten Spielzeit bleibt der Genfer Regisseur Robin Harsch dem Titel seines Dokumentarfilms treu: In «Sous la Peau» (zu Deutsch: «Unter der Haut») begleitet er drei trans Jugendliche während zwei Jahren auf dem Weg ihrer Transition. Mit Momenten, die buchstäblich unter die Haut gehen. Wie bei trans Frau Effie Alexandra, einer Protagonistin im Film, als sie nach ihrer Transition mit geschlechtsangleichenden Operationen ihr aktuelles Befinden beschreibt: «Ich bin verliebt in mich.» Dieser Satz verdeutlicht eindrücklich, was trans Menschen erleben, wenn sie nach aussen hin endlich so sein können, wie sie im Inneren sind: eine Befreiung vom bisherigen und ein freudvolles Ankommen im eigentlichen Ich.

 

«Wie ein Gefängnis, das man einreissen möchte»

Ein weiterer Protagonist im Film ist trans Mann Logan. In einer Szene sitzt er auf dem Steg eines Seebads und beobachtet das Treiben im Wasser und am Strand. Er selbst geht nicht ins Wasser. Er könne seinen Oberkörper nicht zeigen. Dieser sei für ihn wie ein Gefängnis, das er einreissen möchte. Bis zur Angleichung an die männliche Brust bindet Logan seinen Oberkörper ab, damit die Konturen der weiblichen Brust nicht zu sehen sind. Umso befreiter und stolzer zeigt Logan am Ende des Films Söan, dem dritten Protagonisten und trans Mann im Film, das Resultat der Mastektomie (= operative Entfernung von Brustgewebe).

Kann im Seebad sein T-Shirt nicht ausziehen: Trans Mann Logan im Dokumentarfilm «Sous la Peau». (Quelle: YouTube-Trailer von Aardvark Film Emporium)

 

Trans Personen im Zentrum

Trans Personen kommen nur selten selber zu Wort. Oft wird über sie statt mit ihnen gesprochen – ob in den Medien, in Expert*innenrunden oder im Alltag. Dabei sind sie es, die am besten wissen, was trans sein bedeutet, wie es sich anfühlt und welchen Hürden sie im Alltag begegnen.

Diesem Zustand wirkt die siebte Edition von Gender Matters, der Veranstaltungsreihe des Kompetenzzentrums Integration und Gleichstellung (KIG), entgegen: Nach der Filmvorführung von «Sous la Peau» lädt Rahel Fenini, Gleichstellungsbeauftragte des Kantons St.Gallen (KIG), das Publikum zum Thementalk mit trans Personen ein.

Auf der Bühne vertreten sind: Jason Zellweger (trans Mann), Amanda Künzle (trans Frau) und Fabian Marcionetti (trans Mann und Aktivist in St.Gallen). Als Fachexperte anwesend ist Thomas Egger (stellvertretender Chefarzt Psychosomatik der Klinik Gais). Durch den Talk führt Adrian Knecht, Projektleiter MSM/LGBTIQA+ der Fachstelle für Aids- und Sexualfragen.

Rahel Fenini, Gleichstellungsbeauftragte des Kantons St.Gallen, eröffnet den Themenabend im Palace St.Gallen. (Bild: Adrian Knecht)

 

«Eltern verlieren nicht einen Sohn oder eine Tochter»

«Wie viele trans Menschen gibt es in der Schweiz?», lautet eine der Fragen, die Adrian Knecht dem Plenum stellt. Laut Transgender Network Switzerland (TGNS) wurden trans Menschen hierzulande nie gezählt. Studien aus dem Ausland zeigen verschiedene Häufigkeiten auf: von 0,5 bis 3 Prozent der Bevölkerung. Umgerechnet auf die 8,7 Millionen Schweizer*innen (Stand 2020: Bundesamt für Statistik) hiesse dies, dass zwischen 43’500 und 261’000 trans Menschen in der Schweiz leben. Dies entspricht der Grösse einer mittleren bis grösseren Stadt.

Auf die Frage, was sich die drei trans Personen auf der Bühne in ihrer Kindheit oder Jugend gewünscht hätten, antworten sie: «Mehr Unterstützung im Umfeld, mehr Informations- und Beratungsmöglichkeiten oder auch die Einstellung, dass Eltern nicht einen Sohn oder eine Tochter verlieren. Sie behalten schlicht und einfach ihr Kind.»

 

«Trans ist ein Thema, aber kein Trend»

Zahlreiche Medienberichte und Fernsehbeiträge greifen das Thema Trans/Transgender auf. Häufig ist dabei die Rede von einem Trans-Trend oder einem Zeitgeist-Phänomen. Darauf angesprochen entgegnet Thomas Egger, stellvertretender Chefarzt Psychosomatik der Klinik Gais: «Trans ist ein Thema, aber kein Trend. Heute gibt es nicht mehr trans Personen als früher.» Der Unterschied zu früher: Es gibt heute mehr Vorbilder, mehr Informationen und mehr Sichtbarkeit zu diesem Thema. Dies wiederum macht trans Menschen Mut, mehr zu sich zu stehen, Beratungen in Anspruch zu nehmen und den Weg ihrer Transition zu gehen. «Ausserdem ist trans sein ganz normal, wenn es um Geschlechtsidentitäten geht. Es ist weder eine Krankheit noch eine Modeerscheinung», ergänzt Thomas Egger seine Antwort.

«Ab wann ist denn ein Mensch trans?», wirft Adrian Knecht die nächste Frage in die Runde. «Eine Person ist dann trans, sobald sie sich als trans definiert», erklärt Amanda Künzle. Es gebe keine weiteren Faktoren oder Merkmale, die einen trans Menschen definieren, insbesondere von aussen.

Rund 90 Besucher*innen kamen zur Filmvorführung von «Sous la Peau» sowie zum Thementalk im Anschluss. (Bild: Adrian Knecht)

 

Beratungs-, Treff- und Austauschmöglichkeiten in der Ostschweiz

Zum Schluss will Adrian Knecht noch wissen, welche Beratungs-, Treff- und Austauschmöglichkeiten es für trans Menschen in der Ostschweiz gibt. Fabian Marcionetti, trans Mann und Aktivist in St.Gallen, erwähnt «otherside» sowie «s bunte Grüppli». In diesen Gruppen finden trans Personen Gleichgesinnte und können sich ungezwungen treffen und austauschen. Amanda Künzle ergänzt dazu das Transgender Network, das sich national für trans Menschen einsetzt und als erste Anlaufstelle für verschiedene Fragen dient.

Die einzelnen Adressen dazu gibt es hier:

Neben den Peer-to-Peer-Gruppen gibt es zusätzliche Beratungsstellen:

 

Nächster Anlass: Living Library

Gemeinsam mit der Fachstelle für Aids- und Sexualfragen (AHSGA) hat das Kompetenzzentrum Integration und Gleichstellung (KIG) den Anlass im Palace St.Gallen durchgeführt. Ein weiterer Anlass zu queeren Themen findet am Sonntag, 7. November von 15 bis 19 Uhr im talhof St.Gallen statt: Living Library.

An diesem Anlass berichten die «lebenden Büchern» aus der LGBTIQA+ Community aus ihrem Leben: Sie erklären den Besucher*innen in einem Bistro-Ambiente, wie es ist, anders zu sein. Dabei vermittelten sie Wissen und Erfahrungen zu verschiedenen sexuellen Orientierungen sowie Geschlechtsidentitäten. Parallel dazu bieten die Fachstelle für Aids- und Sexualfragen und das Kantonsspital St.Gallen eine HIV-/STI-Test-Aktion für queere Jugendliche an.

Wie die Living Library 2020 war, sehen Sie hier.

Living Library 2020: Die Erstausgabe war ein geglückter Start.

«Sous la peau»: Filmabend und Thementalk zum Thema «Trans»

«Sous la Peau»: Filmabend und Thementalk zum Thema «Trans»

17. August 2021

Am 9. September 2021 widmet sich die Fachstelle für Aids- und Sexualfragen im Palace St.Gallen dem Thema «Trans». Gezeigt wird der Dokumentarfilm «Sous la Peau» des Genfer Regisseurs Robin Harsch, gefolgt von einem spannenden Thementalk mit diversen Gästen. Der Abend wird in Kooperation mit dem Kompetenzzentrum Integration und Gleichstellung organisiert und durchgeführt.

Text: Kompetenzzentrum Integration und Gleichstellung
Beitragsbild: Aardvark Film Emporium

«Sous la peau»: Filmabend und Thementalk zum Thema «Trans»

Kein Gender-Thema beschäftigt heute so wie Trans. In zahlreichen Medienberichten und Fernsehbeiträgen wird das Thema aufgegriffen. Häufig wird dabei ein Trans-Trend oder ein Zeitgeist-Phänomen suggeriert. Trans Personen kommen nur selten selber zu Wort – es wird über sie, aber nicht mit ihnen gesprochen. Diesem Zustand möchte die siebte Edition von Gender Matters entgegenwirken.

Gemeinsam mit der Fachstelle für Aids- und Sexualfragen (AHSGA) zeigt das Kompetenzzentrum Integration und Gleichstellung (KIG) im Palace St.Gallen den Dokumentarfilm «Sous la peau» des Genfer Regisseurs Robin Harsch. Dieser begleitet während zwei Jahren drei junge trans Personen auf ihrem Weg der Transition. Entstanden ist ein tiefgründiger und intimer Film über Geschlechts- und Identitätsfragen, gesellschaftliche Herausforderungen und das persönliche Ankommen.

Im Anschluss treten

  • Jason Zellweger (trans Jugendlicher),
  • Fabian Marcionetti (trans Jugendlicher und Aktivist in St.Gallen) und
  • Thomas Egger (stellvertretender Chefarzt Pyschosomatik der Klinik Gais)

mit Adrian Knecht (Projektleiter für Prävention der AHSGA) ins Gespräch.

Der Anlass findet statt am:

Donnerstag, 9. September 2021, Türöffnung 18:30 Uhr, Beginn 19:00 Uhr, im Palace St.Gallen. Der Eintritt ist kostenlos; Einlass nur mit gültigem Covid-Zertifikat.

Anmeldungen können unter www.gendermatters.sg.ch getätigt werden.

Der Flyer mit allen Informationen steht hier zur Verfügung.

Hier geht es zum Trailer.

Schulprojekt COMOUT

Schulprojekt COMOUT

Mit unserer Arbeit an Schulen machen wir die Vielfalt an sexuellen Orientierungen und Geschlechtsidentitäten sichtbar und setzen so ein Zeichen für Akzeptanz. Queere Freelancer*innen des Schulprojekts COMOUT besuchen Schulklassen oder Jugendgruppen.

Bei diesen Begegnungen geht es zum einen um grundlegende Wissensvermittlung im Bereich der sexuellen und geschlechtlichen Vielfalt. Zum anderen steht vor allem die persönliche Begegnung mit einer queeren Person im Fokus.

Die Schüler*innen erfahren durch das autobiografische Erzählen der Freelancer*innen, wie deren Coming-out abgelaufen ist, welche Schwierigkeiten damit verbunden waren und auch, was sich dadurch im Leben dieser Person verändert hat.

Das Schulprojekt COMOUT verbindet sachliches Grundlagenwissen mit der emotionalen Seite persönlicher Coming-out-Geschichten. Dazu kommen verschiedene didaktische Herangehensweisen zum Einsatz.


Ziele des Schulprojekts

Die Schule kann ein diskriminierender und damit prägender Ort für junge LGBTIQA+ Menschen sein. Denn zusätzlich zur alterstypischen Identitätsentwicklung müssen sie sich mit dem Thema der sexuellen Orientierung/Geschlechtsidentität und dem Coming-out auseinandersetzen.

Dieser Prozess ist oft mit Angst vor vermeintlicher oder tatsächlicher Ablehnung, Diskriminierung und Gewalt verbunden. Junge LGBTIQA+ Menschen fühlen sich in dieser Entwicklungsphase häufig allein gelassen. Um die mentale Gesundheit betroffener Schüler*innen zu schützen und Jugendliche im Allgemeinen zu sensibilisieren, ist die Schule eine prädestinierte Umgebung für Präventionsmassnahmen. Das Schulprojekt COMOUT fördert eine persönliche Auseinandersetzung der Schüler*innen mit dem Thema der sexuellen und geschlechtlichen Vielfalt und trägt somit zu einem besseren Verständnis für verschiedene sexuelle Orientierungen und Geschlechtsidentitäten bei.

Mit den Schulbesuchen verfolgen wir konkret diese Ziele:

  • Thematisieren von Klischees, Geschlechterrollen und Geschlechtsstereotypen
  • Auseinandersetzen mit Vorurteilen und Anregen zur Reflexion
  • Ermöglichen von Einblicken in queere Lebenswelten
  • Fördern eines Verständnisses für ein Coming-out und die damit verbundenen Schwierigkeiten und Gefühle sowie die Chancen
  • Schaffen eines Bewusstseins für das Reden über die Sexualität ganz allgemein und über die Vielfalt im Besonderen
  • Beantworten von Fragen der Schüler*innen in einer offenen Weise und respektvollen Atmosphäre

Informationen zum Angebot

Aktuell leisten rund ein Dutzend bi- oder homosexuelle Menschen im Alter zwischen 20 und 40 Jahren jährlich rund 150 COMOUT-Einsätze in den Kantonen St.Gallen und beiden Appenzell. Nachfolgend erhalten Sie Informationen zu den Rahmenbedingungen für unsere Schulbesuche.

Grundsätzliches

Queere Personen besuchen Schulklassen in den Kantonen St.Gallen und Appenzell. Sie gestalten im Zweierteam eine 90-minütige Unterrichtseinheit zur Vielfalt in sexuellen Orientierungen und Geschlechtsidentitäten und zu ihrem Coming-out. So fördern sie eine persönliche Auseinandersetzung der Schüler*innen mit dem Thema.

Dazu gibt es verschiedene Methoden und Spiele. Die gestaltete Unterrichtseinheit wird teilweise in der gesamten Klasse durchgeführt. Im Zentrum steht die Gleichwertigkeit verschiedener Ausprägungen sexueller Orientierung und Geschlechtsidentität. Bei den Einsätzen ist die Lehrperson grundsätzlich nicht anwesend.

Zielgruppen

Die Zielgruppe des Projekts sind vor allem Jugendliche der Volksschule ab der ersten Oberstufe und junge Erwachsene in Berufsschulen, Kantonsschulen oder Jugendtreffs. Bei den jüngeren Schüler*innen wird das Thema Vielfalt nicht im Rahmen des COMOUT-Projekts, sondern im Angebot der Sexualpädagogik stufengerecht thematisiert.

Das Schulprojekt COMOUT spricht auch Lehrpersonen, Schulsozialarbeitende und Sozialpädagog*innen in entsprechenden Weiterbildungen an. Für folgende Gruppen können unsere Schulbesuche gebucht werden:

  • Klassen der Volksschulen (ab 1. Oberstufe), Kantonsschulen, Berufsschulen
  • Vereine, Jugendtreffs (ab 12 Jahren)
  • Aus- und Weiterbildungen von Lehrpersonen, Schulsozialarbeitenden und Sozialpädagog*innen

Ablauf

Ein Besuch kann aus den folgenden Modulen bestehen:

  • Spielerische Einführung ins Thema
  • Infoblock: Begriffe, Fakten, Zahlen, Rechtliches, Gesellschaftliches
  • Coming-out-Geschichten
  • Persönliche Frage- und Diskussionsrunde (in geschlechtergetrennten Gruppen)

Unsere Freelancer*innen stellen aus den vorhandenen Modulen ein für die Zielgruppe und den Rahmen passendes Programm zusammen.

Organisation

Die Fachstelle für Aids- und Sexualfragen übernimmt die Planung, Organisation und Kommunikation rund um die Einsätze. Wir empfehlen Ihnen eine frühzeitige Kontaktaufnahme (spätestens vier Wochen vor dem geplanten Einsatz). Die Veranstaltung findet im Schulzimmer oder Vereinslokal statt.

Kosten

Die Schulen oder Vereine beteiligen sich an den Kosten für einen COMOUT-Schulbesuch. Die Ansätze für einen Einsatz berechnen sich wie folgt:

  • 90 Minuten pro Freelancer*in Fr. 130.–, also total Fr. 260.- für den Standardworkshop (zzgl. Fahrspesen, ohne Ermässigung)
Möchten Sie das Schulprojekt COMOUT buchen?

Dann freuen wir uns über Ihre Nachricht oder Ihren Anruf. Gemeinsam klären wir einen möglichen Termin sowie die  Rahmenbedingungen ab.


Medienberichte, Links und Informationsmaterialien

Medienberichte

Unser ehemaliger Freelancer Markus Stehle (links im Video) berichtet über das Schulprojekt und seine Erfahrung im Video-Interview  (09/2015)

Informationsmaterialien

Hier finden Sie weitere Informationsmaterialien rund um das Projekt COMOUT.

  • Das Karten-Set «Coming-out» beinhaltet Informationen zu sexuellen Orientierungen, zu Geschlechtsidentitäten und zum Coming-out. Das Set kann hier kostenlos heruntergeladen oder in gedruckter Form gratis bestellt werden.
  • DIVERSITY EXISTS ist ein Schweizer Kurzfilm. Er thematisiert die Schwierigkeiten in der Schule bei einem Coming-out. Dazugehörige Unterrichtsmaterialien erleichtern die Einbettung in den Schulunterricht.

Qualität und Partnerschaften

Die Workshops von COMOUT orientieren sich an den Kompetenzen zu sexueller und geschlechtlicher Vielfalt gemäss Lehrplan 21. Zudem entsprechen die Schulbesuche dem Code of Conduct des Projekts Lehrplan Q

COMOUT ist in den Kantonen St.Gallen und Appenzell tätig. Für Schulbesuche in den anderen Regionen sind folgende Organisationen zuständig:

  • In den Kantonen Basel-Stadt und Basel-Landschaft ist der Verein queeres ah&oh aktiv. 
  • In den anderen deutschsprachigen Kantonen ist der Verein «ABQ» aktiv.

COMOUT ist Mitglied bei LehrplanQ. Dieses nationale Projekt strebt an, die Themen LGBTQ+ in der Schule und eine LGBTQ+ sensibilisierte Sexualaufklärung auf allen relevanten Ebenen zu verankern. Im Rahmen des Projekts werden Schulprojekte mit professionalisierten Aus- und Weiterbildungen, gemeinsamen Unterrichtsmaterialien und neuen Prozessen der Qualitätssicherung gestärkt.

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Weitere Angebote für Volks-, Berufs- und weiterführende Schulen sowie Kitas und Horte

Sexualpädagogisches Wissen und Unterrichtsmaterialien

«Sous la peau»: Filmabend und Thementalk zum Thema «Trans»

«Sous la Peau»: Filmabend und Thementalk zum Thema «Trans»

17. August 2021

Am 9. September 2021 widmet sich die Fachstelle für Aids- und Sexualfragen im Palace St.Gallen dem Thema «Trans». Gezeigt wird der Dokumentarfilm «Sous la Peau» des Genfer Regisseurs Robin Harsch, gefolgt von einem spannenden Thementalk mit diversen Gästen. Der Abend wird in Kooperation mit dem Kompetenzzentrum Integration und Gleichstellung organisiert und durchgeführt.

Text: Kompetenzzentrum Integration und Gleichstellung
Beitragsbild: Aardvark Film Emporium

«Sous la peau»: Filmabend und Thementalk zum Thema «Trans»

Kein Gender-Thema beschäftigt heute so wie Trans. In zahlreichen Medienberichten und Fernsehbeiträgen wird das Thema aufgegriffen. Häufig wird dabei ein Trans-Trend oder ein Zeitgeist-Phänomen suggeriert. Trans Personen kommen nur selten selber zu Wort – es wird über sie, aber nicht mit ihnen gesprochen. Diesem Zustand möchte die siebte Edition von Gender Matters entgegenwirken.

Gemeinsam mit der Fachstelle für Aids- und Sexualfragen (AHSGA) zeigt das Kompetenzzentrum Integration und Gleichstellung (KIG) im Palace St.Gallen den Dokumentarfilm «Sous la peau» des Genfer Regisseurs Robin Harsch. Dieser begleitet während zwei Jahren drei junge trans Personen auf ihrem Weg der Transition. Entstanden ist ein tiefgründiger und intimer Film über Geschlechts- und Identitätsfragen, gesellschaftliche Herausforderungen und das persönliche Ankommen.

Im Anschluss treten

  • Jason Zellweger (trans Jugendlicher),
  • Fabian Marcionetti (trans Jugendlicher und Aktivist in St.Gallen) und
  • Thomas Egger (stellvertretender Chefarzt Pyschosomatik der Klinik Gais)

mit Adrian Knecht (Projektleiter für Prävention der AHSGA) ins Gespräch.

Der Anlass findet statt am:

Donnerstag, 9. September 2021, Türöffnung 18:30 Uhr, Beginn 19:00 Uhr, im Palace St.Gallen. Der Eintritt ist kostenlos; Einlass nur mit gültigem Covid-Zertifikat.

Anmeldungen können unter www.gendermatters.sg.ch getätigt werden.

Der Flyer mit allen Informationen steht hier zur Verfügung.

Hier geht es zum Trailer.

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