Jahresbericht

Dating-Apps: Wir sind da, wo du Fragen hast

10. September 2024

Vom Beratungstelefon zur Dating-App: Wir sind da anzutreffen, wo Fragen zur sexuellen Gesundheit aufkommen. Da sich Dating vermehrt in den virtuellen Raum verschoben hat, sind wir seit einiger Zeit auch auf den wichtigsten Apps der Community anzutreffen. 

Text: Adrian Knecht
Beitragsbild: Fachstelle für Aids- und Sexualfragen

Um möglichst niederschwellige Beratungen anbieten zu können, betreiben wir Profile auf den wichtigsten Dating-Apps der MSM-Community. Sprich uns an, wenn du Fragen zu HIV, STI, PrEP, Testing, Risikosituationen, usw. hast. Auch für psychosoziale Themen wie Coming-out oder Diskriminierung sind wir für dich da.

 

Deine Nachricht wird von einer Fachperson der Fachstelle gelesen und beantwortet. Bitte beachte, dass wir zu unseren Telefonzeiten antworten. Du brauchst etwas Geduld. Für Notfälle findest du Hilfe auf unserer Kontaktseite.

 

Unsere Profile findest du auf diversen Dating-Apps. Du erkennst sie jeweils an unserem Icon oder am aktuellen Kampagnen- oder Aktions-Sujet.

 

Grindr: @Fachstelle_S3X 
Romeo: @Fachstelle_AHSGA
Tinder: @Fachstelle

 

Selbstverständlich stehen für Beratungen zur sexuellen Gesundheit auch unsere anderen Kanäle zur Verfügung: info@ahsga.ch | 071 223 68 08 | WhatsApp.

Historisch tief: Die HIV-Neudiagnosen in der Schweiz sind 2020 erstmals unter die Grenze von 300 Ansteckungen pro Jahr auf 290 gesunken. Grafik: BAG Bulletin 48 (2021).

HIV-Update: Neudiagnosen, PrEP und Zukunftsaussichten

6. April 2022

Die HIV-Neudiagnosen in der Schweiz sind 2020 erstmals unter die Grenze von 300 Ansteckungen pro Jahr auf 290 gesunken. Das ist ein historisches Tief. Der abnehmende Trend lässt sich seit 2008 beobachten und hält weiter an.

Text: Predrag Jurisic
Beitragsbild und Grafiken im Text: BAG Bulletin 48 (2021), aidsmap.com, PD Dr. med. Dominique L. Braun

Seit Beginn der HIV-Epidemie Anfang der 1980er-Jahre hat das Bundesamt für Gesundheit (BAG) weniger als 300 Fälle gemeldet, nämlich 290. Im Vergleich dazu waren es in den 1990er-Jahren im Durchschnitt 1300 Fälle jährlich. Zu diesem erfreulichen Resultat beigetragen haben drei Dinge: vermehrte Tests bei besonders exponierten Personengruppen, eine immer früher einsetzende HIV-Therapie sowie die Präexpositionsprophylaxe (PrEP).

 

Historisch tief: Die HIV-Neudiagnosen in der Schweiz sind 2020 erstmals unter die Grenze von 300 Ansteckungen pro Jahr auf 290 gesunken. Grafik: BAG Bulletin 48 (2021).

Historisch tief: Die HIV-Neudiagnosen in der Schweiz sind 2020 erstmals unter die Grenze von 300 Ansteckungen pro Jahr auf 290 gesunken. Grafik: BAG Bulletin 48 (2021).

 

Corona-Pandemie: Einfluss auf HIV-/STI-Neudiagnosen?

PD Dr. med. Dominique L. Braun, Oberarzt an der Klinik für Infektionskrankheiten und Spitalhygiene des Universitätsspitals Zürich (USZ), sagt dazu anlässlich des HIV-Updates der Aids-Hilfe Schweiz: «Die Pandemie hatte einen Einfluss, der sich noch nicht genau verorten lässt.» Am Universitätsspital Zürich gab es deutlich weniger HIV-Neudiagnosen im Vergleich zu den Vorjahren. Beim Checkpoint Zürich sah die Lage wieder anders aus: Dort gab es wöchentlich eine HIV-Neudiagnose.

Bei den STI-Diagnosen lagen die beobachteten Fallzahlen ebenfalls unter den zu erwarteten Fallzahlen (s. Grafik). Dies könnte ein Indiz dafür sein, dass die Corona-Pandemie einen Einfluss auf die HIV-/STI-Ansteckungen hatte. Die möglichen Gründe dafür:

  • weniger häufige Tests bzw. Zurückhaltung beim Aufsuchen von medizinischen Einrichtungen
  • verschobene Präventionskampagnen wegen der Pandemiemassnahmen
  • allgemein weniger soziale Kontakte und damit weniger sexuelle Risikosituationen als vor der Pandemie
  • temporäre Schliessungen von Bordellen und Clubs

 

HIV-/STI-Neudiagnosen 2020

HIV-/STI-Neudiagnosen 2020. Grafik: BAG Bulletin 48 in HIV-Update von PD Dr. med. Dominique L. Braun (USZ) vom 15. März 2022.

 

 

Männer am meisten von HIV betroffen

79 Prozent aller gemeldeten HIV-Fälle in der Schweiz betrafen im Jahr 2020 Männer. Dabei war Sex mit anderen Männern (MSM) der meist genannte Ansteckungsweg mit 50,8 Prozent. An zweiter Stelle standen heterosexuelle Kontakte mit 26,5 Prozent. Bei 2,2 Prozent der HIV-Diagnosen war das Benutzen von kontaminiertem Spritzbesteck bei intravenösem Drogenkonsum (IDU) der Grund für die Ansteckung. Bei rund 20 Prozent der HIV-Diagnosen bei Männern liess sich der Ansteckungsweg nicht ermitteln.

Die HIV-Infektionen bei den Frauen erfolgten mit 69,6 Prozent hauptsächlich über heterosexuelle Kontakte. Die anderen 30,4 Prozent liessen sich nicht ergründen.

 

HIV-Neudiagnosen 2020 bei Männern und Frauen

HIV-Neudiagnosen 2020 bei Männern und Frauen. Erklärung zu Abkürzungen: MSM: Männer, die mit Männern Sex haben. IDU: intravenous drug user (= intravenöser Drogenkonsum). Grafik: BAG Bulletin 48 in HIV-Update von PD Dr. med. Dominique L. Braun (USZ) vom 15. März 2022.

 

Rückgang der HIV-Infektionen dank HIV-Therapie und PrEP

In der Schweiz sind rund 17’100 Menschen mit HIV infiziert. Davon kennen 93 Prozent ihre Diagnose. 98 Prozent der Personen mit HIV-Diagnose erhalten eine medikamentöse HIV-Therapie. Von denen wiederum haben 96 Prozent eine Viruslast unter der Nachweisgrenze. Sie geben das Virus also nicht mehr weiter. Die Schweiz liegt damit im weltweiten Vergleich weit vorn und hat das WHO-Ziel 90-90-90* übertroffen.

*WHO-Ziel bis 2020:

  • 90 Prozent aller Infizierten kennen ihre HIV-Diagnose
  • 90 Prozent aller diagnostizierten Personen erhalten eine HIV-Therapie
  • 90 Prozent aller therapierten Personen sind unter der Nachweisgrenze und geben das Virus nicht mehr weiter
HIV-Kaskade. Grafik: BAG Bulletin 48 (2021).

HIV-Kaskade: Anzahl infizierter, diagnostizierter und therapierter Personen bzw. Personen unter der der Nachweisgrenze. Grafik: BAG Bulletin 48 (2021).

 

Auch die PrEP (= orale HIV-Chemoprophylaxe) hat zur Abnahme der HIV-Neudiagnosen beigetragen: Ende 2020 nahmen mindestens 3000 Personen, überwiegend MSM, die PrEP als Schutz vor HIV. Der Blick nach London, wo die PrEP länger im Einsatz ist, lässt auf weiter sinkende HIV-Infektionen bei MSM hoffen: Demnach sind dank der PrEP die HIV-Infektionen bei MSM zwischen Oktober 2015 und September 2017 um 90 Prozent zurückgegangen. Und das bei gleichbleibender Anzahl HIV-Tests (s. Grafik). Aufgrund dieser Erfahrungen ist in der Schweiz auch für die kommenden Jahre ein rückläufiger Trend von HIV-Infektionen zu erwarten.

HIV-Neudiagnosen bei MSM in London: 90%iger Rückgang dank der PrEP. Grafik: HIV-Update von PD Dr. med. Dominique L. Braun (USZ) vom 15. März 2022.

HIV-Neudiagnosen bei MSM in London: 90%iger Rückgang dank der PrEP. Grafik: aidsmap.com in HIV-Update von PD Dr. med. Dominique L. Braun (USZ) vom 15. März 2022.

 

 

Langzeitinjektion für HIV-Therapie und PrEP in Sicht

Einen weiteren Meilenstein in der HIV-Therapie bedeuten Long-Acting-Medikamente: Das sind Medikamentendepots, die in Kombination von Tabletten und Langzeitinjektionen aufgebaut werden. So müssen HIV-Patient*innen nicht mehr täglich ihre Medikamente einnehmen. Dies könnte die Stigmatisierung in Zusammenhang mit der täglichen Medikamenteneinnahme reduzieren oder in vulnerablen Patientenpopulationen zu einer besseren Therapietreue führen.

Bei der Long-Acting-Therapie nehmen HIV-Patient*innen während eines Monats täglich zwei HIV-Medikamente oral ein. Im zweiten und dritten Monat erfolgt die Medikamentenabgabe der beiden Substanzen mittels Langzeitinjektion intramuskulär in den Gesässmuskel. Dieses Medikamentendepot wird danach alle zwei Monate aufgefrischt und erfordert eine genaue Planung. Denn das Zeitfenster für die Auffrischungsinjektion beträgt plus oder minus sieben Tage: Wer z. B. die letzte Langzeitinjektion am 15. April bekommt, kann die Auffrischung zwei Monate später zwischen dem 8. und 22. Juni vornehmen.

Gute Neuigkeiten betreffend Langzeitinjektionen gibt es auch bei der PrEP: Die Studie «HPTN 083» aus den USA zeigte gegenüber der täglichen Einnahme der PrEP eine signifikant höhere Wirksamkeit zur Risikoreduktion einer neuen HIV-Infektion. Das Risiko einer HIV-Infektion bestand hauptsächlich in der tiefen Therapietreue der Vergleichsgruppe (= unkorrekte PrEP-Einnahme). Somit spricht vieles für eine HIV-PrEP durch Langzeitinjektionen. Die Zulassung hierzu steht noch aus.

 

Warum eine HIV-Impfung-/Heilung noch nicht möglich ist

Im Zuge der raschen Impfstoffentwicklung während der Corona-Pandemie hat sich die breite Öffentlichkeit gefragt, ob dies auch im Falle von HIV möglich sei. Leider ist dies nicht der Fall, auch nicht in den nächsten fünf bis zehn Jahren. Denn das HI-Virus unterscheidet sich stark vom Coronavirus: Das HI-Virus mutiert sehr rasch und hat dadurch eine hohe genetische Vielfalt. Ausserdem versteckt es sich gut vor den Antikörpern. Zwar ermöglicht die mRNA-Technologie eine rasche Anpassung samt Studien und Produktion von Impfstoffen. Aber die Grundproblematik des komplexen HI-Virus löst sie dennoch nicht. Und: Das menschliche Immunsystem produziert bei HIV breit neutralisierende Antikörper nur sehr selten und wenn, dann erst spät. Ungelöst bleibt auch das ethische Dilemma, dass in HIV-Impfstudien keine Placebo-Gruppe eingeschlossen werden kann, um die genaue Wirksamkeit der Impfung ermitteln zu können.

Momentan gilt: Je früher eine HIV-Therapie beginnt, steigt mit zunehmendem medizinischen Fortschritt auch die Chance auf eine Heilung. Denn die Forschung bleibt weiterhin am Ball: Neben neuen Substanzklassen beschäftigt sie sich mit Therapieformen von breit neutralisierenden Antikörpern, Stammzelltransplantationen oder Genome Editing (Genscherenprinzip).

Quellen: BAG Bulletin 48 (2021), HIV-Update AHS Academy: Präsentation von PD Dr. med. Dominique L. Braun.

Safer Sex bei weiteren Praktiken

Sexualpraktiken wie Berühren und Küssen, Lecken, Blasen oder Masturbieren gehören auch zum Safer Sex. Ebenso wie das Rimming (Anuslecken), Natursekt (Urinspiele) oder Scat (Kot). Wer also keinen eindringenden Anal- oder Vaginalverkehr praktiziert, hat Safer Sex und ist damit vor HIV geschützt.

Wichtig zu wissen: Die anderen STI lassen sich trotz Safer-Sex-Praktiken übertragen. Darum gilt es, sich regelmässig zu testen. Die Infektiologie von HOCH Health Ostschweiz führt dazu eine eigene HIV-/STI-Sprechstunde, die Sie auch anonym aufsuchen können.

 

Wo ausserdem Vorsicht geboten ist

 

Sextoys/BDSM-Instrumente

Bei der gemeinsamen Benützung von Sextoys können HIV und STI übertragen werden. Ein Kondom kann hierbei schützen. Ausserdem ist es wichtig, die Sextoys nach dem Benutzen zu desinfizieren und nicht nur mit Seife abzuwaschen. Das gilt auch für BDSM-Instrumente.

Es gibt viele verschiedene BDSM-Spielarten

BDSM steht für «Bondage & Discipline, Dominance & Submission, Sadism & Masochism», zu Deutsch: Fessel- und Disziplinierungsspiele, Lustgewinn durch Dominanz oder Unterwerfung bzw. durch Sadismus und Masochismus. Neben den Safer-Sex-Regeln sind hier noch andere Gefahren zu beachten: Atem- und Durchblutungsprobleme (bei Fesselspielen) oder Verletzungen, Quetschungen oder Verbrennungen. Darum sind klare Absprachen und das Akzeptieren von Grenzen bzw. des «Stopps» der Spielgefährt*innen elementar.

Fisten/Fisting

Beim Fisten werden die Hand bzw. Faust oder der ganze Unterarm in den Anus oder in die Vagina eingeführt. Als HIV-/STI-Schutz helfen jeweils saubere Handschuhe je Fist-Vorgang bzw. je Sexualpartner*in. Folgt anschliessend Anal- oder Vaginalsex, so schützen nur Kondome aus Polyurethan vor HIV, da beim Fisten häufig fetthaltige Gleitmittel zum Einsatz kommen. Sind bei mehreren Sexualpartner*innen auch Sextoys im Spiel, gilt es, diese nach dem Gebrauch gründlich abzuwaschen und zu desinfizieren, ehe sie eine andere Person verwendet. Besser noch: Jede Person hat eigene Sextoys. Das gilt auch für Gleitmittel: Jede Person sollte ein eigenes dabeihaben, da sonst ein hohes Risiko bezüglich einer Infektion mit Hepatitis C besteht. Denn das Hepatitis C-Virus ist besonders überlebensfähig. Das Rimming nach dem Fisten birgt ebenfalls ein hohes Risiko für eine STI-Übertragung.

Chemsex

Chemsex meint den Konsum von Drogen beim Sex. Jeder Drogenkonsum ist mit Risiken verbunden. Darum ist es wichtig zu wissen, welche Substanzen wie wirken, sich gegenseitig verstärken oder im Mischkonsum gar lebensgefährlich sind. Ausserdem ist der Erwerb, Besitz, Konsum oder Handel mit Drogen in den meisten Fällen strafbar. Auf know-drugs.ch finden Sie mehr Informationen zu Substanzen sowie aktuelle Warnungen zu bestimmten Produkten. In einigen Schweizer Städten können Sie Ihre Substanzen auch auf deren Inhalte testen lassen (Drug Checking).

Wenn Sie Drogen beim Sex konsumieren, achten Sie auf die folgenden Empfehlungen:

  • Substanzwirkungen im Kontext zum eigenen Wohlbefinden kennen: z. B. nicht konsumieren, wenn Sie sich körperlich oder psychisch nicht wohlfühlen.
  • Denken Sie an die eigenen Medikamente: z. B. PrEP nicht vergessen, Timer stellen.
  • Essen und trinken Sie genügend. Legen Sie Pausen für Erholungen ein.
  • Benutzen Sie beim Sniffen ein eigenes Röhrchen und eine eigene Unterlage.
  • Verwenden Sie beim Slammen (= intravenöse Injektion von Drogen) ein eigenes Spritzenbesteck.
  • Lassen Sie bei einem Bad Trip nie jemanden alleine, sondern bringen Sie diese Person an die frische Luft, reden Sie ihr gut zu, lassen Sie sie Wasser trinken und etwas Zuckerhaltiges essen.
  • Bei Verdacht auf eine Überdosis wählen Sie den Notruf (144). Eine Überdosis kann diese Symptome aufzeigen: Schwindel, Übelkeit/Erbrechen, Orientierungslosigkeit, komatöser Zustand, Herzrasen, Hitzewallungen, Paranoia oder blaue Lippen/Fingerspitzen.

Weitere Informationen zu Chemsex finden Sie hier.

Safer Sex mit Kondomen: So geht's richtig

Safer Sex mit Kondomen: So geht’s richtig

Beim Analsex, Vaginalsex sowie bei Sextoys schützen Kondome vor HIV. Wichtig: Beachten Sie die Kondomgrösse und das Ablaufdatum. Benutzen Sie keine alten, bereits benutzten oder porösen Kondome. Achten Sie dabei auf kondomverträgliche Gleitmittel, die das Kondom nicht beschädigen oder durchlässig machen.

Ausserdem: Verwenden Sie das Kondom richtig:

  • Öffnen: Kondomverpackung an der Einreisskerbe vorsichtig öffnen (= ohne Zähne bzw. ohne scharfe Gegenstände) und das Kondom herausnehmen
  • Aufsetzen: mit der einen Hand die Penisvorhaut ganz zurückziehen, mit der anderen das Reservoir des Kondoms mit Daumen und Zeigefinger festhalten (= keine Luft mehr drin) und auf die Eichel setzen
  • Abrollen: Kondom nun bis zum Schaft abrollen (falls das nicht mühelos geht, ist das Kondom zu eng oder zu weit)
  • Gleitmittel: zur besseren Gleitfähigkeit das Kondom grosszügig mit einem wasserlöslichen oder silikonbasierten Gleitmittel (keine fetthaltigen Mittel wie Öle, Cremes, Vaseline etc.) einschmieren
  • Geschlechtsverkehr: zwischendurch kontrollieren, ob das Kondom gut sitzt und mit Gleitmittel nachschmieren
  • Abnehmen: nach dem Geschlechtsverkehr Kondom am Schaft festhalten, Penis rausziehen und das gebrauchte Kondom im Abfall und nicht in der Toilette entsorgen

Ein Kondom ist der günstigste Schutz vor HIV. Richtig verwendet schützt es zuverlässig vor einer HIV-Infektion. Bitte bedenken Sie: Das Kondom schützt nicht zuverlässig gegen andere sexuell übertragbare Infektionen (STI) wie Syphilis, Chlamydien, Tripper, Hepatitis A/B oder HPV. Hier erreichen Sie den besten Schutz durch regelmässiges Testen und gezieltes Impfen.

Allerdings können oder wollen nicht alle ein Kondom benutzen – zum Beispiel wegen Erektionsproblemen, Alkohol, Drogen oder Liebe. Deshalb gibt es noch andere Schutzmöglichkeiten wie die PrEP. Sollten Sie das Kondom vergessen oder sollte das Kondom reissen, gibt es die ärztliche Notfallbehandlung mit der PEP (= Postexpositionsprophylaxe). Diese muss innert 48 Stunden nach dem Risikokontakt erfolgen.

Mehr zur PEP lesen Sie hier.

Safer Sex in einer Partnerschaft

Für Paare in einer festen Beziehung sind die Kommunikation und Transparenz über das eigene sexuelle Verhalten der erste Schritt zum Safer Sex: Vertrauen ist gut, Reden ist besser – egal, ob beim monogamen Partnerschaftsmodell oder bei einer offenen Beziehung. Über Sexualität zu sprechen ist für viele Menschen eine Herausforderung. Deshalb liegt es in der Verantwortung von jeder Person, die Thematik immer wieder aufzunehmen. Gerade bei Paaren – ob monogam oder offen lebend – kommt es nicht zuletzt zu einer unwissentlichen HIV-Ansteckung, weil es an offener Kommunikation fehlt.

 

HIV-Status von beiden kennen

Bevor Sie Sex ohne Kondom oder ohne PrEP haben, müssen Sie den HIV-Status Ihrer besseren Hälfte kennen. Dazu ist es wichtig, während mindestens sechs Wochen kein HIV-Risiko einzugehen und sich danach gemeinsam testen zu lassen – auch auf die anderen STI.

Danach gilt es, auszuhandeln, wie die Partnerschaft gestaltet sein soll: sexuelle Exklusivität bzw. Treue (= Monogamie) oder offene Partnerschaft. Ebenso gilt es, die Safer-Sex-Regeln festzulegen – besonders in einer offenen Partnerschaft bzw. im Falle eines Seitensprungs in einer monogamen Beziehung.

Für Frauen, die Sex mit Frauen haben (FSF), empfehlen wir die Broschüre «Safer Sex zwischen Frauen» zu lesen.

 

Ob monogam oder offen – Hauptsache ehrlich

Monogamie schützt vor Ansteckungen nicht: Selbst in einer liebevollen und langjährigen Partnerschaft, in der sich beide Personen die sexuelle Treue geschworen haben, können Ausrutscher passieren. Sollte es dabei zu einem Risiko gekommen sein: Seien Sie ehrlich zu Ihrer Partnerin bzw. zu Ihrem Partner. Denn damit schützen Sie sie*ihn vor einer möglichen HIV-Infektion.

Ferner empfiehlt es sich, einen STI-Test zu machen: Bei einem positiven Ergebnis gilt es, seine*n Partner*in zu informieren, damit er*sie sich ebenfalls testen und behandeln lassen kann. Auch bei Paaren in einer offenen Beziehung sind eine ehrliche Kommunikation sowie regelmässige HIV- und STI-Tests wichtig. So lassen sich allfällige Infektionen früh erkennen und behandeln. Die Infektiologie von HOCH Health Ostschweiz bietet hierzu eine STI-Sprechstunde an.

 

Jemand ist HIV-positiv, jemand HIV-negativ: Was nun?

Sofern die betroffene Person unter einer wirksamen HIV-Therapie ist, braucht es keinen zusätzlichen HIV-Schutz wie das Kondom oder die PrEP. Dies gilt auch, wenn beide Personen in einer Partnerschaft HIV-positiv und in Behandlung sind. Ein STI-Test sollte hingegen trotzdem gemacht werden, um Infektionen mit anderen Geschlechtskrankheiten auszuschliessen.

 

Neue Safer-Sex-Regeln

Seit der Aids-Epidemie in den 1980er Jahren gab es mehrere medizinische Durchbrüche in der Behandlung von HIV und Aids, ebenso in der Prophylaxe. Verschwunden sind die Ansteckungsrisiken aber nicht. Nach heutigem Wissensstand sind HIV und Aids behandelbar, jedoch nicht heilbar. Darum sind drei Dinge nach wie vor wichtig: die Risiken kennen, sich eigenverantwortlich schützen und wissen, was bei einer Risikosituation zu tun ist.

 

Neue Safer-Sex-Regeln

Dank medizinischer Fortschritte haben sich auch die Safer-Sex-Regeln weiterentwickelt, die über die Benützung von Kondomen hinausgehen. Diese Safer-Sex-Regeln helfen Ihnen, sich vor HIV zu schützen:

 

Kondome bei Analsex, Vaginalsex und Sextoys

Die Kondome müssen intakt sein. Das heisst, sie dürfen nicht alt, abgelaufen, benutzt oder porös sein. Zudem müssen Sie Kondome richtig anwenden, um einen zuverlässigen Schutz zu erreichen.

Mehr zum Schutz mit Kondomen

 

PrEP (= Prä-Expositions-Prophylaxe) als zuverlässiger Schutz vor HIV

Die PrEP ist ein vorbeugendes Medikament, das HIV-negative Personen zum Schutz vor HIV einnehmen. Die PrEP schützt wie das Kondom vor HIV. Allerdings muss die Einnahme unter ärztlicher Kontrolle und nach einem festgelegten Schema erfolgen. Achtung: Nehmen Sie keine PrEP ohne ärztliche Begleitung.

Mehr zur PrEP

 

TasP bzw. #undetectable

Beide Begriffe meinen den Schutz vor HIV dank wirksamer HIV-Therapie. TasP ist die Abkürzung für «treatment as prevention», auf Deutsch: Therapie als Prävention. Der Begriff «undetectable» bedeutet, dass die Virenlast von HIV-Betroffenen unter der Nachweisgrenze liegt. Das heisst, es lassen sich keine HI-Viren nachweisen (= undetectable). HIV-positive Menschen unter der Nachweisgrenze sind somit nicht mehr ansteckbar, auch nicht beim Sex ohne Kondom.

Mehr zum Schutz durch Therapie

 

Wann besteht ein HIV-Risiko?

Zu HIV-Risiken zählen:

  • ungeschützter Anal- und Vaginalverkehr (auch nur kurzes «Dipping» bzw. Eintauchen)
  • geteilte Utensilien beim Drogenkonsum (z. B. Spritzen)
  • Geburt und Stillen

Kein HIV-Risiko besteht in diesen Fällen:

  • Händedruck, Umarmungen
  • Arbeiten und Zusammenleben mit HIV-positiven Menschen bzw. Menschen mit Aids
  • Anhusten, Anniesen
  • gemeinsames Benutzen von Geschirr, Besteck, Handtüchern, Bettwäsche, Zahnbürsten, Rasierklingen, Toiletten
  • Betreuen und Pflegen von HIV-positiven Menschen bzw. Menschen mit Aids
  • Erste-Hilfe-Massnahmen, medizinische und kosmetische Behandlungen, sofern die hygienischen Vorschriften eingehalten werden: Dazu zählen Zahnbehandlungen, Maniküre, Pediküre, Haareschneiden, Barbierbesuche, Piercen und Tätowieren (fragen Sie hier nach dem Hygiene-Protokoll und Einwegnadeln, da beim Tätowieren ein Hepatitis-C-Risiko besteht).
  • Sauna-, Fitness- und Schwimmbadbesuche
  • Küssen, Streicheln und Oralsex
  • Insektenstiche
  • Schweiss, Speichel und Tränen
  • Wunde, Aphte im Mund
  • Kot, Urin (bei Kontakt mit Kot besteht ein Hepatitis-A-Risiko; dagegen können Sie sich impfen lassen)
  • herumliegende Spritzen (HI-Viren sind an der Luft nicht mehr infektiös; bislang ist weltweit noch nie eine Infektion über herumliegende Spritzen nachgewiesen worden)

Zum Oralsex erhalten wir in Beratungen häufig Fragen zum HIV-Risiko: Beim Lutschen oder Lecken des Penis, der Scheide oder des Afters gibt es praktisch kein HIV-Risiko, sogar wenn Sperma, Vaginalflüssigkeit oder Menstruationsblut in den Mund gelangen. Denn die Mundschleimhaut ist sehr stabil und bildet so eine natürliche Barriere gegen HI-Viren. Weltweit sind nur wenige Fälle beschrieben, in denen es auf diesem Weg zu einer HIV-Infektion kam.

 

Safer Sex schützt nicht vor anderen sexuell übertragbaren Krankheiten (STI)

Wichtig zu wissen: Andere sexuell übertragbare Infektionen (STI) wie Chlamydien, Genitalherpes, Syphilis oder Gonorrhö (Tripper) lassen sich trotz Safer-Sex-Regeln übertragen. Denn Kondome schützen nur ausreichend bei Anal- und Vaginalsex vor HIV und anderen STI.

Bei anderen Praktiken sieht die Situation anders aus: Bei Oralsex, Petting, Fingern oder Küssen sind STI-Infektionen möglich. Ausschlaggebend ist dabei der Kontakt mit den Schleimhäuten. Den besten Schutz gegen HIV und STI bieten nur regelmässige Tests und gezielte Impfungen wie gegen Hepatitis A und Hepatitis B oder HPV (= humane Papillomaviren).

Welcher Schutz für Sie am besten geeignet ist, erfahren Sie im Safer-Sex-Check auf lovelife.ch. 

 

Wie häufig soll ich mich testen lassen?

Regelmässige HIV-/STI-Tests sind in diesen Situationen empfohlen: beim Partnerwechsel, beim Beginn einer neuen Beziehung oder bei sexuellen Risikosituationen. So lassen sich allfällige Infektionen früh erkennen und behandeln, aber auch Ansteckungsketten unterbrechen.

Darum empfehlen wir: Je häufiger jemand seine Partner*innen wechselt, umso häufiger sollte er*sie sich auf HIV und STI testen. Und das unabhängig von Symptomen. Dabei gibt es eine Faustregel zur Orientierung:

  • Wer Sex hat: alle zwölf Monate.
  • Wer Sex mit etwa zehn Personen pro Jahr hat: alle sechs Monate.
  • Wer Sex mit mehr als zwanzig Personen pro Jahr hat: alle drei Monate.
  • Wer die PrEP nimmt: alle drei Monate im Rahmen der PrEP-Untersuchung.
  • Wer HIV-positiv ist: im Rahmen der ärztlichen Routinekontrolle.

Zusätzlich sollten Sie sich auf Hepatitis C testen lassen, wenn Sie:

  • HIV-positiv sind: im Rahmen der ärztlichen Routinekontrolle, mindestens einmal pro Jahr.
  • die PrEP nehmen: im Rahmen der PrEP-Untersuchung, mindestens einmal pro Jahr.
  • Sex haben, wo Blut im Spiel ist (Fisting): mindestens einmal pro Jahr.
  • Drogen sniffen oder spritzen: ebenfalls einmal pro Jahr.

Wann, wie und wo Sie sich testen bzw. impfen lassen können, erfahren Sie hier.

Medien: News, Medienmitteilungen, Anfragen

Arbeiten Sie in den Medien? Oder möchten Sie sich über unsere Arbeit in der Öffentlichkeit informieren? Auf unserer Medienseite finden Sie dazu interne und externe Publikationen sowie Mitteilungen.


Aktuelle Medienmitteilungen der Fachstelle für Aids- und Sexualfragen

Ob HIV-/STI-Testaktionen, Podiumsdiskussionen oder Open-Air-Teilnahmen – hier informieren wir Sie laufend über unsere Öffentlichkeits- und Präventionsarbeit.

Aids‑Hilfe St.Gallen‑Appenzell feiert 40 Jahre engagierte Aufklärungs- und Präventionsarbeit
PDF zur Medienmitteilung (11.11.2025)

Wenn eine Safer-Sex-Fee aufklärt
PDF zur Medienmitteilung (19.02.2025)

Neue Impulse für die Aids-Hilfe St.Gallen-Appenzell (AHSGA): Ein Gespräch mit der neuen Präsidentin Andrea Schöb
PDF zur Medienmitteilung (19.02.2025)

Reden über HIV – auch am Theater St.Gallen
PDF zur Medienmitteilung (15.05.2024)

Living Library: Eintauchen in queere Lebenswelten mit anschliessender Vielfalt-Party
PDF zur Medienmitteilung (16.11.2022)

Living Library: Lernen Sie Menschen aus der LGBTIQA+ Community kennen
PDF zur Medienmitteilung (01.11.2021)

Transgender Day of Visibility (TDoV): Tag der Sichtbarkeit von trans Menschen 2021
PDF zur Medienmitteilung (29.03.2021)

Living Library: LGBTIQA+ Begegnung im Zeichen des Regenbogens
PDF zur Medienmitteilung (21.09.2020)

Anti-Rassismus-Strafnorm: Ein Ja stärkt die Schweizer Demokratie
PDF zur Medienmitteilung (04.02.2020)

 


News-Blog zur sexuellen Gesundheit und zur sexuellen Bildung

Wir veröffentlichen regelmässig Beiträge in unserem News-Blog. Unter anderem berichten wir über diese Themen und Anlässe:

  • Kampagnen zur HIV-/STI-Prävention
  • Anlässe zur HIV-/STI-Prävention, z. B. in Form von Open-Air-Teilnahmen, Podiumsdiskussionen oder Tagungen
  • Schulprojekte
  • Interviews mit Expert*innen zu den Themen HIV, Aids und STI
  • Persönliche Geschichten von Betroffenen
  • Öffentlichkeitsarbeit, die die LGBTIQA+ Community stärkt
  • Fachbeiträge zu relevanten Themen aus der sexuellen Gesundheit und sexuellen Bildung
Für weitere Auskünfte nehmen Sie mit uns Kontakt auf

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Medienberichte über die Fachstelle für Aids- und Sexualfragen

Hier finden Sie sämtliche Artikel, Interviews und Beiträge, die Medien über die Fachstelle für Aids- und Sexualfragen publiziert haben.

Aids-Hilfe St. Gallen-Appenzell feiert Jubiläum mit Benefizabend
mannschaft.com (17.11.2025)

40 Jahre engagierte Aufklärungs- und Präventionsarbeit
toggenburg24.ch (13.11.2025)

Aids-Hilfe St.Gallen-Appenzell feiert 40 Jahre Aufklärungs- und Präventionsarbeit
stgallen24.ch (13.11.2025)

Abstimmen über gratis STI-Tests: Sexuelle Gesundheit kostet
Saiten (13.11.2025)

Abstimmung Stadt St.Gallen zur Initiative «Sex? Aber safe!»
SRF Schweiz aktuell (10.11.2025)

St.Galler Stadtrat lehnt die Initiative «Sex? Aber safe!» der Jungen Grünen ab
St.Galler Tagblatt (10.11.2025)

Stadtrat gegen Initiative «Sex? Aber safe!»
Gossauer Nachrichten (17.04.2025)

Stadtrat will keine Gratistests
St.Galler Tagblatt (16.04.2025)

Veranstaltung zum Transgender Day of Visibility
Saiten (31.03.2025)

«Woher weiss der Penis, in welches Loch er muss?» – Aufklärung im Schulzimmer
Saiten (10.02.2025)

Queere Menschen haben nach wie vor eine deutlich höhere Suizidrate als die Durchschnittsbevölkerung – der Thurgauer Adrian Knecht setzt auf mehr Aufklärung an Schulen
Thurgauer Zeitung (27.08.2024)

Junge Grüne St.Gallen wollen Gratis-Tests für Geschlechtskrankheiten – Expertin ordnet ein
FM1 Today (20.08.2024)

Pink Cross-Präsident Adrian Knecht nach Ralf Schumachers Coming-out: «Im Sport herrscht ein toxisches Männlichkeitsbild»
Schweizer Illustrierte (27.07.2024)

Digitale Lernplattform sexuelle Bildung nach Unterrichtskonzept Flipped Classroom (Vorprojekt)
Hochschule Luzern (HSLU) (01.07.2024)

Musical Rent – HIV war damals lebensbedrohlich
Queer Lake (23.05.2024)

Reden über HIV – auch am Theater St.Gallen
Die Ostschweiz (15.05.2024)

Pride Month 2023: Rückblick – Restrospective
prisma (28.01.2024)

Die Community macht Schule – Lehrplan Q in Aktion
MANNSCHAFT (21.01.2024)

Im Kampf gegen Chlamydien und Syphilis: St.Galler Regierung lehnt Gratistests für sexuell übertragbare Krankheiten ab
Tagblatt (08.11.2023)

Kennenlernen im Zeitraffer: Queeres Speedfriending im St.Gallen Libre
MANNSCHAFT (08.11.2023)

St. Gallen: Keine Gratis STI-Tests für Junge
Queer Lake (02.11.2023)

Inklusion ist, wenn es die «Bubble» nicht mehr braucht
Saiten (31.10.2023)

Podiumdiskussion für ein inklusives St.Gallen
Pride Month (30.10.2023)

St. Galler Regierung gegen Gratis-Test für Tripper & Co
toggenburg24.ch (29.10.2023)

Andreas Oberholzer über die Erfolgsgeschichte des Pride Month an der HSG
Universität St.Gallen (HSG) (17.10.2023)

Queeres Speedfriending
Pink Cross (04.10.2023)
St.Gallen-Bodensee Tourismus (04.10.2023)

Eintauchen in die queere Geschichte der Stadt
St.Galler Tagblatt (12.07.2023)

«Ideologisch», «moralisierend», «bevormundend»: Der Genderstern als böser Feind im Kreuzlinger Gemeinderat
Thurgauer Zeitung (12.05.2023)

«Gemeinsam unterwegs» – ein Elternbildungsmodul zum Umgang mit Vielfalt in Geschlechtsidentität
Kanton St.Gallen (30.03.2023)

Erste Pride Parade in St.Gallen – Mitveranstalter Andi Giger: «Ich möchte gefahrlos zum Bahnhof spazieren können – ohne oder mit Freund»
St.Galler Tagblatt (11.03.2023)

Geschlechterklischees überwinden
Pfarrei Forum (28.11.2022)

Diskussion um LGBTI-Label: Das sagen Betroffene und Verbände
St.Galler Tagblatt (25.11.2022)

Braucht die Stadt St.Gallen ein LGBTI-Label? Das sagen Betroffene und Verbände
Luzerner Zeitung (25.11.2022)

SEX DAYS: DAY 2 ORGASMS & STIS
Square HSG St.Gallen (04.10.2022)

«Chemsex – mehr als Sex unter Drogen»: Ein unerforschtes Phänomen im Gesundheitswesen
Swiss Medical Forum (22.06.2022)

Männlichkeit matters
Saiten (17.06.2022)

LGBTQIA+-Community: «Schulen müssen Aufklärungsarbeit leisten»
FM1 Today (15.06.2022)

Mächtig ohnmächtige Männer
MANNSCHAFT (15.06.2022)

Das musst du über den Pride Month wissen.
FM1 Today (03.06.2022)

Kern als Ratsschreiber gewählt
stgallen24.ch (06.05.2022)

Pink Cross Co-Präsident aus dem Thurgau​
Kreuzlinger Nachrichten (04.04.2022)

Fragen zur sexuellen Orientierung? Die Fachstelle für Aids- und Sexualfragen gibt anonym Auskunft.
St.Galler Tagblatt (24.03.2022)

«Von einem Idealzustand sind wir noch weit entfernt»
Die Ostschweiz (28.02.2022)

Frische Energie für die Zukunft
Pink Cross (24.02.2022)

«Ein grosser Schritt in die richtige Richtung»: Kanton St.Gallen will Beratungsnetz für queere Jugendliche ausbauen
St.Galler Tagblatt (28.01.2022)

St.Gallen möchte mehr Schutz für nicht heterosexuelle Menschen
Radio Liechtenstein (26.01.2022)

Kanton will LGBTIQ*-Beratung ausbauen
Saiten (26.01.2022)

Schikanen für queere Community beseitigen: Zwei Politisierende aus der Region setzen sich ein
Werdenberger und Obertoggenburger (19.01.2022)

Tabus brechen: Queers erzählen von Liebe, Outing und Hass
TVO (07.11.2021)

Living Library in St.Gallen
Queer Lake (07.11.2021)

«Für viele war es die erste Begegnung mit einem Bisexuellen»
Die Ostschweiz (05.11.2021)

Begegnungen mit queeren Menschen
stgallen24 (04.11.2021)

Klischees hinterfragen und Vorurteile abbauen: Queere Personen laden am Sonntag zum Tischgespräch ein
St.Galler Tagblatt Live-Ticker (04.11.2021, 16:05)

Living Library: Begegnungen mit queeren Menschen
Kanton St.Gallen (04.11.2021)

The winner takes it all! 25hours feiert “Ehe für alle” mit B.U.T.C.H.E.S. & F.A.G.S.
25hours Hotels Zürich (17.09.2021)

Eine Zeltstadt für Respekt und Frieden in St. Gallen
SRF (16.09.2021)

«Meine Mutter hatte das Gefühl, eine Tochter zu verlieren»: Ein 21-jähriger Transmann erzählt von seinem Coming-out und seiner Transition.
St.Galler Tagblatt (08.09.2021)

Eine filmische Begegnung mit trans Jugendlichen
Die Ostschweiz (02.09.2021)

Filmische Begegnung mit Transjugendlichen
stgallen24.ch (02.09.2021)

«Wir müssen unbedingt mehr Junge an die Urne bringen»
Saiten (27.01.2021)

Ein soziales pornografisches Netzwerk
Gastbeitrag in den Swiss Aids News (SAN: S. 16–18) (09.08.2021)

Homophobie: Wer hilft bei Hate Crimes?
rheintal24 (10.06.2021)

Hass gegen Schwule: Wer hilft bei Hate Crimes?
stgallen24 (10.06.2021)

Queere Stimme für den Thurgau – wer macht mit?
Queer Lake (20.05.2021)

Referendum eingereicht: Ehe für Alle kommt an die Urne
TVO (12.04.2021)

Kinderzimmer in Rosa und Hellblau? DAS ist Gender-Gaga!
MANNSCHAFT (10.04.2021)

Coming-out im Neckertal – eine Zeitreise
DISPLAY (01.04.2021)

Wenn das Aussen nicht mit dem Innen übereinstimmt
hallowil.ch (31.03.2021)

Gemeinsam für mehr Trans-Sichtbarkeit
stgallen24 (31.03.2021)

Gemeinsam für mehr Trans-Sichtbarkeit
linth24.ch (31.03.2021)

Trans Menschen zeigen sich
Queer-Lake.net (31.03.2021)

Am Mittwoch sollen Probleme von Transgender-Menschen sichtbar gemacht werden: Aufruf für mehr Toleranz und Akzeptanz
Grenchner Tagblatt (29.03.2021)

Vatikan: Kein Segen für homosexuelle Paare
TVO (16.03.2021)

Liebe dich wie deinen Nächsten – Selbstbefriedigung ist gesund!
MANNSCHAFT (26.02.2021)

«In der Coronakrise könnte die Arbeit rund um Aids zusammenbrechen»
FM 1 Today (01.12.2020)

HIV im Jahr 2020: Die Bevölkerung braucht dringend ein Update
MANNSCHAFT (01.12.2020)

«Living Library»: Regenbogenvielfalt in St.Gallen
MANNSCHAFT (10.10.2020)

HIV-Tests und Gespräche mit queeren Menschen
FM 1 Today (06.10.2020)

«Jeden Sonntag musste ich mich zurückverwandeln»
MANNSCHAFT (03.10.2020)

Die LGBTIQ Community hat viel erreicht, aber auch noch viel vor
MANNSCHAFT (21.09.2020)

Vertraut anders. Ein Porträt über eine polyamouröse Regenbogenfamilie aus der Ostschweiz:
MANNSCHAFT (13.07.2020)

Interview-Reihe zum Coming-out mit «Die Ostschweiz»:
Joel Müller (30.06.2020)

Predrag Jurisic (13.07.2020)

Pascal Rotach (19.07.2020)

Fritz Rufer (22.07.2020)

Coming-out: Es braucht mehr Vorbilder wie Curdin Orlik
MANNSCHAFT (13.03.2020)

So sieht der Sexualunterricht von heute aus
stgallen24.ch (04.03.2020)

«Let’s Talk About Sex» – Sexualaufklärung und Gleichstellung
Kanton St.Gallen (02.03.2020)

Aufklärung und Gleichstellung
linth24.ch (02.03.2020)

«Ein Ja am 9. Februar stärkt die Aufklärung an Schulen»
MANNSCHAFT (31.01.2020)

 

Aids-Hilfe St.Gallen / Appenzell sucht einen MSM-Mitarbeiter (80%)
Queer Lake (15.08.2019)

«Die Schweiz hinkt bei Transmenschen hinterher»
Radio FM1 (15.07.2019)

Otherside – die andere Seite der Queers
kanti live (29.03.2019)

HIV-Selbsttest aus der Apotheke – Fachleute mahnen: «Bezüger sollten mit dem Ergebnis nicht alleine gelassen werden»
St.Galler Tagblatt (22.02.2019)

«Frau Meier? In Ihrer Krankenakte steht aber Herr Meier!»
Swiss Aids News SAN (Juli 2018, S. 6–9)

AIDS: Was taugt der HIV-Test für zu Hause?
Der Beobachter (28.06.2018)

«Es ist wichtig, über Pornos zu reden»
FM1 Today (17.01.2018)

Akzeptanz von Homosexuellen – mehr Schein als Sein?
MANNSCHAFT (18.12.2017)

«Ich hatte lange Zeit Angst, dass mich die Frauen von der Bettkante stossen»
Saiten (30.11.2017)

Belastung statt Betreuung
VSAO Journal Nr. 4 (August 2017)

«Schwul sein ist keine Qualifikation»
Südostschweiz (27.05.2017)

Ein kritischer Rückblick auf die Podiumsdiskussion «Vielfalt im Alter» in St.Gallen
hab queer bern (21.05.2017)

Führungswechsel bei der Aidshilfe
Limmattaler Zeitung (13.05.2017)
Appenzeller Zeitung (13.05.2017)
Grenchner Tagblatt (13.05.2023)

Aids-Hilfe St.Gallen mit neuer Führung
Südostschweiz (12.05.2017)

«Natürlichkeit – das ist das A und O»
MANNSCHAFT (02.04.2017)

Sprechstunde Gendervarianz in St.Gallen
Queer Lake (14.03.2017)

OSTSCHWEIZ: Wenn man anders liebt
St.Galler Tagblatt (22.02.2017)

Ein kritischer Rückblick auf die Podiumsdiskussion «Vielfalt im Alter» in St.Gallen
hab queer bern (21.01.2017)

Vielfalt im Alter: wenig Wissen vorhanden
Queer Lake (16.01.2017)

Schwul und lesbisch: doch nicht so cool?
Queer Lake (20.12.2016)

Impressionen der 2. Aids Charity, St. Gallen
Queer Lake (02.12.2016)

Aids und HIV-Positiv auch in Liechtenstein ein Thema
Radio Liechtenstein (01.12.2016)

«Vergessen ist ansteckend»
Saiten (29.11.2016)

Bi üs im Thurgau gits das nöd …
Queer Lake (23.11.2016)

«Ich möchte als eine der unendlich vielen Varianten von Frausein akzeptiert werden»
Franziska Schutzbach/LOS-INFO 3/2016 (23.11.2016)

«Die Schweiz hinkt bei Transmenschen hinterher» (dreiteilige Serie «Gott und d Wält» zu Trans- und Intermenschen zum Nachhören)
Radio FM1 (22.11.2016)

1. Dezember: Aids-Charity in St.Gallen
Queer Lake (21.11.2016)

Bei Sack&Pack sich testen lassen
Queer Lake (04.11.2016)

«Sich testen lassen bringt’s»
Queer Lake (25.10.2016)

Auf zum gratis Syphilis-Test
Queer Lake (28.09.2016)

LGBTI und HIV+/aidskranke Menschen in Alters- und Pflegestrukturen
hab queer bern (24.09.2016)

Lesben, Schwule und Transsexuelle auf der Flucht
Saiten (19.09.2016)

«Wir wollen alle Gruppen erreichen – egal, ob lesbisch, schwul, bi oder trans»
Saiten (02.09.2016)

Queer Refugees – Auch rund um den Bodensee!
Queer Lake (31.08.2016)

Anonyme HIV-Tests im Mann-o-Mann
Queer Lake (24.08.2016)

«I just started to change my mind»
Queer Lake (09.08.2016)

Sex ohne Gummi? Geht das nun?
Queer Lake (03.08.2016)

Der Weg für Trans-Personen ist steinig
Queer Lake (19.07.2016)

Internalisierte Homophobie
Queer Lake (04.07.2106)

Beherzter Aufklärer und kritischer Antreiber
Zuger Zeitung (28.06.2016)
St.Galler Tagblatt (28.06.2016)
BZ Basler Zeitung (28.06.2016)

Kinder kriegen – klar doch!
magazin.hiv (17.06.2016)

«Kennt ihr euren Testosteronspiegel?»
Network Schweiz (01.06.2016)

IDAHOT EVENTS 2016: SWITZERLAND
may17.org (17.05.2016)

Gründe für Transphobie in der lesbischen Community
LOS Info Nr. 3 (Mai 2016)

Queering Psychotherapie: Geschlechtervarianz, Geschlechtsidentität und die Ideologie der Zweigeschlechtlichkeit
Arbeit erschienen in Psychotherapie-Wissenschaft Band 6 / Heft 2 (26.01.2016)
Ganzes Heft 2 hier als Download

 

Keine Erfassung antischwuler Gewalt
St.Galler Nachrichten (09.07.2015)

Der Wert der Vielfalt auch in der Sexualität
St.Galler Nachrichten (28.06.2015)

Der Wert der Vielfalt auch in der Sexualität
Herisauer Nachrichten (28.06.2015)

«Ein Präventionshaus für die Ostschweiz»
SRF (17.03.2015)

Sexualpädagogischer Leerplan
Saiten (27.01.2015)

 

Rastplatz-Sex bleibt gefährlich
Südostschweiz (19.06.2014)

Voll im Saft
Bistum St.Gallen (28.03.2014)

Im Einsatz für sexuelle Gesundheit
St.Galler Nachrichten (10.10.2013)

Schläpfer übergibt Amt an Baeriswyl
St.Galler Tagblatt (09.03.2013)
Nidwaldner Zeitung (09.03.2023)

 

«Aids nicht banalisieren»
Luzerner Zeitung (02.12.2012)

Detektivisch gegen HIV
Limmattaler Zeitung (27.10.2012)

«Rastlos-Mobil» gegen HIV
St.Galler Tagblatt (26.10.2012)

Zum Feierabendbier ein HIV-Test
Thurgauer Zeitung (18.10.2012)

Zweiter St. Galler Kreuzweg
Bistum St.Gallen (03.08.2012)

«Vorsichtiger als Heterosexuelle»
St.Galler Tagblatt (29.02.2012)

Sexualität im Leben der Kinder
Teufener Post (01.02.2012)

Aids
WOZ – Die Wochenzeitung (01.12.2011)

«Im Minimum en Gummi drum»
St.Galler Tagblatt (25.11.2011)

Lernen, wie Sexualität funktioniert
St.Galler Tagblatt (11.07.2011)

Schüler sprechen ungehemmt über Sex, Liebe und Aids
Südostschweiz (19.05.2011)

Wissenswertes zu Liebe und Erotik
St.Galler Tagblatt (08.02.2011)

Solidaritäts-Tisch für Aidskranke
St.Galler Tagblatt (15.11.2010)

Theater um Sex und Aids
St.Galler Tagblatt (24.08.2010)

Theater als Prävention
Appenzeller Zeitung (24.08.2010)

«Aids ist immer noch tödlich»
St.Galler Tagblatt (12.07.2010)

HIV und Aids auch am Kathi ein Thema
St.Galler Tagblatt (17.05.2010)

Sicher im Verkehr
St.Galler Tagblatt (07.05.2010)

SchutzFaktor6
St.Galler Tagblatt (07.05.2010)

Gabriela Jaegge
NZZ (02.12.2007)

Welt-Aids-Tag 2007 :«Work Place Policy» für Menschen mit HIV
RAOnline (01.11.2007)

Sauna, Sex and Piercing – und die «innocent bystander»
infekt.ch Blog (25.03.2007)

Aids-Präventionskampagne wird international
persoenlich.com (02.05.2006)

Mit Kondomdose und Selbstbewusstsein: Aids-Hilfen wenden sich an «Frauen unterwegs»
PRESSEPORTAL (21.10.2003)


Offizielle Bilder, Logos und Videos

Unsere Präventionsarbeit in Bildern finden Sie in unserem Bildarchiv. Alle unsere Videos befinden sich auf unserem YouTube-Kanal.

Falls Sie weitere Bilder, Videos oder Logos der Fachstelle für Aids- und Sexualfragen in Ihren Medienbeiträgen verwenden möchten, nehmen Sie mit uns Kontakt auf: info@ahsga.ch / 071 223 68 08.

Für weitere Auskünfte nehmen Sie mit uns Kontakt auf

Telefonzeiten

Montag
9–12 Uhr und 14–17 Uhr

Dienstag bis Donnerstag
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geschlossen

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Medienkontakt für Anfragen und Auskünfte

Adrian Knecht

Adrian Knecht

Geschäftsleitung

adrian.knecht@ahsga.ch

Beratung für Sexworker*innen

Sexwork: Beratung und Infos zu HIV, STI und Safer Sex

Die Fachstelle für Aids- und Sexualfragen informiert und berät mit ihrer Partnerorganisation MariaMagdalena:

  • Menschen, die im Sexgewerbe arbeiten
  • Menschen, die sexuelle Dienstleistungen in Anspruch nehmen
  • Menschen, die Erotik- und Sexlokale betreiben

Wir sprechen über HIV und sexuell übertragbare Infektionen (STI), Test- und Schutzstrategien sowie Safer Sex.

Angebote und Infos zur sexuellen Gesundheit


Beratung für Männer, die als Male Sexworker arbeiten

Bietest du als Mann sexuelle Dienstleistungen für Männer an – regelmässig oder gelegentlich? Dann ist es wichtig, deine sexuelle Gesundheit zu schützen und die Safer-Sex-Regeln zu kennen.

Wir beraten dich kostenlos und diskret zu HIV und anderen sexuell übertragbaren Infektionen (STI), Tests, Impfungen sowie zu gesundheitlichen Fragen rund um Sexwork.

Zur Beratung über E-Mail, Telefon oder Chat

Folge uns auch auf Instagram. Dort informieren wir regelmässig über HIV-/STI-Testaktionen in der Region. Weitere Informationen zu Sexwork in der Schweiz findest du bei MariaMagdalena.

  • Lass dich regelmässig auf HIV und STI testen – mindestens einmal pro Jahr, bei häufig wechselnden Partnern mindestens zweimal. 
  • Lass dich gegen Hepatitis A und B sowie HPV impfen. Die HPV-Impfung wird für Personen unter 27 Jahren von der Krankenkasse übernommen, Hepatitis B unabhängig vom Alter (jeweils abzüglich Franchise und Selbstbehalt). Hepatitis A zahlst du selbst; bei Kombiimpfungen wird der Hepatitis-B-Anteil übernommen. 
  • Suche bei Jucken, Brennen, Ausschlag, Bläschen oder anderen Veränderungen frühzeitig ärztliche Hilfe. 
  • Verzichte bei einer STI bis zur Ausheilung auf Sex und informiere deine Sexualpartner, damit sie sich testen und behandeln lassen können.

 

Nutze die regelmässigen HIV-/STI-Testangebote unserer Fachstelle. Ausserhalb unserer Testangebote bietet dir die anonyme Sprechstunde für sexuell übertragbare Krankheiten (STI) von HOCH Health Ostschweiz Tests und Beratungen an.


Maria Magdalena: Beratung für Personen im Sexgewerbe

Arbeitest du im Sexgewerbe und hast Fragen zur sexuellen Gesundheit? Oder hast du Fragen zu Sozialversicherungen, Krankenkasse, Steuern oder Saloneröffnung? Maria Magdalena bietet dir dazu anonyme und kostenlose Beratungen und Informationen.

Maria Magdalena …

  • setzt sich zum Ziel, die Gesundheit und Lebensqualität der Personen im Sexgewerbe zu optimieren. Und zwar durch die Förderung der Sozialkompetenz und den Zugang zu Angeboten im Gesundheits- und Sozialbereich sowie im Rechtssystem.  
  • führt Prävention und Gesundheitsförderung in den Angeboten des Sexgewerbes im Kanton St.Gallen mittels der aufsuchenden Sozialarbeit durch. 
  • vermittelt Informationen über HIV/Aids und weitere sexuell übertragbare Infektionen. 
  • ist Mitglied der Aids-Hilfe Schweiz und verantwortlich für die Umsetzung des nationalen Präventionsangebotes «Aidsprävention im Sexgewerbe » (APiS) im Kanton St.Gallen. 
  • unterstützt Einzelpersonen und Gruppen im Sexgewerbe durch Information, Beratung und Begleitung. 
  • bietet in der Beratung Informationen zum Gesundheits-, Sozial- und Rechtssystem in der Schweiz und zeigt Handlungsmöglichkeiten auf. Dabei werden die spezifischen Gegebenheiten des Sexgewerbes und insbesondere die migrationsspezifischen Aspekte berücksichtigt. Die Beratung und Begleitung von Personen im Sexgewerbe und/oder deren Umfeld ist als ein komplexer, integrativer und interdisziplinärer Prozess mit systemischem Verständnis und sozialarbeiterischen Handlungskompetenzen zu verstehen. 

Die Angebote sind anonym und kostenlos; die Mitarbeitenden stehen unter der beruflichen Schweigepflicht.

Quelle: Maria Magdalena

Kontakt

Maria Magdalena
Beratungsangebot für Personen im Sexgewerbe
Friedaustrasse 1
9000 St. Gallen

mariamagdalena.sg.ch
+41 058 229 21 67
info.mariamagdalena@sg.ch

Maria Magdalena in verschiedenen Sprachen

Möchtest du dich regelmässig und anonym auf HIV und STI testen lassen? Dann wende dich an die anonyme Sprechstunde bei der Infektiologie von HOCH Health Ostschweiz.


Beratung für Personen, die sexuelle Dienstleistungen in Anspruch nehmen

 

Nimmst du sexuelle Dienstleistungen in Anspruch? Dann lohnt es sich, deine sexuelle Gesundheit im Blick zu behalten. So kannst du dich und andere vor HIV und anderen sexuell übertragbaren Infektionen (STI) schützen. 

  • Handle respektvoll und fair gegenüber Sexarbeitenden. 

 

Ein HIV-Risiko besteht bei: 

  • ungeschütztem Anal- und Vaginalverkehr 
  • gemeinsam benutztem Drogenkonsummaterial 
  • Gemeinsame Benutzung von Sextoys ohne Kondom 

Kein HIV-Risiko besteht durch: 

  • Küssen  
  • Oralsex 
  • Gegenseitiges Befriedigen mit der Hand oder mit Fingern 
  • Schweiss, Speichel oder Tränen 

Kondome schützen zuverlässig vor HIV, jedoch nicht vor allen anderen STI wie Syphilis (Lues), Chlamydien oder Tripper (Gonorrhö). Diese können auch beim Küssen, Fingern oder Oralsex übertragen werden. 

Maria Magdalena unterstützt Menschen, die sexuelle Dienstleistungen in Anspruch nehmen. Das Angebot hilft dabei, HIV und STI vorzubeugen und einen verantwortungsvollen Umgang mit Sexarbeit zu fördern. 

Die Beratung kann unter anderem helfen bei: 

  • Fragen zu Safer Sex sowie HIV und STI 
  • emotionalen Belastungen oder Konflikten 
  • finanziellen Problemen durch häufige Besuche 
  • regelmässigem oder zwanghaftem Konsum sexueller Dienstleistungen 

 

Kontakt

Maria Magdalena
Beratungsangebot für Personen, die sexuelle Dienstleistungen in Anspruch nehmen
Friedaustrasse 1
9000 St. Gallen

mariamagdalena.sg.ch
+41 058 229 21 67
info.mariamagdalena@sg.ch

 

Möchtest du dich regelmässig und anonym auf HIV und STI testen lassen? Dann wende dich an die anonyme Sprechstunde bei der Infektiologie von HOCH Health Ostschweiz.


Beratung und Information für Betreiber*innen von Erotik- und Sexlokalen

Wenn du ein Erotik- oder Sexlokal betreibst, kannst du einen grossen Beitrag an die Gesundheit von Sexarbeiter*innen sowie deren Kundschaft leisten.

Maria Magdalena unterstützt dich gerne mit:

  • Beratung und Informationen vor Ort
  • Vermittlung weiterer Fachstellen bei gesundheitlichen, rechtlichen oder sozialen Fragen

 

Kontakt

Maria Magdalena
Beratungsangebot für Personen im Sexgewerbe
Friedaustrasse 1
9000 St. Gallen

mariamagdalena.sg.ch
+41 058 229 21 67
info.mariamagdalena@sg.ch

HIV/STI, Sexualität und Rechte: Infos und Beratung für Migrant*innen

Die Fachstelle für Aids- und Sexualfragen informiert und berät Menschen mit MigrationshintergrundWir sprechen über HIV/STI, Sexualität, Beziehungen, Schwangerschaft und Gesetze zu Sexualität und Pornografie in der Schweiz. 

Angebote und Infos für Migrant*innen

 

Hier findest du verständliche Informationen zu deinem Körper, zu deiner Sexualität und zu deiner sexuellen Gesundheit. Zudem erfährst du mehr über Familienplanung und Schwangerschaft, Beziehungen sowie Rechte und Gesetze. 

Für weitere Informationen empfehlen wir die Plattform «Zanzu». Sie bietet leicht verständliche Inhalte in mehreren Sprachen – mit Bildern sowie Texten zum Lesen und Anhören. 

Ebenfalls hilfreich ist die Broschüre «Klipp und klar» der Stadt Zürich. Sie erklärt das Thema sexuelle Gesundheit in leichter Sprache und richtet sich an Menschen ab 16 Jahren. 

 


Gesundheits-TISCHE für Migrant*innen

Gesundheits-TISCHE ist ein Angebot der Fachstelle für Aids- und Sexualfragen mit moderierten Gesprächsrunden zur sexuellen Gesundheit. Es richtet sich an Frauen und Männer aus Ländern wie Eritrea, Somalia und Ukraine. 

Gesundheits-TISCHE ist ein Präventions- und Gesundheitsförderungsprogramm in verschiedenen Sprachen. Es basiert auf dem bewährten Programm «Femmes-Tische» und wird seit vielen Jahren in der Schweiz und weiteren Ländern erfolgreich umgesetzt.

In kleinen Gesprächsgruppen sprechen die Teilnehmenden über Themen wie:  

  • HIV und andere sexuell übertragbare Infektionen (STI) 
  • sexuelle Gesundheit 
  • Homosexualität 
  • Diskriminierung  
  • weibliche Genitalverstümmelung

Die Treffen finden in einem geschützten Rahmen statt – privat oder in einer Institution. Geschulte Moderator*innen leiten die Gespräche. Gemeinsam tauschen sich die Teilnehmenden über Gesundheit, Familie und das Leben in der Schweiz aus. 

Bist du interessiert? Dann ruf uns an oder schreib uns: 071 223 68 08 | info@ahsga.ch

Weitere Treffpunkte und Angebote der Caritas Schweiz 


Schutz vor HIV und STI

Bei ungeschütztem Anal- oder Vaginalsex lassen sich HIV und andere sexuell übertragbare Infektionen (STI) übertragen. Welche Schutzmöglichkeiten es gibt und wo du dich testen lassen kannst, erfährst du in den folgenden Abschnitten.

Vor HIV schützt du dich am besten mit einem Kondom beim Anal- oder Vaginalsex. Verwende auch ein Kondom, wenn du Sexspielzeuge (Sextoys) mit anderen Personen teilst. 

Kondome senken zudem das Risiko, sich beim Anal- oder Vaginalsex mit anderen sexuell übertragbaren Infektionen (STI) anzustecken. Einen vollständigen Schutz bieten sie jedoch nicht. Denn einige STI können auch auf anderen Wegen übertragen werden: 

  • beim Oralsex 
  • beim Küssen 
  • durch direkten Hautkontakt, zum Beispiel mit Herpesbläschen, Geschwüren bei Syphilis, Genitalwarzen oder Hautveränderungen bei Mpox

Gegen einige STI gibt es Impfungen, die wir dir empfehlen:

  • Hepatitis A
  • Hepatitis B
  • HPV (Humane Papillomaviren)

Die HPV-Impfung wird für Personen unter 27 Jahren von der Krankenkasse übernommen, Hepatitis B unabhängig vom Alter (jeweils abzüglich Franchise und Selbstbehalt). Hepatitis A zahlst du selbst; bei Kombiimpfungen wird der Hepatitis-B-Anteil übernommen. 

Möchtest du dich auf HIV oder andere STI testen lassen? Oder möchtest du dich beraten oder impfen lassen? 

Gemeinsam mit der Infektiologie von HOCH Health Ostschweiz bieten wir dir eine unkomplizierte Anlaufstelle. Du kannst dich anonym testen lassen und direkt einen Termin vereinbaren. 

Sprechstunde für sexuell übertragbare Krankheiten (STI) von HOCH Health Ostschweiz: 

Kantonsspital St.Gallen, Haus 20, 2. Stock
Tel +41 71 494 10 28
E-Mail infektiologie@h-och.ch  

Montag bis Freitag
8–12 und 14–17 Uhr
Online Termin vereinbaren

Offene Sprechstunde ohne Termin:
Freitag, 14:30–16:00 Uhr 

Folgende Tests stehen zur Verfügung – einzeln oder als kombinierter HIV-/STI-Test: 

  • HIV-Test (Blutprobe) 
  • Syphilis-Test (Blutprobe) 
  • Chlamydien-Test (Abstrich im Mund-, Genital- und/oder Analbereich) 
  • Tripper-Test (Abstrich im Mund-, Genital- und/oder Analbereich) 

Körper und Körperhygiene

Jeder Körper ist einzigartig. Dein Körper gehört nur dir. Wie du gut und achtsam mit deinem Körper umgehst, erfährst du in den folgenden Abschnitten.

Frauen unterscheiden sich zum Beispiel in ihrer Grösse, ihrer Körperform, ihrem Gewicht oder ihrer Hautfarbe. Auch Brüste, Vulva sowie die Körper- und Schambehaarung sehen bei jeder Frau anders aus. 

Manche Frauen rasieren ihren Intimbereich, andere nicht. Beides ist normal und hat keinen Einfluss auf die Körperhygiene. Ob du dich rasierst, entscheidest du selbst. 

Hier findest du weitere Informationen zum Körper der Frau: 

Männer unterscheiden sich in ihrer Grösse, ihrer Körperform, ihrem Gewicht oder ihrer Hautfarbe. Penis sowie Körper- und Schambehaarung sehen bei jedem Mann anders aus. 

Manche Männer rasieren ihren Körper oder den Intimbereich, andere nicht. Beides ist normal und hat keinen Einfluss auf die Körperhygiene. Ob du dich rasierst, entscheidest du selbst. 

Hier findest du weitere Informationen zum Körper des Mannes: 


Sexualität und ihre vielfältigen Formen

Sex bedeutet für jeden Menschen etwas anderes. Sexualität ist vielfältig und persönlich. Sie kann Freude, Nähe, Vertrauen und Intimität schenken. Viele Menschen geniessen dabei Berührungen, Gefühle und gemeinsame Erlebnisse. 

Menschen haben aus unterschiedlichen Gründen Sex. Zum Beispiel, um: 

  • sexuelle Lust zu erleben – allein oder mit einer anderen Person 
  • Liebe und Nähe auszudrücken 
  • sich zu entspannen 
  • sich einen Kinderwunsch zu erfüllen 

So vielfältig die Gründe sind, aus denen Menschen Sex haben, so vielfältig sind auch die Formen von Sexualität. Dazu gehören zum Beispiel: 

  • Selbstbefriedigung = Sex mit sich selbst 
  • Küssen und Streicheln 
  • Oralsex 
  • Vaginal- oder Analsex 
  • Sex zwischen Menschen, egal welches Geschlecht sie haben 
  • weitere Sexualpraktiken 

Wichtig ist: Sex soll immer freiwillig sein. Alle beteiligten Personen müssen damit einverstanden sein. Lass dich nicht zu Sex drängen. Entscheide selbst, was sich für dich richtig anfühlt. Respektiere auch die Grenzen anderer Menschen. 

Ebenso wichtig sind Verhütung und Schutz. Ohne Verhütung kann es zu einer ungewollten Schwangerschaft kommen. Zudem können beim Sex HIV und andere sexuell übertragbare Infektionen (STI) übertragen werden. Wie du dich schützen kannst, erfährst du im Kapitel Schutz vor HIV und STI.


Rechtslage zu Sexualität und Pornografie

Was ist in der Schweiz erlaubt, was verboten? Hier findest du die wichtigsten Informationen zur Rechtslage zu Sexualität und Pornografie.

In der Schweiz ist Folgendes erlaubt: 

  • Sex ab 16 Jahren (Schutzalter) 
  • Sex zwischen Jugendlichen unter 16 Jahren, wenn beide urteilsfähig sind, ihre Rechte geschützt werden und der Altersunterschied höchstens drei Jahre beträgt 
  • Sex zwischen Menschen unterschiedlichen oder gleichen Geschlechts 
  • Freiwillige Sexarbeit (Prostitution) ab 18 Jahren 
  • Freiwilliges Mitwirken in pornografischen Fotos, Filmen oder anderen sexuellen Darstellungen ab 18 Jahren 
  • Ab 16 Jahren: legale Pornografie ansehen, besitzen und weitergeben* 

* Legale Pornografie zeigt nur Personen ab 18 Jahren, die freiwillig mitwirken. 

Folgendes ist verboten und strafbar: 

* Wichtig: Vielen Jugendlichen ist nicht bewusst, dass auch selbst erstellte Nackt- oder Sexbilder strafbar sein können. Das gilt zum Beispiel, wenn Bilder oder Videos von Personen unter 18 Jahren aufgenommen, verschickt, gespeichert oder weitergegeben werden. Solche Inhalte gelten grundsätzlich als illegale Pornografie. Es gibt Ausnahmen. Diese sind im Strafgesetzbuch (Art. 197 Abs. 8 und 8bis) geregelt. 

Mehr über Pornografie und die rechtliche Situation in der Schweiz erfahren


Beziehungen und Gefühle

Beziehungen und Gefühle sind so vielfältig wie die Menschen selbst. Deshalb leben Menschen ihre Beziehungen unterschiedlich. Wichtig dabei: Jede Beziehungsform beruht auf gegenseitigem Einverständnis.

Menschen leben ihre Beziehungen unterschiedlich. Zum Beispiel:

  • in einer festen Partnerschaft – mit oder ohne Heirat 
  • mit oder ohne Kinder 
  • zusammen oder getrennt 
  • ohne feste Beziehung 
  • mit gelegentlichen Sexualpartner*innen  
  • mit einer Person, egal welches Geschlecht sie hat 
  • mit mehreren Partner*innen, wenn alle damit einverstanden sind 

Mehr über verschiedene Beziehungsformen 

In der Schweiz entscheidest du selbst, 

  • mit wem du eine Beziehung führst, 
  • mit wem du Sex hast, 
  • und wen du heiraten möchtest. 

Niemand darf dich dazu zwingen. Das gilt auch für Eltern, Geschwister oder andere Familienmitglieder. 

Niemand darf dich zwingen, 

  • zu heiraten, 
  • eine Beziehung zu führen, 
  • oder Sex zu haben. 

Wer dich dazu zwingt, macht sich strafbar. 

Wenn du bedroht oder gezwungen wirst, hole dir Hilfe. Ruf im Notfall die Polizei (112) an. Auch diese Beratungsstellen unterstützen dich dabei: 

In einer guten Beziehung sprechen beide Menschen offen miteinander. Sprich über deine Gedanken, Gefühle, Wünsche und Grenzen. Offene Gespräche schaffen Vertrauen und helfen, Missverständnisse zu vermeiden. 

Tipps für gute Gespräche in der Beziehung

Nicht jede Beziehung verläuft ohne Schwierigkeiten. Manchmal gibt es Probleme beim Sex, Streit oder Gewalt. 

Du musst damit nicht allein bleiben. Fachpersonen beraten dich vertraulich. Sie unterstehen der Schweigepflicht. 

Je nach Situation helfen dir verschiedene Fachpersonen und Fachstellen: 

In der Schweiz sind alle Menschen gleichberechtigt. Niemand darf wegen des Geschlechts oder der sexuellen Orientierung benachteiligt werden. 

Das gilt zum Beispiel für: 

  • heterosexuelle Menschen 
  • lesbische und schwule Menschen 
  • bisexuelle Menschen 
  • trans Menschen 
  • intergeschlechtliche Menschen 
  • queere Menschen 
  • asexuelle Menschen 

Du entscheidest selbst, ob du anderen von deiner sexuellen Orientierung oder deiner Geschlechtsidentität erzählen möchtest. 

Wenn du wegen deiner sexuellen Orientierung oder Geschlechtsidentität bedroht oder diskriminiert wirst, bekommst du Unterstützung bei der LGBT-Helpline. 

Manche Familien oder Gemeinschaften stellen bestimmte Regeln auf. Zum Beispiel: 

  • kein Sex vor der Ehe 
  • nur Beziehungen zwischen Frau und Mann 
  • Heirat mit einer von der Familie ausgewählten Person 

Wer diese Regeln nicht befolgt, wird manchmal bedroht oder mit Gewalt bestraft. Das nennt man ehrbezogene Gewalt. 

Ehrbezogene Gewalt ist in der Schweiz verboten.  

Dazu zählen: 

  • Kontrolle und Überwachung von Mädchen und Frauen seitens der Familienmitglieder bezüglich Kleidung, Sport und Kontakt zu Menschen ausserhalb der Familie 
  • Zwangsheirat 
  • Psychische Gewalt in Form von Drohungen, Beleidigungen oder durch Verachtung 
  • Körperliche Bestrafung durch Schläge und Tritte 
  • Anstiftung zum Selbstmord oder Mord 
  • Häusliche Gewalt und Unterdrückung in der Ehe oder Partnerschaft 

In der Schweiz darfst du: 

  • Sex und/oder Beziehungen vor der Ehe/Heirat haben 
  • Schwangerschaften abbrechen 
  • dich scheiden lassen 
  • gleichgeschlechtlichen Sex und/oder gleichgeschlechtliche Beziehungen haben (Homo- und Bisexualität ist erlaubt) 
  • Kleidung, Frisuren und Köperschmuck wie Piercings und Tattoos tragen, die dir gefallen 

Bei ehrbezogener Gewalt helfen dir diese Fachstellen: 

Vergewaltigungen sind in der Schweiz gesetzlich verboten. Sie sind keine Ehrverletzung: Denn das Opfer hat sich nichts zuschulden kommen lassen und damit niemanden entehrt. Die Schuld liegt allein bei den Tatpersonen, die dafür strafrechtlich verfolgt werden. 

Ebenfalls verboten ist die Zwangsverheiratung – sowohl bei minder- als auch bei volljährigen Personen: In der Schweiz dürfen ausschliesslich Personen ab 18 Jahren heiraten und das nur, wenn sie dies selbst bestimmen. Personen dürfen sich in der Schweiz gegen eine arrangierte Ehe wehren. Du darfst somit die Person ablehnen, die dir die Familie als Ehepartner*in vorschlägt.  

Wenn eines oder mehrere Familienmitglieder eine Zwangsheirat dennoch durchsetzen, droht diesen Personen eine Gefängnisstrafe bis zu fünf Jahren. Zudem wird eine solche Ehe sofort annulliert, auch wenn sie im Heimatland erfolgt ist. 

Wurdest du oder wirst du gezwungen, eine Zwangsheirat einzugehen, und suchst nun Hilfe, um dem zu entkommen?

Bei der Fachstelle Zwangsheirat findest du eine Helpline sowie eine vertrauliche Beratungsmöglichkeit:
0800 800 007 / www.zwangsheirat.ch

Weitere Informationen zu rechtlichen Fragen in Bezug auf die Zwangsheirat findest du in diesem Dossier.


Familienplanung und Schwangerschaft

Möchtest du eine Familie gründen? Hast du Fragen zu einer Schwangerschaft, zur Geburt oder zur Verhütung? Oder möchtest du dich über einen Schwangerschaftsabbruch informieren? 

Ein Schwangerschaftsabbruch in der Schweiz ist in den ersten 12 Wochen der Schwangerschaft gesetzlich erlaubt.

Die Gründe für einen Schwangerschaftsabbruch sind persönlich wie zum Beispiel: 

  • eine Frau ist ungewollt schwanger geworden 
  • durch das Austragen der Schwangerschaft ist das Leben der Mutter bedroht 

Weitere Informationen zum Schwangerschaftsabbruch findest du hier: 

Beratungsstelle für die LGBTIQA+-Community

Lesbisch, schwul, bi, trans*, inter*, queer, asexuell …? Bei uns findest du Beratung und Informationen zu LGBTIQA+-Themen.

Wir hören dir zu und informieren dich. Wir beraten dich persönlich, vertraulich und respektvoll. Themen sind sexuelle Gesundheit und Leben in der Community.

Uns ist eine Haltung wichtig, die Vielfalt zeigt. Deshalb setzen wir uns ein für mehr Akzeptanz: am Arbeitsplatz, in Schulen, in Familien, in Kirchen. Wir wollen mehr Sichtbarkeit und Gleichstellung in Gesellschaft und Politik. Und wir wollen deine Lebensqualität stärken – mit guter, ganzheitlicher Gesundheit.

Sexuelle Gesundheit

Beratung und Informationen für die LGBTIQA+-Community


LGBTIQA+: Beratung zum Coming-out

Du fragst dich, ob du lesbisch, bisexuell, schwul, asexuell, pansexuell oder queer bist? Hast du Fragen zu deiner Geschlechtsidentität? Oder möchtest du dich outen und weisst noch nicht, wie?

Auf unserer Fachstelle sind Menschen aller sexuellen Orientierungen und Geschlechtsidentitäten willkommen. Dazu gehören auch queere, trans, gendervariante und gendernonkonforme Menschen sowie alle, die sich nicht oder nur teilweise mit dem bei der Geburt zugewiesenen Geschlecht identifizieren.

Unser Team ist mit queer- und transfreundlichen Fachpersonen und Endokrinolog*innen vernetzt. Bei Bedarf vermitteln wir geeignete Fachstellen und Fachpersonen.

Darüber hinaus arbeiten wir mit anderen Fachstellen aus der Region zusammen – zum Beispiel in diesen Bereichen:

Wir beraten auch Angehörige, Freund*innen und andere Bezugspersonen, die einen Menschen beim Coming-out begleiten und unterstützen möchten.

Du erreichst uns wie folgt:

Beratung über E-Mail, Telefon oder Chat

Telefonzeiten
Montag
9–12 Uhr und 14–17 Uhr

Dienstag bis Donnerstag
9–12 Uhr

Freitag 
geschlossen

info@ahsga.ch 071 223 68 08WhatsApp

Barrierefreiheit
Die Fachstelle für Aids- und Sexualfragen (AHSGA) ist nicht barrierefrei zugänglich. Gerne bieten wir dir individuelle Alternativen an – nimm einfach Kontakt mit uns auf: info@ahsga.ch 071 223 68 08. Gemeinsam finden wir eine für dich passende Lösung.

Hinweis zur WhatsApp-Beratung
WhatsApp ist keine sichere Verbindung. Übermittle in der WhatsApp-Beratung deshalb keine Angaben zu deiner Person wie Namen, Alter, Adresse, Wohnort, Geburtsdatum etc., sondern nur dein Pronomen. Nach einer WhatsApp-Beratung löscht die jeweils beratende Fachperson den gesamten Chatverlauf. Falls du eine Beratung über eine sichere Verbindung wünschst, darfst du uns während der Bürozeiten gerne unter 071 223 68 08 anrufen oder eine E-Mail senden.

Bei Diskriminierung sowie homo- und transfeindlicher Gewalt
In Fällen von Diskriminierungen sowie homo- und transfeindlicher Gewalt – unabhängig vom Kontext – wende dich an die LGBTIQ-Helpline: 0800 133 133hello@lgbtiq-helpline.ch.


Queeres Leben: Beratungsstellen, Events, Organisationen, Literatur und Filme

Hier findest du weitere Informationen zu «Safer Sex», «HIV-/STI-Testing» sowie «Sex und Drogen». Ausserdem haben wir Veranstaltungen, Organisationen und Möglichkeiten zur Vernetzung innerhalb der Community für dich zusammengestellt.

Allgemeine Informationen zu Safer Sex, HIV-/STI-Testing und Safer Drug Use

 

Sexuelle Gesundheit für Männer, die Sex mit Männern haben (MSM)

 

Sexuelle Gesundheit für Lesben, Bisexuelle und Queers mit Vulva

 

Beratungsstellen und Informationen zu geschlechtlicher Vielfalt

  • Dawson, J. (2015). How tob e gay. Alles über Coming-out, Sex, Gender und Liebe. Frankfurt: Fischer.
  • Diverse Autor*innen (2020). QUEER SEX – whatever the fuck you want!
  • Downs, A. (2012). The Velvet Rage: Overcoming the Pain of Growing Up Gay in a Straight Man’s World (Englisch). USA, Little, Brown and Company.
  • Mildenberger, F. (2014). Was ist Homosexualität? Forschungsgeschichte, gesellschaftliche Entwicklungen und Perspektiven. Hamburg: Männerschwarm Verlag.
  • Pommerenke, S. (2008). Küsse in Pink. Das lesbische Coming-Out-Buch. Berlin: Krug & Schadenberg.
  • Rauchfleisch, U. (2012). Mein Kind liebt anders. Ein Ratgeber für Eltern homosexueller Kinder. Ostfildern: Patmos.
  • Thorens-Gaud, E. (2012). Lesbische und schwule Jugendliche. Ratschläge für Lehrpersonen. Hilfe für Eltern. Zug, Klett & Balmer.
  • Voss, H.J. (2013). Biologie & Homosexualität. Theorie und Anwendung im gesellschaftlichen Kontext. Münster: Unrast.
  • Aimée & Jaguar (D, 2008)
  • Blau ist eine warme Farbe (La vie d’adèle) (F, 2013)
  • Call me by your name (USA, 2017)
  • Carol (USA, 2015)
  • Der Kreis (CH, 2014)
  • Die verborgene Welt (SA, 2008)
  • Freeheld (USA, 2015)
  • Jongens (NL, 2015)
  • Love, Simon (USA, 2018)
  • Milk (USA, 2008)
  • Mario (CH, 2018)
  • Prayers for Bobby (USA, 2008)
  • Pride (GB, 2014)
  • Women love Women (USA, 2000)

LGBTIQA+: Definition, Geschichte und Hilfe bei Diskriminierung

Die Vielfalt an sexuellen Orientierungen und Geschlechtsidentitäten ist grösser als generell angenommen. Diese Vielfalt wird mit Kürzeln wie «LGBT», «LGBTI» oder «LGBTIQA+» beschrieben.

LGBT ist eine aus dem englischen Sprachraum kommende Abkürzung. Sie steht für Lesbian, Gay, Bisexual und Transgender – also Lesben, Schwule, Bisexuelle und Transgender. Es geht also einerseits um die sexuelle Orientierung (LGB), anderseits um die Geschlechtsidentität (T).

Heute wird der Term häufig durch IQA+ erweitert, was für «inter», «queer» und «asexual» steht. Durch das Plus sind alle geschlechtlichen Identitäten und sexuellen Orientierungen inkludiert.

Bei Transgender und auch Intergeschlechtlichkeit handelt es sich um eine Frage der Geschlechtsidentität und nicht um eine sexuelle Orientierung.

Trans und intergeschlechtliche Menschen können sowohl eine heterosexuelle als auch eine bi- oder homosexuelle Orientierung haben.

In jüngerer Zeit wird auch das aus dem englischen Sprachraum stammende «queer» (dt. «seltsam» oder «sonderbar») als positives Synonym für LGBTIQA+ verwendet.

Bis nach dem Zweiten Weltkrieg diente der Begriff «Drittes Geschlecht» als Sammelbegriff für Menschen, die von heteronormativen Regeln abweichen. Beginnend mit Magnus Hirschfeld und vor allem ab Ende der 1940er Jahre unterschied die Wissenschaft immer mehr zwischen Homosexualität und Transidentität. Der Begriff «Drittes Geschlecht» verschwand somit wieder.

Besonders seit Stonewall* verwenden progressivere Kreise die ursprünglich negativ gemeinten Begriffe gay oder schwul mit verstärktem Selbstbewusstsein.

*Stonewall, auch Stonewall-Aufstand oder Stonewall-Unruhen genannt, waren gewalttätige Auseinandersetzungen zwischen der Polizei und schwulen, lesbischen sowie trans Menschen in New York im Jahr 1969.

«Die Strategie ‹Gesundheit2020› des Bundesrates hält fest, dass grundsätzlich alle Bevölkerungsgruppen die gleichen Chancen auf ein gesundes Leben und auf eine optimale Lebenserwartung haben sollen (EDI, 2013). Welche Menschen sind gemeint? Menschen sind im Verlauf ihrer Kindheit und Jugend durch Stigmatisierung ihrer Geschlechtsidentität beziehungsweise sexuellen Orientierung von gewissen Suchterkrankungen, Depressionen und Suizidversuchen deutlich mehr betroffen als gleichaltrige heterosexuelle cis Menschen.» (Gesundheitsförderung Schweiz, Faktenblatt 19).

Die Fachstelle für Aids- und Sexualfragen setzt sich deshalb dafür ein, geschlechtliche und sexuelle Minderheiten und die damit verbundene Vielfalt in der Öffentlichkeit sichtbarer zu machen. Durch diese Sensibilisierung der Gesellschaft sollen Menschen aus der LGBTIQA+-Community mehr Akzeptanz erfahren.

Der Ausdruck «Diskriminierung» beziehungsweise «Diskriminieren» stammt vom lateinischen Verb «discriminare» ab und steht für «trennen», «Unterscheidungen treffen», «aussondern».

Soziale Diskriminierung umfasst die Benachteiligung von Menschen aufgrund gruppenspezifischer Merkmale wie:

  • ethnische und/oder nationale Herkunft
  • Hautfarbe und/oder Sprache
  • politische und/oder religiöse Überzeugungen
  • sexuelle Orientierung und/oder Geschlecht
  • Alter
  • Behinderung

Die Basis jeder sozialen Diskriminierung bildet das Konstruieren von Unterschieden: Eine gesellschaftliche Mehrheit definiert, wie ein Mensch zu sein hat und legt damit die gesellschaftliche Norm fest – zum Beispiel «weiss, männlich, heterosexuell, christlich etc.». Gruppen, die nicht den dominanten Normen entsprechen, werden somit diskriminiert.

Es wird unterschieden zwischen rechtlicher Diskriminierung (de jure) und tatsächlicher, alltäglicher Diskriminierung (de fakto). Die rechtliche Diskriminierung beschreibt die Ungleichbehandlung durch den Staat aufgrund von geltenden Gesetzen.

Abseits der Ungleichstellung vor dem Gesetz führen gesellschaftliche Zustände zur Stigmatisierung und Diskriminierung von LGBTIQA+-Menschen. Insbesondere diese im Alltag erlebte Diskriminierung kann emotional belastend sein. LGBTIQA+-Menschen sind dieser Situation nicht durch bestimmte Handlungen ausgesetzt, sondern bereits durch das blosse Bestehen ihrer Persönlichkeit.

Erlebte Diskriminierung in Form von Ablehnung, Anfeindung, Mobbing, Bedrohung und Gewalt sind Risikofaktoren für die psychische Gesundheit von LGBTIQA+-Menschen.

Diskriminierungen von LGBITQA+-Personen können unterschiedliche Folgen für die gesamte Gesundheit nach sich ziehen:

  • Verunsicherung und Ängste
  • Scham- und Minderwertigkeitsgefühle
  • Depressionen und Schlafstörungen
  • Erhöhung der Sucht- und Suizidgefahr

Massive körperliche Übergriffe wie eine Vergewaltigung oder eine schwerwiegende Prügelattacke können neben schweren körperlichen Verletzungen auch Traumata und Todesängste auslösen. Oftmals führt dies zu langjährigen Trauma-Behandlungen. Auch andauernde psychische Ausgrenzung und Gewalt über einen längeren Zeitraum können Angstzustände und Depressionen auslösen.

Bei einem körperlichen Übergriff ist es wichtig, Hilfe zu holen und Hilfe anzunehmen:

Weitere Anlaufstellen bei körperlicher, psychischer oder sexualisierter Gewalt findest du auf unserer Notfall-Seite.

Alles zum Safer Sex: Mach den Safer-Sex-Check!

Alles zu Safer Sex

Sex ist eine der schönsten Begegnungs- und Kommunikationsformen zwischen Menschen. Und weil wir Menschen so unterschiedlich sind, gibt es auch unterschiedliche Spielarten der Sexualität und somit auch unterschiedliche Schutzmöglichkeiten.

Wichtig dabei: Mach nur das, was du auch möchtest. Respektiere die Bedürfnisse und Grenzen deiner Sexualpartner*innen: Erlaubt ist, was gefällt – solange alle Beteiligten ausdrücklich einverstanden sind und keine rechtlichen Grenzen überschreiten. Und informiere dich über sexuell übertragbare Infektionen (STI; sexually transmitted infections): Im Safer-Sex-Check erfährst du in wenigen Minuten, was der passende Schutz für dich ist!

 

Alles zum Safer Sex: Mach den Safer-Sex-Check!
Mach den Safer-Sex-Check und lerne deine individuelle Schutzstrategie kennen!

Safer Sex: Was möchtest du genau wissen?

Wer Sex hat, kann sich mit HIV oder einer anderen sexuell übertragbaren Infektion (STI) anstecken. Auslöser solcher STI sind verschiedene Bakterien, Viren, Pilze und Parasiten.

STI können mit oder ohne Symptome verlaufen. Ausserdem schützen Kondome nur zuverlässig vor HIV, nicht jedoch vor anderen STI. Diese lassen sich auch über Küssen, Oralsex, Petting, Fingern etc. übertragen.

Darum bietet dir nur ein HIV-/STI-Test Klarheit über eine vorliegende STI. Bei Veränderungen oder Schmerzen im Anal- und Genitalbereich besuche eine ärztliche Fachperson deines Vertrauens. Die meisten STI sind heilbar oder gut behandelbar.

Zu den häufigen STI zählen:

(für Symptome, Übertragungswege, Behandlung und Schutz auf jeweiligen Link klicken)

Beim Testen der STI ist es wichtig, den korrekten Test zu verwenden. Die richtigen STI-Testmethoden findest du auf dieser Seite. Lass dich von spezialisierten Fachpersonen beraten, zum Beispiel in der STI-Sprechstunde des Kantonsspitals St.Gallen.

Hier findest du weitere Test- und Beratungsstellen.

Je nach Situation sind die Risiken für eine HIV- oder STI-Infektion unterschiedlich. Die drei wichtigsten Risikofaktoren sind:

  • wechselnde sexuelle Kontakte
  • Sex mit Personen aus Gruppen, in denen HIV und andere STI überdurchschnittlich verbreitet sind
  • bestimmte sexuelle Praktiken

Ausführliche Informationen zu den einzelnen Risikofaktoren erfährst du hier.

Du kannst dich vor HIV- und STI-Risiken mit Impfungen, Tests und weiteren Schutzmöglichkeiten schützen.

 

Was tun nach einer HIV-Risikosituation?

Nach einer HIV-Risikosituation solltest du die Notfallstation eines Spitals aufsuchen und erfahren, ob die HIV-Notfallbehandlung PEP angezeigt ist. Die PEP (Post-Expositions-Prophylaxe) ist ein Notfallmedikament, deren Einnahme du innerhalb von 48 Stunden nach der HIV-Risiko starten solltest. Am besten also so schnell wie möglich, da die Wirksamkeit bereits nach 6 bis 8 Stunden abnimmt.

Hattest du eine HIV-Risikosituation? Dann wende dich an die Zentrale Notfallaufnahme des Kantonsspitals St.Gallen (Nummer 071 494 11 11). Dort kannst du jederzeit vorbeigehen und dich beraten lassen. Auch bekommst du dort die PEP, wenn dies angezeigt ist.

Hier findest du weitere Test- und Beratungsstellen.

 

Das sind HIV-Risiken
  • jede Vergewaltigung
  • Analsex unter Männern ohne Kondom oder PrEP (Prä-Expositions-Prophylaxe = medikamentöser Schutz vor einer HIV-Infektion)
  • Anal- und Vaginalsex ohne Kondom oder PrEP (Prä-Expositions-Prophylaxe = medikamentöser Schutz vor einer HIV-Infektion) mit Menschen aus oder in Ländern, in denen HIV besonders häufig ist
  • gemeinsames Benutzen von Sexspielzeug ohne Kondom und Desinfektion

Ausnahme: HIV-positive Menschen mit wirksamer Therapie (TasP: Therapie als Prävention) übertragen das HI-Virus nicht mehr, auch nicht beim Anal- oder Vaginalsex.

Wie du Sex hast, entscheidest du. Wichtig ist, dass du dabei die Grenzen deines Gegenübers respektierst und auf deine sexuelle Gesundheit achtest.

Weil du deine Sexualität individuell gestaltest und sich diese im Laufe des Lebens immer wieder ändern kann, gibt es dafür individuelle Schutzmöglichkeiten. Im Safer-Sex-Check erfährst du, welcher Schutz zu dir passt.

 

Verschiedene Schutzstrategien im Überblick

Je nach Risiken hast du verschiedene Schutzmöglichkeiten zur Auswahl. Informiere dich über mögliche Risiken und passende Schutzstrategien. Denk daran: Gewisse Schutzstrategien brauchen Zeit, bis sie wirken – wie Impfungen oder die PrEP (Prä-Expositions-Prophylaxe = medikamentöser Schutz vor einer HIV-Infektion).

Zu den Schutzstrategien zählen:

Du weisst nicht, welche Schutzstrategie für dich infrage kommt? Finde es heraus im Safer-Sex-Check.

Die Symptome für HIV und andere sexuell übertragbare Infektionen (STI) können ganz unterschiedlich sein. Wenn du einige Tage oder mehrere Wochen nach dem Sex Symptome hast, lohnen sich eine Beratung und ein Test. Oft verlaufen STI auch symptomlos, weshalb dir im Zweifelsfall nur ein Test Klarheit gibt.

 

Häufige Symptome bei einer HIV-Infektion
  • Fieber, Müdigkeit, Abgeschlagenheit
  • Nachtschweiss
  • Stark geschwollene Lymphknoten auch ausserhalb des Halsbereichs
  • Halsschmerzen
  • Hautausschlag

Seltener auch:

  • Muskel- und Gelenkschmerzen
  • Durchfall, Übelkeit und Erbrechen
  • Schleimhautdefekte im Mund und am Sexualorgan

 

Häufige Symptome bei einer STI-Infektion
  • Juckreiz und Reizung am Sexualorgan oder Anus
  • Schmerzen am Sexualorgan oder Anus
  • Schmerzen beim Sex oder beim Wasserlassen
  • eitriger Ausfluss aus Sexualorgan oder Anus
  • Hautausschlag, Knoten und Geschwüre sowie Verletzungen an/auf der Schleimhaut
  • Schwellungen der Lymphknoten
  • unregelmässige Blutungen ausserhalb der Menstruation

 

Lass dich beraten und testen

Allgemein gilt: Beim Sex kannst du dich mit HIV oder einer anderen STI anstecken. Du kannst dabei Symptome haben oder auch nicht. Lass dich deshalb beraten und bei Bedarf testen, wenn du nach Sex mit erhöhten Risiken keine Symptome hast. Bei Symptomen gehe zu einer ärztlichen Fachperson. Bist du dir unsicher, ob du eine STI haben könntest, lass dich in der STI-Sprechstunde des Kantonsspitals St.Gallen beraten.

Beim Sex kannst du nicht alle Infektionsrisiken vermeiden. Deshalb ist das Testen auf HIV und STI nach Risikosituationen wichtig, aber auch für Personen aus Gruppen mit erhöhtem Ansteckungsrisiko. Mit einem Test lassen sich Infektionen frühzeitig erkennen und behandeln und so Folgeschäden vermeiden.

 

Wann testen?

Mach deinen persönlichen Safer-Sex-Check und erfahre, ob und wann ein Test für dich sinnvoll ist. Dort erfährst du auch, welche Schutzmöglichkeiten für dich infrage kommen. Lasse dich ausserdem bei einer ärztlichen Fachperson oder einer Beratungs- und Teststelle beraten.

Beim Testen der STI ist es wichtig, den korrekten Test zu verwenden. Die richtigen STI-Testmethoden findest du auf dieser Seite. Lass dich von spezialisierten Fachpersonen beraten, zum Beispiel in der STI-Sprechstunde des Kantonsspitals St.Gallen.

Bist du unsicher, ob du dich mit HIV oder einer anderen sexuell übertragbaren Infektion (STI) angesteckt hast? Willst du wissen, wie du dich vor einer Ansteckung schützen kannst? Dann lass dich von einer Fachperson beraten. Diese kann einschätzen, ob und welche Tests in deiner Situation nötig sind.

In der Region St.Gallen-Appenzell darfst du dich an die STI-Sprechstunde des Kantonsspitals St.Gallen wenden. Weitere Test- und Beratungsstellen in der Schweiz findest du hier.

Beratung zu anderen Themen findest du auf der Plattform findhelp.ch.


Wenn eine Safer-Sex-Fee aufklärt


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Beratung über E-Mail, Telefon oder Chat

Telefonzeiten
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9–12 Uhr und 14–17 Uhr

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Barrierefreiheit
Die Fachstelle für Aids- und Sexualfragen (AHSGA) ist nicht barrierefrei zugänglich. Gerne bieten wir Ihnen individuelle Alternativen an – nehmen Sie einfach Kontakt mit uns auf: info@ahsga.ch 071 223 68 08.
Gemeinsam finden wir eine für Sie passende Lösung.

Hinweis zur WhatsApp-Beratung
WhatsApp ist keine sichere Verbindung. Übermitteln Sie in der WhatsApp-Beratung deshalb keine Angaben zu Ihrer Person wie Namen, Alter, Adresse, Wohnort, Geburtsdatum etc., sondern nur Ihr Pronomen. Nach einer WhatsApp-Beratung löscht die jeweils beratende Fachperson den gesamten Chatverlauf. Falls Sie eine Beratung über eine sichere Verbindung wünschen, dürfen Sie uns während der Bürozeiten gerne unter 071 223 68 08 anrufen oder eine E-Mail senden.

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