Jahresbericht
2023

GET TESTED – Aktionsmonat Mai

28. März 2024

Wer anderen sexuell nahe kommt, sollte sich regelmässig testen. Eine Testroutine schützt die eigene Gesundheit und die der Sexpartner*innen. Im Mai 2024 gibt es vergünstigte HIV- und STI-Tests für Männer und trans Personen, die Sex mit Männern haben. 

Text: Adrian Knecht
Beitragsbild: Aids-Hilfe Schweiz

 
Wer Sex hat, kann sich nicht vor allen STI schützen, denn sie übertragen sich sehr leicht. Wir empfehlen darum impfen, schützen und regelmässig testen – auch ohne Symptome. Das gibt dir ein gutes Gefühl und Sicherheit. Am günstigsten gibt es den Test im Mai.

 

In Kooperation mit der Infektiologie des Kantonsspital St.Gallen (KSSG) und der Aids-Hilfe Schweiz führen wir eine Informations- und Testkampagne durch. Die Testkampagne leistet mit der Vergünstigung einen Beitrag für die Gesundheit. Für Männer trans Personen, die Sex mit Männern haben, kostet der HIV-STI-Test nur 75 Franken. Jugendliche bis Jahrgang 1999 und jünger können sogar gratis zum HIV- und STI-Test. Wir testen auf HIV, Syphilis, Chlamydien und Tripper. Neu ist der Tests für Personen der Zielgruppe, die eine KulturLegi vorweisen können, ebenfalls kostenlos.

 

 

Hier kannst du dich testen lassen

Buche dir deinen Test-Termin direkt online bei der Infektiologie des Kantonsspitals St.Gallen.

Die genaue Adresse sowie zusätzliche Informationen zum HIV-/STI-Test findest du hier. Weitere Teststellen in der Schweiz gibt’s in dieser Übersicht.

 

Testing-Aktion in der Sauna

Am Freitag, 3. Mai 2024, gibt es das Testangebot vor Ort in der mann-o-mann Sauna. Von 17:00 bis 20:00 Uhr können Saunagäste von zusätzlichen 10 Franken Rabatt vom mann-o-mann auf den Aktionspreis profitieren. Du kannst bar oder mit Karte zahlen. Eine Anmeldung ist nicht nötig.

 

 

 

Fragen?

Wenn du Fragen zur Testing-Aktion, zum Kampagnenmonat oder allgemein zu deiner sexuellen Gesundheit hast, kontaktiere  uns über einen dieser Kanäle: info@ahsga.ch | 071 223 68 08 | WhatsApp.

Präventionsnews

Präventionsnews: Check at Home, MPox-Impfung, PrEP

23. Januar 2024

Für das Jahr 2024 gibt es hinsichtlich der HIV-/STI-Prävention Neuigkeiten: Das Selbsttest-Kit «Check at Home» ist vorerst nicht verfügbar. Die Impfung zu MPox (Affenpocken) erfolgt neu über die Krankenkassen. Das PrEP-Medikament übernehmen die Krankenkassen ab Juli 2024.

Text: Predrag Jurisic
Beitragsbild: Antonio Corigliano (pixabay.com)

Präventionsnews

Präventionsnews: Check at Home vorerst eingestellt. MPox-Impfung neu über Krankenkassen. Kostenübernahme der PrEP durch Krankenkassen.

 

Die Aids-Hilfe Schweiz überarbeitet derzeit Komponenten des Test-Kits für Zuhause «Check at Home», weshalb der Verkauf der HIV-/STI-Selbsttests für Zuhause vorerst eingestellt ist. Wer in den Kantonen St.Gallen, Appenzell Inner- und Ausserrhoden wohnhaft ist und sich anonym testen lassen möchte, hat dazu folgende Möglichkeiten:

 

Tests auf der Fachstelle für Aids- und Sexualfragen und im Kantonsspital St.Gallen

Dienstag, 13. Februar 2024
17:30–19:00 Uhr

Mittwoch, 13. März 2024
17:30–19:00 Uhr

Mittwoch, 10. April 2024 [exklusiv für trans Personen!]
17:30–19:00 Uhr

Mittwoch, 12. Juni 2024
17:30–19:00 Uhr

Mittwoch, 17. Juli 2024
17:30–19:00 Uhr

Dienstag, 27. August 2024
17:30–19:00 Uhr

Mittwoch, 16. Oktober 2024
17:30–19:00 Uhr

Mittwoch, 18. Dezember 2024
17:30–19:00 Uhr

Diese Tests sind anonym und ohne Voranmeldung (weitere Infos zu Terminen, Preisen der HIV-/STI-Tests sowie zu Konditionen für Jugendliche bis 25 Jahren).

Alternativ zum Testing auf der Fachstelle gibt es die offene HIV-STI-Sprechstunde mit Online-Voranmeldung am Kantonsspital St.Gallen. Die Terminbuchung erfolgt über https://termin.infekt-kssg.ch/sti.

Personen, die in anderen Kantonen leben, wenden sich an spezialisierte Gesundheitszentren in ihrer Region.

 

MPox-Impfung neu über die Krankenkasse

Ab dem 1. Januar 2024 erfolgt die Abrechnung für die Mpox-Impfung über die Krankenkasse. Somit ist die Impfung neu auch Teil des Selbstbehalts und der Franchise, da sie der Bund nicht mehr übernimmt. Derzeit ist unklar, wie hoch die Kosten der Verabreichung sein werden.

Weiterhin gilt die Impfempfehlung für Personen, die mit dem MPox-Virus in Kontakt kommen könnten. Dazu gehören:

  • Männer mit wechselnden männlichen Sexpartnern
  • trans Personen mit wechselnden männlichen Sexpartnern
  • medizinisches Personal, das mit dem Virus in Kontakt kommt
  • alle, die mit einer infizierten Person engen Kontakt hatten

Wer sich zur MPox-Impfung und den damit verbundenen Kosten informieren möchte, kontaktiert dazu die kantonalen Impfstandorte.

 

Krankenkassen übernehmen ab Juli 2024 die PrEP

Die PrEP (= Prä-Expositions-Prophylaxe) ist ein Medikament, das beim Anal- oder Vaginalverkehr zuverlässig vor HIV schützt. Neu übernehmen ab dem 1. Juli 2024 die Krankenkassen die Kosten für die PrEP (abzüglich Franchise und Selbstbehalt). Bisher kostete das Medikament Nutzer*innen des PrEP-Programms  SwissPrEPared 40 Franken pro Monatspackung.

Weitere Informationen zur PrEP, zur Eignung für die PrEP und den Neben- und Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten finden Sie auf unserer PrEP-Seite.

Wenn Sie Fragen zum Testing oder allgemein zu Ihrer sexuellen Gesundheit haben, kontaktieren Sie uns über einen dieser Kanäle: info@ahsga.ch | 071 223 68 08 | WhatsApp.

Praktisch: Testen auf der Fachstelle

21. Dezember 2023

Ein HIV-STI-Test gibt Klarheit über den eigenen Gesundheitsstatus. Regelmässiges Testen ist wichtig und soll unkompliziert zugänglich sein. Wir führen das erfolgreiche Pilotprojekt fort und bieten auch im Jahr 2024 in Kooperation mit dem Kantonsspital St.Gallen ein niederschwelliges Testing vor Ort auf der Fachstelle an.

 

Text: Adrian Knecht
Beitragsbild: Fachstelle für Aids- und Sexualfragen

 

Männer, die mit Männern Sex haben, sowie trans Personen sind von bestimmten Infektionen besonders betroffen. Deshalb testen sie sich regelmässig auf HIV, Syphilis, Gonorrhö und Chlamydien. Denn: Trotz einer Infektion kannst du dich gesund fühlen und oft keine  Symptome haben.

Der Zugang zum Test soll möglichst niederschwellig sein. Die Abteilung für Infektiologie des Kantonsspital St.Gallen und die Fachstelle für Aids- und Sexualfragen bieten für Menschen der Zielgruppe gemeinsam eine zusätzliche Test-Möglichkeit in St.Gallen an. An bestimmten Terminen testen wir direkt auf der Fachstelle. Die Zeitfenster liegen ausserhalb der Bürozeiten, was für viele Menschen praktisch ist. Der Standort ist zentral und nur wenige Minuten vom Bahnhof St.Gallen entfernt. Bist du ein Mann, der Sex mit Männern hat? Komm einfach vorbei! Eine Anmeldung ist nicht nötig.

Für trans Personen organisieren wir am Mittwoch, 10. April 2024, ein exklusives Testing. Alle trans Menschen, die Sex mit Männern haben, sind zum Test willkommen. Cis Männer suchen sich bitte einen anderen Termin aus. Wir wollen an diesem Abend einen Safer Space für trans Personen bieten.

 

Termine:

Dienstag, 16. Januar 2024
17:30 – 19:00 Uhr

Dienstag, 13. Februar 2024
17:30 – 19:00 Uhr

Mittwoch, 13. März 2024
17:30 – 19:00 Uhr

Mittwoch, 10. April 2024 [exklusiv für trans Personen!]
17:30 – 19:00 Uhr

Mittwoch, 12. Juni 2024
17:30 – 19:00 Uhr

Mittwoch, 17. Juli 2024
17:30 – 19:00 Uhr

Dienstag, 27. August 2024
17:30 – 19:00 Uhr

Mittwoch, 16. Oktober 2024
17:30 – 19:00 Uhr

Mittwoch, 18. Dezember 2024
17:30 – 19:00 Uhr

 

Preis:

Der Preis für einen Test auf HIV, Syphilis, Chlamydien und Tripper beträgt CHF 178.95. Es kann vor Ort bar oder mit Karte bezahlt werden.

 

Gratis-Test für Jugendliche: 
Für MSM (Männer und trans Personen, die Sex mit Männern haben) mit Jahrgang 1999 oder jünger ist der Test an den oben definierten Terminen bei uns auf der Fachstelle kostenlos.

 

Gratis-Test für trans Personen:
Am Mittwoch, 10. April 2024, findet das Testing exklusiv für trans Personen statt. Der Test ist an diesem Termin bei uns auf der Fachstelle für alle trans Personen kostenlos.

 

Ort:

Das Testing findet auf der Fachstelle für Aids- und Sexualfragen an der Tellstrasse 4 in St.Gallen statt. Du findest unser Büro im 2. Obergeschoss. Hier geht’s zur Karte.

 

Wenn du Fragen zum Testing oder allgemein zu deiner sexuellen Gesundheit hast, kontaktiere  uns über einen dieser Kanäle: info@ahsga.ch | 071 223 68 08 | WhatsApp.

 

Gut zu wissen: Alternativ zum Testing auf der Fachstelle gibt es die offene HIV-STI-Sprechstunde mit Online-Voranmeldung am Kantonsspital St.Gallen. Hier kannst du direkt einen Termin buchen: https://termin.infekt-kssg.ch/sti.

 

Snack-Päckli zum Welt-Aids-Tag für KSSG-Mitarbeitende

Snack-Päckli zum Welt-Aids-Tag

1. Dezember 2023

Gemeinsam stark für eine stigmatisierungsfreie Gesundheitsversorgung von Menschen mit HIV: So lautete das diesjährige Motto der Aids-Hilfe Schweiz (AHS). Die Fachstelle für Aids- und Sexualfragen (AHSGA) nahm die nationale AHS-Kampagne auf und organisierte eine Aktion für das Gesundheitspersonal am Kantonsspital St.Gallen (KSSG).

Text: Predrag Jurisic
Beitragsbild/Bildgalerie: Andrea Dörig

Snack-Päckli zum Welt-Aids-Tag für KSSG-Mitarbeitende

Snack-Päckli zum Welt-Aids-Tag als Dankeschön für das Gesundheitspersonal des Kantonsspitals St.Gallen (KSSG) im stigmatisierungsfreien Umgang mit Menschen mit HIV.

Heute leben schätzungsweise 17’000 Menschen mit HIV in der Schweiz. Obwohl ihre medizinische Versorgung immer besser wird, stehen sie weiterhin vor einer grossen Herausforderung – der Stigmatisierung. Die Aids-Hilfe Schweiz erhält jährlich rund 100 Meldungen von Diskriminierung, wovon die meisten das Gesundheitswesen betreffen.

Es ist daher entscheidend, eine angemessene Betreuung und einen respektvollen Umgang für HIV-Betroffene im Gesundheitswesen sicherzustellen. Aus diesem Grund wollte die diesjährige Kampagne zum Welt-Aids-Tag Werte einer inklusiven Gesundheitsversorgung vermitteln.

 

Snack-Päckli für das Gesundheitspersonal des Kantonsspitals St.Gallen

Die Fachstelle für Aids- und Sexualfragen (AHSGA) nahm die nationale AHS-Kampagne auf und organisierte Snack-Päckli für das KSSG-Gesundheitspersonal. Mit dieser Aktion dankte die Fachstelle dem Gesundheitspersonal für die inklusive Betreuung und Behandlung von Menschen mit HIV.

Begleitet wurde das Snack-Päckli mit medizinischem Fachwissen zum Thema HIV/Aids sowie mit der Botschaft, dass Menschen mit HIV unter einer erfolgreichen Therapie nicht mehr ansteckend sind. Somit ist eine Übertragung im Berufsalltag nicht möglich – eine Ansteckungsgefahr im medizinischen Alltag besteht also keine.

Weitere Informationen dazu stellt die Aids-Hilfe Schweiz auf einem eigenen Portal für Fachpersonen zur Verfügung.

 

Anonyme HIV- und STI-Tests auf der Infektiologie und Fachstelle

Beim Ambulatorium der Klinik für Infektiologie ist es möglich, ohne Voranmeldung einen anonymen HIV- und STI-Test zu machen. Das Zeitfenster dafür ist jeweils freitags zwischen 14:30 und 16:00 Uhr. Wer dagegen lieber einen anderen Termin online reservieren möchte, kann dies unter diesem Link vornehmen: https://termin.infekt-kssg.ch/sti.

Seit 2023 gibt es auch auf der Fachstelle für Aids- und Sexualfragen Möglichkeiten, sich testen zu lassen. Die Termine der Testtage finden ausserhalb der üblichen Bürozeiten an ausgewählten Tagen statt. Die Testtermine für 2024 sind hier publiziert.

Wenn Sie Fragen zur sexuellen Gesundheit haben, kontaktieren Sie uns über einen dieser Kanäle: info@ahsga.ch | 071 223 68 08 | WhatsApp. Alles zu den neuen Safer-Sex-Regeln finden Sie hier.

Klinik für Infektiologie/Spitalhygiene

Neu ab dem 9. Oktober am KSSG: Online-Terminvereinbarung für HIV- und STI-Tests

4. Oktober 2023

Wer sich anonym auf HIV und STI testen lassen möchte, kann ab dem 9. Oktober 2023 dafür die Online-Terminvereinbarung der Infektiologie nutzen. Die offene Sprechstunde ohne Anmeldung gibt es freitags auch weiterhin zwischen 14:30 und 16:00 Uhr.

Text: Predrag Jurisic/Adrian Knecht
Beitragsbild: Klinik für Infektiologie/Spitalhygiene (KSSG)

Klinik für Infektiologie/Spitalhygiene

Klinik für Infektiologie/Spitalhygiene am Kantonsspital St.Gallen

 

Kondome oder PrEP schützen vor HIV, aber nicht zuverlässig vor anderen sexuell übertragbaren Infektionen (= STI). HIV übertragen oft Menschen, die nicht wissen, dass sie HIV-positiv sind. Nur regelmässiges Testen schafft Klarheit.

Um dies zu fördern, bieten wir zusammen mit der Aids-Hilfe Schweiz vergünstigte HIV- und STI-Test im November an – für nur 75 Franken. Für Jugendliche bis Jahrgang 1998 und jünger ist der HIV-STI-Test kostenlos.

Das Angebot vom 1. bis 30. November 2023 gilt nur für Männer und trans Personen, die Sex mit Männern haben. Das Angebot gilt nicht für PrEP-User, wenn die Tests im Rahmen der Verlaufskontrolle durch die Krankenkasse gedeckt sind. Mehr zu den Test-Angeboten im November findest du hier.

 

Neu ab dem 9. Oktober 2023: Online-Terminvereinbarung für deinen anonymen HIV-/STI-Test

Kenne deinen Status und buche deinen nächsten Termin für deinen HIV- und STI-Test unter diesem Link: https://termin.infekt-kssg.ch/sti

Falls du ohne Voranmeldung zum Test möchtest, kannst du zu folgenden Zeiten beim Ambulatorium der Klinik für Infektiologie vorbeigehen:

jeweils freitags
14:30–16:00 Uhr

Wenn du Fragen zur Testing-Aktion, zum Kampagnenmonat oder allgemein zu deiner sexuellen Gesundheit hast, kontaktiere  uns über einen dieser Kanäle: info@ahsga.ch | 071 223 68 08 | WhatsApp.

Neu kannst du dich auch auf der Fachstelle für Aids- und Sexualfragen testen lassen. Die Termine der Testtage finden ausserhalb der üblichen Bürozeiten an ausgewählten Terminen statt. Diese findest du hier.

Die Safer-Sex-Regeln auffrischen kannst du hier.

Vergünstigte HIV- und STI-Tests im November

2. Oktober 2023

Auch dieses Jahr gibt es sie wieder – die vergünstigten HIV-STI-Tests im November. Überprüfe deinen Status, lass dich testen. 

 

Text: Adrian Knecht
Beitragsbild: Aids-Hilfe Schweiz

Kondome oder PrEP schützen vor HIV, aber nicht zuverlässig vor anderen sexuell übertragbaren Infektionen (= STI). HIV übertragen oft Menschen, die nicht wissen, dass sie HIV-positiv sind. Nur regelmässiges Testen schafft Klarheit.

Um dies zu fördern, bieten wir zusammen mit der Aids-Hilfe Schweiz vergünstigte HIV- und STI-Test im November an – für nur 75 Franken. Für Jugendliche bis Jahrgang 1998 und jünger ist der HIV-STI-Test kostenlos.

Das Angebot vom 1. bis 30. November 2023 gilt nur für Männer und trans Personen, die Sex mit Männern haben. Das Angebot gilt nicht für PrEP-User, wenn die Tests im Rahmen der Verlaufskontrolle durch die Krankenkasse gedeckt sind.

 

Termin buchen

Deinen Termin zum Test kannst du direkt hier buchen: https://termin.infekt-kssg.ch/sti

Zu folgenden Zeiten kannst du beim Ambulatorium der Klinik für Infektiologie ohne Voranmeldung zum Test vorbeigehen:

jeweils Freitag
14:30 – 16:00 Uhr

 

Spezialaktion in der mann-o-mann Sauna

Wir bringen den Test da hin, wo du bist. Am Freitag, 3. November 2023, führen wir in Kooperation mit der Infektiologie des Kantonsspitals St.Gallen (KSSG) eine Testing-Aktion in der mann-o-mann Sauna durch. Von 16 bis 19 Uhr können sich Männer, die Sex mit Männern haben, vor Ort vergünstigt testen lassen. Dank einem Beitrag vom mann-o-mann wird der Test noch günstiger!

 

Spezialaktion in der St.Gallen Libre Bar

Am Freitag, 10. November 2023, sind wir von 19:00 bis 22:00 Uhr in der St.Gallen Libre Bar. Nutze die Gelegenheit, dich zum Start ins Wochenende vor Ort testen zu lassen.

Kurz davor gibt’s die Möglichkeit, neue Freundschaften zu schliessen. Zusammen mit Pink Cross organisieren wir ein Speed-Friending. Hier gehts zur Anmeldung.

 

Wenn du Fragen zur Testing-Aktion, zum Kampagnenmonat oder allgemein zu deiner sexuellen Gesundheit hast, kontaktiere  uns über einen dieser Kanäle: info@ahsga.ch | 071 223 68 08 | WhatsApp.

 

Die Safer-Sex-Regeln auffrischen kannst du hier.

Test und Impfung in der Sauna am 15. September 2023

15. August 2023

Rundum-Service: Wir testen dich direkt in der mann-o-mann Sauna auf HIV und andere STI. Diesmal haben wir auch die wichtigsten Impfstoffe dabei. Komm am Freitag, 15. September 2023, ins mann-o-mann.  

Text: Adrian Knecht
Beitragsbild: Aids-Hilfe Schweiz

Am Freitag, 15. September 2023, führt die Fachstelle für Aids- und Sexualfragen in Kooperation mit der Infektiologie des Kantonsspitals St.Gallen (KSSG) eine Testing-Aktion in der mann-o-mann Sauna durch. Von 16 bis 19 Uhr können sich Männer, die Sex mit Männern haben, vergünstigt testen lassen. Ein Oberarzt der Infektiologie berät dich zusätzlich zum Impfschutz und impft dich auf Wunsch direkt vor Ort.

 

Statt üblicherweise CHF 179.– kostet ein Test für Saunabesucher an dem Abend nur CHF 90.–. Dieser Preis wird möglich dank Beiträgen vom mann-o-mann und Kantonsspital St.Gallen sowie von der Fachstelle für Aids- und Sexualfragen. Getestet wird auf HIV, Chlamydien, Syphilis und Tripper. Für Jugendliche MSM bis 25 Jahre ist das Testpaket komplett kostenlos. Du darfst auch nur für den Test vorbeikommen, ohne die Sauna zu besuchen. Dann zahlst du für das Testpaket CHF 100.-, da der Rabatt vom mann-o-mann entfällt. Sag einfach am Eingang, dass zu zum Test kommst.

 

Die Aktion leistet mit der Vergünstigung einen Beitrag für die Gesundheit der am meisten betroffenen Bevölkerungsgruppe. Damit verhindert die Aktion präventiv, dass HIV/STI unbewusst weitergegeben werden.

 

 

Vor bestimmten Infektionen kannst du dich nur mit einer Impfung schützen. Eine Ansteckung kann schwere Folgen haben. Deshalb lohnt sich eine Schutzimpfung vor Hepatitis A/B, HPV und Mpox (Affenpocken). Dank Dr.Gay und dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) ist ein Oberarzt der Infektiologie extra vor Ort und kann dich zu den Impfmöglichkeiten beraten. Bring dein Impfbüechli mit und erhalte auf Wunsch eine Impfung direkt vor Ort. Du kannst mit Karte oder bar bezahlen.

 

Wenn du Fragen zur Aktion hast oder allgemein zur sexuellen Gesundheit, kontaktiere uns über einen dieser Kanäle: info@ahsga.ch | 071 223 68 08 | WhatsApp.

Queer durch den Schulalltag – Weiterbildung für Lehrpersonen und Schulmitarbeitende

 

8. Mai 2023

Lesbisch, trans, pansexuell, agender, non-binär und queer. Alles unklar? Mit dieser neuen Weiterbildung ändern wir das. Wir bieten Schulmitarbeitenden die Gelegenheit, sich mit den Herausforderungen und Bedürfnissen von Schüler*innen der LGBTQ-Community auseinanderzusetzen. 

Text: Adrian Knecht
Beitragsbild: Pink Cross

 

Mit unserem Angebot COMOUT informieren wir Schüler*innen über Vielfalt an sexuellen Orientierungen und Geschlechtsidentitäten. Um den Lernenden einen möglichst offenen Rahmen für Fragen zu bieten, ist die Lehrperson in der Regel nicht am COMOUT Workshop dabei. Lehrpersonen sind oft selbst interessiert an Informationen zu queeren Themen. Deshalb erarbeiten wir gemeinsam mit Pink Cross und anderen Organisationen im Bereich LGBTIQA+ und Schulen verschiedene Angebote. Teil davon ist eine neue Weiterbildung für Lehrpersonen und Schulmitarbeitende zum Thema LGBTIQA+.

 

Die Durchführung vom Samstag, 23. September 2023, findet in St. Gallen statt. Ausführliche Informationen dazu finden Sie auf Website queere-schulen.ch und im Flyer zum Weiterbildungsangebot.

 

Wenn Sie Fragen zur Weiterbildung haben, kontaktieren Sie uns über einen dieser Kanäle: info@ahsga.ch | 071 223 68 08 | WhatsApp.

NEU: Testen auf der Fachstelle

7. Februar 2023 (aktualisiert: 24. April 2023)

Ein HIV-STI-Test gibt Klarheit über den eigenen Gesundheitsstatus. Regelmässiges Testen ist wichtig und soll unkompliziert zugänglich sein. Die Fachstelle für Aids- und Sexualfragen bietet neu in Kooperation mit dem Kantonsspital St.Gallen ein niederschwelliges Testing vor Ort auf der Fachstelle an.

 

Text: Adrian Knecht
Beitragsbild: Fachstelle für Aids- und Sexualfragen

 

Männer, die mit Männern Sex haben, sowie trans Personen sind von bestimmten Infektionen besonders betroffen. Deshalb testen sie sich regelmässig auf HIV, Syphilis, Gonorrhö und Chlamydien. Denn: Trotz einer Infektion kannst du dich gesund fühlen und oft keine  Symptome haben.

Regelmässiges Testen schafft Klarheit. Der Zugang zum Test soll deshalb möglichst niederschwellig sein. Die Abteilung für Infektiologie des Kantonsspital St.Gallen und die Fachstelle für Aids- und Sexualfragen haben zusammen ein neues Test-Angebot geschaffen. Neu werden Tests an bestimmten Terminen direkt auf der Fachstelle angeboten. Eine Anmeldung ist nicht nötig. Komm einfach vorbei!

 

Termine:

Dienstag, 25. April 2023
17:30 – 19:00 Uhr

Donnerstag, 17. August 2023
17:30 – 19:00 Uhr

Donnerstag, 7. Dezember 2023
17:30 – 19:00 Uhr

 

Preis:

Der Preis für einen Test auf HIV, Syphilis, Chlamydien und Tripper beträgt CHF 178.95. Es kann vor Ort bar oder mit Karte bezahlt werden.

 

Graits-Test für Jugendliche: 
NEU: Für MSM (Männer und trans Personen, die Sex mit Männern haben) mit Jahrgang 1998 oder jünger ist der Test kostenlos.

 

Aktionspreise: 
An bestimmten Terminen bietet die Fachstelle für Aids- und Sexualfragen einen besonderen Rabatt an.
Donnerstag, 17. August 2023: CHF 90.- statt CHF 178.95 mit 50% Rabatt-Gutschein von der St.Gallen Pride. Komm an unserem Informationsstand vorbei und frag nach einem Gutschein!

 

Ort:

Das Testing findet auf der Fachstelle für Aids- und Sexualfragen an der Tellstrasse 4 in St.Gallen statt. Du findest unser Büro im 2. Obergeschoss. Hier geht’s zur Karte.

 

Wenn du Fragen zum Testing oder allgemein zu deiner sexuellen Gesundheit hast, kontaktiere  uns über einen dieser Kanäle: info@ahsga.ch | 071 223 68 08 | WhatsApp.

 

Gut zu wissen: Alternativ zum Testing auf der Fachstelle gibt es die offene HIV-STI-Sprechstunde ohne Voranmeldung am Kantonsspital St.Gallen. Hier findest du die Walk-in Zeiten und den Ort.

 

«Gemeinsam unterwegs» – ein Elternbildungsmodul zum Umgang mit Vielfalt in Geschlechtsidentität

7. März 2023

Was bedeutet Trans-Sein und was passiert bei einer Transition? Kann die Identifikation mit einem anderen als dem bei Geburt zugewiesenen Geschlecht nur eine Phase sein oder steckt meist mehr dahinter? Soll ich meinem Sohn erlauben, mit einem Röckchen in den Kindergarten zu gehen? Und wie erkläre ich meinem Kind, dass sein vorheriger Freund nun Laura heisst?

 

Text: Rahel Fenini/Adrian Knecht
Beitragsbild: Büro Sequenz

 

Der Umgang mit vielfältigen Geschlechtsidentitäten, wie Trans, beschäftigt und bewegt – vor allem auch Eltern. Sei es das eigene Kind, das trans Mädchen aus dem Quartier oder der Kindergartenfreund, der sich in Transition befindet: Fragen, wie die oben aufgeführten, tauchen auf – und warten auf Antworten.

Mit dem Elternbildungsmodul möchte die kantonale Gleichstellungsförderung gemeinsam mit der Fachstelle für Aids- und Sexualfragen diesen und weiteren Fragen auf den Grund gehen und Eltern Unterstützung bieten.

Ziel des Moduls ist es, Basiswissen zu vermitteln, den offenen Dialog mit Eltern zu fördern und sie im Umgang mit geschlechtlicher Vielfalt zu befähigen. Gemeinsam mit einer trans Person und einer Fachperson der Fachstelle für Aids- und Sexualfragen setzen sich Eltern im Workshop mit der Thematik auseinander. Sie erhalten die Möglichkeit, Fragen zu stellen und lernen am Beispiel «Trans», wie sie ihre Kinder auf wertschätzende Art und Weise für vielfältige Identitäten sowie Lebensformen sensibilisieren können.

 

Zielgruppe:

Das Modul «Gemeinsam unterwegs» wird in Workshops mit Eltern von Schüler*innen der Primarstufe eingesetzt, die in Elterngruppen organisiert sind.

 

Modulinhalte: 

Folgende Angebote macht das Modul «Gemeinsam unterwegs» für Eltern:

  • Vermittlung von Basiswissen zu Vielfalt
  • Umgang mit geschlechtlicher Vielfalt
  • Einblick in persönliche Geschichten von trans Personen
  • Eltern aufzeigen, wie sie ihre Kinder auf wertschätzende Art und Weise für vielfältige Identitäten sowie Lebensformen sensibilisieren können
  • Dialog anregen und Fragen klären
  • Unterstützung bieten

 

Präsentation:

Am 31. März 2023, am internationalen Tag der Trans-Sichtbarkeit, wird das Modul interessierten Elternorganisationen erstmals vorgestellt und in einem Pilotdurchlauf präsentiert. Eingeladen sind Vertretungen (z.B. Präsidierende) von Elternorganisationen aus dem Kanton St.Gallen.

Wichtiger Hinweis: Aufgrund mangelnder Anmeldungen musste die Präsentation abgesagt werden. Interessierte Personen melden sich bitte direkt bei der Fachstelle, um mehr Informationen zum Modul zu erhalten oder das Angebot zu buchen.

Freitag, 31. März 2023, 19.00 bis 20.30 Uhr (Türöffnung ab 18.45 Uhr),
im Raum für Literatur in St.Gallen

Anmeldungen nimmt Rahel Fenini, Gleichstellungsbeauftragte des Kantons St.Gallen, gerne bis am 29. März 2023 per E-Mail entgegen: rahel.fenini@sg.ch.

 

Sonderaktion:

Im Rahmen einer Sonderaktion der kantonalen Gleichstellungsförderung zum internationalen Tag der Trans-Sichtbarkeit kann das Modul ab dem 31. März 2023 bis zum 31. März 2024 von Elternorganisationen kostenlos (nach Verfügbarkeit) gebucht werden.

 

Buchung:

Sind Sie interessiert, das Modul «Gemeinsam unterwegs» für Ihr Elternforum zu buchen? Kontaktieren Sie gerne Adrian Knecht unter adrian.knecht@ahsga.ch. Gerne können Sie konkrete Terminvorschläge machen. Wir prüfen dann, ob ein Team zur Verfügung steht und melden uns bei Ihnen.

 

Wenn Sie Fragen zum Thema haben, kontaktieren Sie uns über einen dieser Kanäle: info@ahsga.ch | 071 223 68 08 | WhatsApp.

 

 

Reden wir. Über uns. Wie es uns geht. Wie wir uns schützen und testen.

26. April 2023

Wohin mit unseren Gefühlen, Sorgen und Wünschen? Darüber reden hilft. Das tun wir zusammen mit Dr.Gay. Ausserdem bieten wir im Juni in Kooperation mit dem Kantonsspital St.Gallen vergünstigte HIV- und STI-Tests an. 

 

Text: Dr.Gay / Adrian Knecht
Beitragsbilder: Aids-Hilfe Schweiz

 

Reden wir.

Um über unsere Gefühle, Sorgen und Wünsche reden zu können, müssen wir uns mit Menschen umgeben, denen wir vertrauen. Freund*innen geben uns Sicherheit und Halt. Ein Gegenüber zu haben, das zuhört, sich interessiert und mitfühlt, entlastet und tut gut. Verschiedene Aspekte der Freundschaft beleuchtet Dr.Gay in der diesjährigen Kampagne. Wir laden ein zum Kennenlernen.

Freundschaften können nicht alle Probleme lösen. Manchmal braucht es die Unterstützung einer Fachperson. Deshalb bieten die Fachstelle für Aids- und Sexualfragen Beratungen auf verschiedenen Kanälen an. Unsere Erstberatungen sind kostenlos, vertraulich und auf Wunsch anonym.

 

Testen wir.

Männer, die mit Männern Sex haben, sowie trans Personen sind von bestimmten Infektionen besonders betroffen. Deshalb testen sie sich regelmässig auf HIV, Syphilis, Gonorrhö und Chlamydien. Denn: Trotz einer Infektion kannst du dich gesund fühlen und oft keine  Symptome haben.

 

 

Um dies zu fördern, bieten wir zusammen mit der Aids-Hilfe Schweiz vergünstigte HIV- und STI-Test im Juni an – für nur 75 Franken. Für Jugendliche mit Jahrgang 1998 und jünger ist der HIV-STI-Test kostenlos. Das Angebot gilt für Männer, die Sex mit Männern haben, sowie für trans Personen.

 

Zu folgenden Zeiten kannst du beim Ambulatorium der Klinik für Infektiologie ohne Voranmeldung zum Test vorbeigehen:

Montag
16:45 – 17:45 Uhr

Dienstag
08:00 – 08:45

Mittwoch
16:45 – 17:45 Uhr

Freitag
15:15 – 16:45 Uhr

 

Am Sonntag, 4. Juni 2023, gibt es eine Testing-Aktion in der mann-o-mann Sauna. Von 16 bis 19 Uhr können sich Saunabesucher vor Ort vergünstigt testen lassen. Das mann-o-mann unterstützt die Tests für alle Gäste mit 10 Franken Zusatzrabatt. Du kannst bar oder mit Karte zahlen. Eine Anmeldung ist nicht nötig.

 

Frage uns.

Wenn du Fragen zur Testing-Aktion, zum Kampagnenmonat oder allgemein zu deiner sexuellen Gesundheit hast, kontaktiere  uns über einen dieser Kanäle: info@ahsga.ch | 071 223 68 08 | WhatsApp.

 

Die Safer-Sex-Regeln auffrischen kannst du hier.

Vergünstigte HIV- und STI-Tests im November

Vergünstigte HIV- und STI-Tests im November

5. Oktober 2022

«Wann ist dein nächstes Mal?», lautet die Frage der November-Kampagne von Dr. Gay (Aids-Hilfe Schweiz). Denn: Nach wie vor übertragen Menschen HIV, die glauben, HIV-negativ zu sein. Verschaff dir Klarheit und lass dich im November günstig testen.

 

Text: Predrag Jurisic
Beitragsbild: Aids-Hilfe Schweiz

Vergünstigte HIV- und STI-Tests im November

Vergünstigte HIV- und STI-Tests im November: Statt der üblichen 160 bis 190 Franken zahlst du nur 75 Franken für einen Full-HIV-STI-Test.

 

Männer, die mit Männern Sex haben, sowie trans Personen sind von bestimmten Infektionen besonders betroffen. Deshalb testen sie sich regelmässig auf HIV, Syphilis, Gonorrhö und Chlamydien. Denn: Trotz einer Infektion kannst du dich gesund fühlen und oft keine  Symptome haben.

Kondome oder PrEP schützen vor HIV, aber nicht zuverlässig vor anderen sexuell übertragbaren Infektionen (= STI). HIV übertragen oft Menschen, die nicht wissen, dass sie HIV-positiv sind. Nur regelmässiges Testen schafft Klarheit.

Um dies zu fördern, bieten wir zusammen mit der Aids-Hilfe Schweiz vergünstigte HIV- und STI-Test im November an – für nur 75 Franken. Für Jugendliche bis Jahrgang 1997 und jünger ist der Full-HIV-STI-Test kostenlos. Das Angebot gilt für schwule, bi und queere Männer sowie für trans Personen.

Zu folgenden Zeiten kannst du beim Ambulatorium der Klinik für Infektiologie ohne Voranmeldung zum Test vorbeigehen:

Montag
16:45–17:45 Uhr

Dienstag
08:00–08:45

Mittwoch
16:45–17:45 Uhr

Freitag
15:15–16:45 Uhr

 

Am Sonntag, 27. November 2022, führt die Fachstelle für Aids- und Sexualfragen in Kooperation mit der Infektiologie des Kantonsspitals St.Gallen (KSSG) eine Testing-Aktion in der mann-o-mann Sauna durch. Von 16 bis 19 Uhr können sich Männer, die Sex mit Männern haben, vor Ort vergünstigt testen lassen.

Wenn du Fragen zur Testing-Aktion, zum Kampagnenmonat oder allgemein zu deiner sexuellen Gesundheit hast, kontaktiere  uns über einen dieser Kanäle: info@ahsga.ch | 071 223 68 08 | WhatsApp.

Die Safer-Sex-Regeln auffrischen kannst du hier.

23. September: Vergünstigte HIV-/STI-Tests in der mann-o-mann Sauna

6. September 2022

Kennst du deinen Status? Nutze die Testing-Aktion vor Ort in der mann-o-mann Sauna, um diesen zu überprüfen. Am Freitag, dem 23. September 2022, bieten wir HIV-/STI-Tests an. Männer, die Sex mit Männern haben, können sich dann von 18 bis 21 Uhr testen lassen. 

Text: Adrian Knecht
Beitragsbild: Fachstelle für Aids- und Sexualfragen

Am Freitag, dem 23. September 2022, führt die Fachstelle für Aids- und Sexualfragen in Kooperation mit der Infektiologie des Kantonsspitals St.Gallen (KSSG) eine Testing-Aktion in der mann-o-mann Sauna durch. Von 18 bis 21 Uhr können sich Männer, die Sex mit Männern haben, vergünstigt testen lassen.

 

Statt üblicherweise CHF 179.– kostet ein Test für Saunabesucher an dem Abend nur CHF 95.–. Dieser Preis wird möglich dank Beiträgen vom mann-o-mann und Kantonsspital St.Gallen sowie von der Fachstelle für Aids- und Sexualfragen. Getestet wird auf HIV, Chlamydien, Syphilis und Tripper. Für Jugendliche bis 25 Jahre kostet das Testpaket nur CHF 20.–.

 

Die Aktion leistet mit der Vergünstigung einen Beitrag für die Gesundheit der am meisten betroffenen Bevölkerungsgruppe. Damit verhindert die Aktion präventiv, dass HIV/STI unbewusst weitergegeben werden.

 

Wenn Sie Fragen zur Testing-Aktion haben oder allgemein zu Ihrer sexuellen Gesundheit, kontaktieren Sie uns über einen dieser Kanäle: info@ahsga.ch | 071 223 68 08 | WhatsApp.

«I feel good»-Kampagne der Aids-Hilfe Schweiz: Im Mai vergünstigte HIV- und STI-Tests.

HIV- und STI-Test im Mai günstiger

4. April 2022

Wer sich testet, schützt seine Gesundheit und die der Sexpartner*innen. Vom 2. bis 31. Mai 2022 gibt es vergünstigte HIV- und STI-Tests für Männer, die mit Männern Sex haben (MSM), sowie für trans Personen. 

Text: Adrian Knecht & Predrag Jurisic
Beitragsbild: Aids-Hilfe Schweiz

 
Wer Sex hat, kann sich nicht vor allen STI schützen, denn sie übertragen sich sehr leicht. Wir empfehlen darum impfen, schützen und regelmässig testen – auch ohne Symptome. Am günstigsten gibt es den Test im Mai.

 

Im Mai gibt's für schwule, bi und queere Männer (MSM) sowie für trans Personen den HIV- und STI-Test für 75 Franken. MSM und trans Personen bis Jahrgang 1997 oder jünger können gratis zum Test.

 

Vom 2. bis 31. Mai 2022 führen die Fachstelle für Aids- und Sexualfragen in Kooperation mit der Infektiologie des Kantonsspital St.Gallen (KSSG) und der Aids-Hilfe Schweiz eine Informations- und Testkampagne durch. Die Testkampagne leistet mit der Vergünstigung einen Beitrag für die Gesundheit. Für Männer, die Sex mit Männern haben, sowie für trans Personen kostet der HIV-STI-Test nur 75 Franken. Jugendliche bis Jahrgang 1997 und jünger können sogar gratis zum HIV- und STI-Test.

 

Hier kannst du dich testen lassen

Nutze die STI-Sprechstunde der Infektiologie des KSSG für einen Test ohne Voranmeldung:

Montag 16:45 – 17:45 Uhr
Dienstag 08:00 – 08:45 Uhr
Mittwoch 16:45 – 17:45 Uhr
Freitag 15:15 – 16:45 Uhr
Die genaue Adresse sowie zusätzliche Informationen zum HIV-/STI-Test findest du hier. Weitere Teststellen in der Schweiz gibt’s in dieser Übersicht.

 

Testing-Aktion in der Sauna

Am Sonntag, 1. Mai 2022, gibt es das Testangebot vor Ort in der mann-o-mann Sauna. Von 16:00 bis 19:00 Uhr können Saunagäste von zusätzlichen 10 Franken Rabatt auf den Aktionspreis profitieren.
 

 

Vergünstigte HIV- und STI-Tests im November für schwule, bi und queere Männer sowie für trans Personen

Vergünstigte HIV- und STI-Tests im November

4. Oktober 2021

Wann war dein letztes Mal? Die schwule Community ist von bestimmten Infektionen besonders betroffen. Deshalb testen sich Männer, die Sex mit Männern haben, regelmässig auf HIV, Syphilis, Gonorrhö und Chlamydien. Besonders vergünstigte HIV- und STI-Tests gibt’s im November. 

 

Text: Adrian Knecht
Beitragsbild: Aids-Hilfe Schweiz

Vergünstigte HIV- und STI-Tests im November für schwule, bi und queere Männer sowie für trans Personen

 

«Aber ich bin doch sicher …», sagen viele Menschen. Doch: Du hast trotz einer Infektion oft keine  Symptome und fühlst dich gesund. Kondome oder PrEP schützen vor HIV, aber nicht zuverlässig vor anderen sexuell übertragbaren Infektionen (= STI). In unserer Community hat 1 von 40 Männern HIV, ohne es zu wissen. HIV wird oft übertragen, weil jemand nicht weiss, dass er HIV-positiv ist. Nur regelmässiges Testen schafft Klarheit.

Um dies zu fördern, bieten wir zusammen mit der Aids-Hilfe Schweiz vergünstigte HIV- und STI-Test im November an – für nur 75 Franken. Jugendliche bis Jahrgang 2001 zahlen lediglich 25 Franken. Das Angebot gilt für schwule, bi und queere Männer sowie für trans Personen.

Zu folgenden Zeiten kannst du beim Ambulatorium der Klinik für Infektiologie ohne Voranmeldung zum Test vorbeigehen:

Montag
16:45–17:45 Uhr

Dienstag
08:00–08:45

Mittwoch
16:45–17:45 Uhr

Freitag
15:15–16:45 Uhr

 

Am Samstag, 27. November 2021, führt die Fachstelle für Aids- und Sexualfragen in Kooperation mit der Infektiologie des Kantonsspitals St.Gallen (KSSG) eine Testing-Aktion in der mann-o-mann Sauna durch. Von 18 bis 21 Uhr können sich Männer, die Sex mit Männern haben, vor Ort vergünstigt testen lassen.

Wenn du Fragen zur Testing-Aktion, zum Kampagnenmonat oder allgemein zu deiner sexuellen Gesundheit hast, kontaktiere  uns über einen dieser Kanäle: info@ahsga.ch | 071 223 68 08 | WhatsApp.

Die Safer-Sex-Regeln auffrischen kannst du hier.

10. September: Nächste HIV-/STI-Test-Aktion im mann-o-mann

10. September: Nächste HIV-/STI-Test-Aktion im mann-o-mann

3. August 2021

Am 10. September 2021 findet die nächste HIV-/STI-Test-Aktion im mann-o-mann statt. Männer, die Sex mit Männern haben, können sich dann von 18 bis 21 Uhr günstiger testen lassen. 

Text: Adrian Knecht
Beitragsbild: Fachstelle für Aids- und Sexualfragen

10. September: Nächste HIV-/STI-Test-Aktion im mann-o-mann

Am Freitag, 10. September 2021 führt die Fachstelle für Aids- und Sexualfragen in Kooperation mit der Infektiologie des Kantonsspitals St.Gallen (KSSG) eine Testing-Aktion in der mann-o-mann Sauna durch. Von 18:00 bis 21:00 Uhr können sich Männer, die Sex mit Männern haben, vergünstigt testen lassen.

 

Statt üblicherweise CHF 179.– kostet ein Test für Saunabesucher an dem Abend nur CHF 90.–. Dieser Preis wird möglich dank Beiträgen vom mann-o-mann und Kantonsspital St.Gallen sowie von der Fachstelle für Aids- und Sexualfragen. Getestet wird auf HIV, Chlamydien, Syphilis und Tripper. Für Jugendliche bis 25 Jahre kostet das Testpaket nur CHF 40.–.

 

Die Aktion leistet mit der Vergünstigung einen Beitrag für die Gesundheit der am meisten betroffenen Bevölkerungsgruppe. Damit wird präventiv verhindert, dass HIV/STI unbewusst weitergegeben werden.

 

Wenn Sie Fragen zur Testing-Aktion haben oder allgemein zu Ihrer sexuellen Gesundheit, kontaktieren Sie uns über einen dieser Kanäle: info@ahsga.ch | 071 223 68 08 | WhatsApp.

26. Juni: Nächste HIV-/STI-Testing-Aktion im mann-o-mann

26. Juni: Nächste HIV-/STI-Testing-Aktion im mann-o-mann

10. Juni 2021

Die nächste HIV-/STI-Testing-Aktion im mann-o-mann gibt es am 26. Juni. Von 18 bis 21 Uhr können sich Männer, die Sex mit Männern haben, günstiger testen lassen. Dazu ist das Testing-Team direkt vor Ort in der mann-o-mann Sauna. 

Text: Adrian Knecht
Beitragsbild: Fachstelle für Aids- und Sexualfragen

26. Juni: Nächste HIV-/STI-Testing-Aktion im mann-o-mann

Am Samstag, 26. Juni 2021, führt die Fachstelle für Aids- und Sexualfragen in Kooperation mit der Infektiologie des Kantonsspital St.Gallen (KSSG) eine Testingaktion in der mann-o-mann Sauna durch. Von 18:00 bis 21:00 Uhr können sich Männer, die Sex mit Männern haben, vergünstigt testen lassen.

 

Statt üblicherweise CHF 179.– kostet ein Test an dem Abend nur CHF 90.–. Dieser Preis wird möglich dank Beiträgen vom mann-o-mann und Kantonsspital St.Gallen sowie von der Fachstelle für Aids- und Sexualfragen. Getestet wird auf HIV, Chlamydien, Syphilis und Tripper.

 

Die Aktion leistet mit der Vergünstigung einen Beitrag für die Gesundheit der am meisten betroffenen Bevölkerungsgruppe. Damit wird präventiv verhindert, dass HIV/STI unbewusst weitergegeben werden.

 

Wenn Sie Fragen zur Testingaktion haben oder allgemein zu Ihrer sexuellen Gesundheit, kontaktieren Sie uns über einen dieser Kanäle: info@ahsga.ch | 071 223 68 08 | WhatsApp.

Sexualpädagogische Elternbildung

Sexualpädagogische Elternbildung Elternbildung

Als Ergänzung zum sexualpädagogischen Unterricht führen wir Elternabende durch. Elternhaus und Schule übernehmen so gemeinsam Verantwortung für die sexuelle Gesundheit der Kinder und Jugendlichen. Der Abend vermittelt Grundwissen zur sexuellen Gesundheit sowie zur körperlichen und psychosexuellen Entwicklung von Kindern und Jugendlichen. Insgesamt unterstützt ein solcher Elternabend die Eltern in der Sexualerziehung.

Aufgebaut ist ein solcher Elternabend wie folgt:

Ziel des Angebotes

  • Vermittlung von Grundlagenwissen zur sexuellen Gesundheit und zur psychosexuellen Entwicklung von Kindern und Jugendlichen
  • Unterstützung der Eltern in der Sexualerziehung
  • Ansprechen von und Umgang mit Tabuthemen
  • Information über den sexualpädagogischen Einsatz im Rahmen der Schule
  • Förderung der Zusammenarbeit zwischen den Eltern und der Schule

Zielgruppen

  • Eltern von Kindern und Jugendlichen in den Zyklen 2 und 3

Methoden

  • Vortrag mit PowerPoint-Präsentation, Anspielfilme
  • Gruppen- und Plenumsgespräche, Diskussionen
  • Interaktive Übungen
  • Beantworten von Fragen

Themenschwerpunkte

  • Sexualerziehung gestern und heute
  • Körperliche und psychosexuelle Entwicklung von Kindern und Jugendlichen
  • HIV und andere sexuell übertragbare Infektionen (STI), Safer-Sex-Regeln und Verhütung
  • Umgang mit der Sexualität in sozialen Medien
  • Umgang mit Grenzen
  • Sexuelle Orientierungen, Geschlechterrollen und Geschlechtsidentitäten
  • Kommunikation mit Kindern und Jugendlichen über Sexualität

Organisatorisches

  • Ort: Schulhaus
  • Kombinierbar mit den sexualpädagogischen Angeboten der Fachstelle für Aids- und Sexualfragen
  • Frühzeitige Kontaktaufnahme wird empfohlen: info@ahsga.ch / 071 223 68 08

Kosten

  • Fr. 350.– für ca. zwei Stunden, zzgl. Spesen
Planen Sie einen Elternabend an Ihrer Schule?

Zögern Sie nicht, uns anzurufen oder uns zu schreiben. Wir unterstützen Sie gerne dabei, einen Elternabend zur sexuellen Gesundheit und zur Sexualerziehung von Kindern und Jugendlichen durchzuführen.


Weitere Angebote für Volks-, Berufs- und weiterführende Schulen sowie Kitas und Horte

Sexualpädagogisches Wissen und Unterrichtsmaterialien

Vergünstigte HIV-/STI-Tests im Mai

Vergünstigte HIV-/STI-Tests im Mai

13. April 2021

Wer sich testet, schützt seine Gesundheit und die der Sexpartner*innen. Vom 1. bis 31. Mai 2021 gibt es vergünstigte HIV-STI-Tests für schwule, bi und queere Männer und trans Personen. 

Text: Adrian Knecht
Beitragsbild: Aids-Hilfe Schweiz

Vergünstigte HIV-/STI-Tests im Mai

Im Mai sind HIV-STI-Tests günstiger.

 

Männer, die Sex mit Männern haben (MSM), sind nach wie vor die am stärksten von HIV und anderen sexuell übertragbaren Infektionen (STI) betroffene Bevölkerungsgruppe. Die Zahl der infizierten MSM ist immer noch hoch und zeigt, dass die Infektionen nicht unter Kontrolle sind. Gerade die Zahl der Diagnosen bakterieller STI wie Syphilis, Tripper (Gonorrhoe) oder Chlamydien nimmt stetig zu. Etwa jeder fünfte MSM lebt heute mit einer Infektion, ohne es zu wissen. Denn oft treten bei einer STI keine Symptome auf. So werden STI unwissentlich und ungewollt verbreitet. Kondome oder PrEP schützen vor HIV, aber nicht zuverlässig vor anderen STI.

Vom 1. bis 31. Mai 2021 führen die Fachstelle für Aids- und Sexualfragen in Kooperation mit der Infektiologie des Kantonsspital St.Gallen (KSSG) und der Aids-Hilfe Schweiz eine Informations- und Testkampagne durch. Die Testkampagne leistet mit der Vergünstigung einen Beitrag für die Gesundheit der am meisten betroffenen Bevölkerungsgruppe: für schwule, bi und queere Männer sowie trans Menschen kostet der HIV-STI-Test nur 75 Franken, junge Männer bis Jahrgang 2001 bezahlen sogar nur 25 Franken. Damit wird präventiv verhindert, dass HIV/STI unbewusst weitergegeben werden.

 

Solidarität im Zentrum

Im Rahmen der Kampagne wird während dem Monat Mai in der schwulen Community über HIV und STI informiert. Ebenfalls kann im ganzen Monat bei der Infektiologie des KSSG ein vergünstigter Test mit Beratung durchgeführt werden. Der Clou dabei: die Aids-Hilfe Schweiz spendet für jeden durchgeführten Test 10 Franken in einen Topf. Weiter können Männer im Rahmen der Kampagne zusätzlich selbst spenden. Der Erlös wird zur Finanzierung von Gutscheinen kostenloser Tests verwendet, welche LGBTQ-Jugendlichen ab Juni über unsere Kooperationspartner „otherside“ und „buntes Grüppli“ zur Verfügung gestellt werden.

Mit einem HIV-STI-Test – selbst gemacht oder für Jugendliche gespendet – schützt man nicht nur sich selbst: Wenn sich alle testen lassen, sind auch alle besser geschützt. Das unterbricht Übertragungsketten und schützt die individuelle Gesundheit.

 

Hier kannst du dich testen lassen

Nutze die STI-Sprechstunde der Infektiologie des KSSG für einen Test ohne Voranmeldung:

Montag 16:45 – 17:45 Uhr
Dienstag 08:00 – 08:45 Uhr
Mittwoch 16:45 – 17:45 Uhr

Freitag 15:15 – 16:45 Uhr

Die genaue Adresse und weitere Informationen findest du hier.
Eine Übersicht weiterer Teststellen in der Schweiz findest du hier
 

Spenden-Ticker

Wie kläre ich mein Kind auf?
Ab wann und wie?

Mit Kindern über Sex zu reden ist nicht einfach. Zum einen gibt es viele Unsicherheiten, worüber genau und wie Sie mit Ihrem Kind in der Sexualerziehung sprechen. Zum anderen ist das Themenfeld sehr gross: HIV-/STI-Prävention, Fragen zur Verhütung und Schwangerschaft, Umgang mit sexualisierten Medieninhalten oder sexualisierter Gewalt. Als Fachstelle für Aids- und Sexualfragen unterstützen wir Sie hierbei gerne.

Aufklärung zu sexueller Gesundheit

Sexualerziehung nach Altersstufen

Sexuelle Vielfalt

Sexualisierte Medieninhalte

Sexualerziehung für Kinder und Jugendliche mit einer Beeinträchtigung

Sexualisierte Gewalt

Sexualität fällt uns nicht in den Schoss – wir erlernen sie

Als Erziehungsperson haben Sie sich das bestimmt auch schon gefragt: Was macht es so schwierig, mit den eigenen Kindern über Sexualität zu reden? Was braucht es alles, damit meine Sexualerziehung kinder- bzw. jugendgerecht ist? Ist die sexuelle Aufklärung zu Hause noch überhaupt notwendig, wenn die Kinder diese bereits im schulischen Aufklärungsunterricht erfahren?

Sexualität fällt uns nicht einfach so in den Schoss. Vielmehr ist sie ein kontinuierlicher Lernprozess, den wir schrittweise über Jahre hinweg entwickeln. Darum ist eine kinder- bzw. jugendgerechte Sexualerziehung auf verschiedenen psychosexuellen Entwicklungsstufen gefragt: zum einen in der Sexualerziehung zu Hause, zum anderen im Aufklärungsunterricht in der Schule.

Dabei geht es nicht um das sexuelle Verhalten aus Erwachsenensicht. Vielmehr stehen diese Aspekte im Vordergrund:

  • Geschlechterrollen
  • Erleben mit den Sinnen
  • Körpererleben
  • verlässliche Beziehungen
  • Identitätsfindung
  • Schamgefühl und Grenzen und somit auch Prävention

Sie als Eltern nehmen in der Sexualerziehung eine zentrale Rolle ein

Die emotionale Bindung zu Ihrem Kind ist eine bedeutende Voraussetzung, wenn Sie mit ihm über Körperentwicklung, Liebe und Sexualität reden sowie Wertvorstellungen vermitteln möchten (Bodmer 2013: Psychologie der Jugendsexualität).

Denn Sie als Eltern bzw. Erziehungspersonen …

  • … sind die primären Bezugspersonen und kennen Ihr Kind am besten.
  • … verfügen über die Eltern-Kind-Beziehungsebene als wertvolle Voraussetzung zur Sexualerziehung.
  • … können wichtige Grundsteine legen, weil Werte vor allem im Familienkontext geprägt werden.
  • … unterstützen als erste Sozialisationsinstanz die Schule, die einen ergänzenden Sozialisationsauftrag hat.

Sie sehen: Eltern und Erziehungspersonen nehmen eine zentrale Rolle in der Sexualerziehung der Kinder ein. Denn sie prägen ihre Kinder in der Kultur, in den Werten und vor allem in der Sprache. Dabei entwickeln die Kinder im Familienalltag einen natürlichen Umgang mit Grenzen, Körperbewusstsein, Sexualität und Gefühlen. Gleichzeitig hat die Schule als zweite Sozialisationsinstanz einen sexualpädagogischen Auftrag.

Eine enge Zusammenarbeit mit der Schule hilft Ihrem Kind

Neben dem Elternhaus ist die Schule ein sehr bedeutsamer Lernort für Ihr Kind. Darum ist es wichtig, in der Sexualerziehung auf eine enge Zusammenarbeit mit der Lehrperson zu setzen – besonders während der ersten Schuljahre. Die Erfahrung zeigt: Lehrpersonen können Eltern auch unterstützen, wenn Kinder von der Schule mit Aussagen und Fragen nach Hause kommen. Bei Bedarf lassen sich im Rahmen eines Elternabends oder in einem Einzelgespräch Fragen klären und Unsicherheiten beseitigen.

Eine solche Sorge bzw. Unsicherheit betrifft die verfrühte sexuelle Aktivität von Kindern und Jugendlichen, wenn diese in der Schule den Aufklärungsunterricht besuchen. Der Aufklärungsunterricht erfolgt auf verschiedenen Altersstufen. Doch die Besorgnis lässt sich entkräften: In den vergangenen 40 Jahren ist das Durchschnittsalter für den ersten Geschlechtsverkehr konstant bei ungefähr 17 Jahren geblieben (BZgA 2015: Jugendsexualität).

Vielmehr hilft eine frühzeitige Aufklärung Ihrem Kind: Sie unterstützt Ihr Kind von Anfang an in den wichtigen Entwicklungsschritten, sodass es im eigenen Tempo ein gesundes Selbstvertrauen, Körpergefühl und Selbstbewusstsein entwickelt. Dies wiederum ist wichtig, die eigenen Grenzen zu kennen und sich entsprechend auch zu schützen.

Elementar dabei ist es, die kindliche Sexualität nicht aus der Erwachsenenperspektive heraus zu betrachten. Sprechen Sie darum mit Ihrem Kind über Gefühle. Bestärken Sie es, wenn es ein Nein zum Ausdruck bringt. Akzeptieren Sie die Grenzen Ihres Kindes da, wo Sie es können.


Aufklärung von Kindern von der Geburt bis zum 6. Altersjahr

Ganzheitliche Sexualerziehung

Eine ganzheitliche Sexualerziehung stärkt Ihr Kind in seiner Persönlichkeitsbildung, unterstützt es in seiner psychosexuellen Entwicklung und fördert es, selbstbewusst, sprachfähig und selbstbestimmt zu werden. Sie als Erziehende können durch Ihre Haltung das Selbstbewusstsein Ihres Kindes stärken, damit es einen selbstbewussten Umgang mit seinem Körper lernt.

Kinder sind wissbegierig und haben ein Recht, auf ihre Fragen altersgemässe Antworten zu bekommen. Damit Ihr Kind auf Sie zukommt und Ihnen auch vertrauliche Fragen stellen kann, braucht es:

  • eine liebevolle und wertfreie Atmosphäre
  • einen vertrauensvollen Gesprächsrahmen, der die Experimentierfreude Ihres Kindes und seine Erlebnisse rund um den Körper bejaht

Dies stärkt das kindliche Selbstvertrauen und fördert ein positives Körpergefühl im Zusammenhang mit Lust und Erregung. Ausserdem unterstützt diese Vertrauensbasis auch die Entwicklung der eigenen Geschlechtsidentität sowie Beziehungs- und Bindungsfähigkeit.

Wenn ein Kind sich selbst, seinen Körper und seine Grenzen kennt und kommuniziert, ist es eher in der Lage, auch die Grenzen anderer zu respektieren. Deswegen ist die Aufklärung keine einmalige Sache, sondern ein mehrjähriger Lernprozess, der Kinder beim Grosswerden immer wieder alters- und entwicklungsgerecht begleitet.

Unterschiede zwischen kindlicher Sexualität und Erwachsenensexualität

Gelebt wird kindliche Sexualität im Vorschulalter häufig im Körpererleben, durch Wissensdrang sowie durch die sozialen und familiären Beziehungen. Erst im Jugend- und Erwachsenenalter werden weitere Aspekte von Sexualität bedeutsam. Jugendliche und Erwachsene führen Erregung und Lust ganz bewusst herbei und verknüpfen sexuelles Erleben damit. Kinder hingegen setzen die schönen Gefühle in Beziehung zu anderen Menschen.

Aus der Sicht des eigenen Erlebens fällt es Erwachsenen oft schwer, kindliche Ausdrucksformen von Sexualität zu begreifen und sie von Formen der Sexualität erwachsener Menschen klar zu unterscheiden. Die kindliche Ausdrucksform vom Erkunden des Körpers ist meistens absichtslos und verfolgt nicht ein Ziel. Sie entsteht aus dem Gefühl der Neugierde und der Grundlage des guten Gefühls und des Wohlbefindens.

Die nachfolgende Gegenüberstellung soll skizzenhaft verdeutlichen, inwieweit sich die kindliche Sexualität und die Sexualität von Erwachsenen unterscheiden:

Ausdrucksformen kindlicher Sexualität

  • spontan, neugierig, spielerisch
  • nicht auf zukünftige Handlungen gerichtet
  • egozentrisches Schaffen von Wohlgefühl, z. B. beim Kuscheln und Schmusen
  • Neugier und Erkundungsverhalten, «Doktorspiele»

Ausdrucksformen der Sexualität von Erwachsenen

  • zielgerichtet, hauptsächlich genital
  • Erotik durch Aufschieben der Erfüllung
  • häufig beziehungsorientiert
  • Wissen um mögliche Folgen von Sexualität

Nützliche Informationen sowie Beiträge aus der Forschung finden Sie in der Broschüre «Sexualaufklärung bei Kleinkindern» der Sexuellen Gesundheit Schweiz. Für die Aufklärung von Jugendlichen empfehlen wir Ihnen die Broschüre «Peer-Education bei Jugendlichen».

Psychosexuelle Entwicklung von Kindern im Vorschulalter bis 6 Jahre

Welches Verhalten in welchem Alter entspricht der kindlichen Entwicklung und gilt damit als «normal»? Diese zentrale Frage stellen sich Eltern sowie Erzieher*innen häufig. Die Entwicklungsphasen von Kindern werden je nach Fachbereich und Forschungsinteresse unter verschiedenen Aspekten beschrieben.

Kinder beschäftigen sich im Vorschulalter hauptsächlich mit dem eigenen Körper sowie mit der körperlichen Nähe zu anderen Menschen. Dabei gibt jedes Kind sein eigenes Tempo vor. Bei einem Drittel der Kleinkinder lassen sich sogenannte «Doktorspiele» untereinander beobachten: Dabei stehen das Zeigen und Betrachten des eigenen Körpers sowie seines Gegenübers im Fokus, aber auch das Erfahren der Sinne und der schönen Körpergefühle.

Beim Thema Doktorspiele gilt es, diese Aspekte zu beachten:

  • Sprechen Sie mit Ihrem Kind über die Art und Weise der Doktorspiele, wo und mit wem diese geschehen. Der Altersunterschied darf hierbei nicht zu gross sein.
  • Erklären Sie Ihrem Kind, was es bei den Doktorspielen machen darf und was nicht: Zum Beispiel sind die Grenzen des Gegenübers in jedem Fall zu respektieren, auch wenn die eigenen Bedürfnisse in dem Moment anders sind.
  • Reden Sie mit den Eltern des anderen Kindes über die Doktorspiele. Damit vermeiden Sie Konflikte mit den Eltern, schaffen Transparenz und bieten Ihrem und dem anderen Kind den grösstmöglichen Schutz vor Unfällen, körperlichen oder seelischen Schäden.

In dem Ganzen müssen die Kinder die Verantwortung sowie das Interesse der Eltern spüren können.

Sexualerziehung in Kindertageseinrichtungen

Erzieher*innen haben die Aufgabe, Kinder zu unterstützen, zu begleiten und zu fördern, auch im Bereich der Sexualerziehung. Da Kinder fragen, spielen und ausprobieren, findet Sexualerziehung auch in Kindertageseinrichtungen statt.

Sexualerziehung ist ein sensibles Thema, das auch Erzieher*innen herausfordern kann. Der Umgang mit der kindlichen Sexualität konfrontiert nicht nur Elternpersonen, sondern auch Erzieher*innen mit ihrer eigenen sexuellen Biografie. Sie werden auch persönlich angesprochen, wenn Kinder sie direkt fragen.

Informieren Sie sich, wie die Kindertageseinrichtung mit kindlicher Sexualität im Alltag umgeht. Pflegen Sie einen offenen Dialog mit Erzieher*innen zu den Inhalten der Sexualität. Wenn Erzieher*innen Sie als Bildungspartner*innen wahrnehmen, erhöhen Sie die Wahrscheinlichkeit, wertvolle Informationen über Ihr Kind zu erhalten.

Sexualerziehung als Schutz vor sexualisierten Übergriffen

Sexualaufklärung vermittelt Kindern, was sexuelle Übergriffe sind. Sie erreicht dies, indem sie …

  • … angemessene und nicht angemessene Verhaltensweisen unter Kindern beschreibt;
  • … eine klare Abgrenzung dieser Verhaltensweisen gegenüber Erwachsenen vornimmt;
  • … deutlich vermittelt, dass Erwachsene wissen, dass sie keine sexuellen Berührungen mit Kindern haben dürfen.

Sexualerziehung im Vorschulalter ist so eine Sozialisationshilfe. Sie unterstützt sicheres Zusammenleben, stärkt die Persönlichkeitsentwicklung und gibt Orientierung zu angemessenen Verhaltensweisen.

Eine klare Sprache über die Geschlechtsorgane hilft Kindern grundsätzlich im adäquaten Umgang mit ihren Geschlechtsorganen bzw. mit ihrem eigenen Körper. Dies ist z. B. auch später bei Arztbesuchen oder in weiteren Aufklärungssituationen von Vorteil.

Weitere Informationen finden Sie hier:

Broschüre «Liebevoll begleiten …»


Aufklärung von Mädchen und Knaben zwischen 6 und 12 Jahren

Kinder im Grundschulalter

Das Grundschulalter und die Vorpubertät sind die Zeit zwischen dem Kindergarten-Alter und der Geschlechtsreife. Das sexuelle Interesse wächst individuell bei beiden Geschlechtern mit zunehmendem Alter. Mädchen und Knaben merken auch, dass Erwachsene das Thema Sexualität unangenehm berühren kann und sie deshalb nicht mehr so offen ihre Fragen beantworten. Sollte man das als Erziehungsperson bei sich wahrnehmen, lohnt es sich, die eigene Einstellung mit jemandem zu reflektieren.

Kinder möchten in diesem Alter mit ihren Gefühlen, Gedanken und Fragen ernst genommen werden. Sie fragen auch indirekt oder provozieren mit sexuellen Ausdrücken. Damit zwingen sie Erwachsene, Stellung zu beziehen. Um mehr zu erfahren, wenden sich Kinder an Gleichaltrige. Situatives und beiläufiges Nachfragen, was Kinder zu aktuellen sexuellen Themen denken oder wissen, gibt Erziehenden Feedback über die Einstellung und den Wissensstand Ihres Kindes.

Im Zuge der moralischen Entwicklung des Kindes nimmt das Schamgefühl zu. Kinder schliessen die Türe, wenn sie im Badezimmer sind. Oder es ist ihnen unwohl, wenn die Eltern sich nackt zeigen. Erziehungspersonen sollten taktvoll darauf Rücksicht nehmen.

Interessenverlagerung bei vorpubertären Kindern

Im Alter zwischen elf und etwa dreizehn Jahren verlagert sich das Interesse bei vorpubertären Kindern zunehmend auf ein detailliertes Wissen über den Körper und die Sexualorgane.

Mädchen interessieren sich für die Menstruation und die Schwangerschaft sowie für das Verliebtsein und die negativen Folgen von Sexualität. Knaben wollen wissen, wie Geschlechtsverkehr funktioniert und ob ihre körperliche Entwicklung und ihre sexuellen Fantasien normal sind.

Meistens sind Kinder bzw. Jugendliche mit kurzen und knappen Antworten, die an ihrem Wissenstand anknüpfen, zufrieden. Es geht dabei auch um das zu vermittelnde Gefühl, dass Erwachsene einen ernst nehmen.

Die Erfahrung zeigt: Ab der Vorpubertät lassen sich sexualpädagogische Themen einfacher und entspannter in geschlechtshomogenen Gruppen besprechen. Dabei ist zu beachten, dass nicht alle Kinder und Jugendlichen sich mit der bei der Geburt zugewiesenen Geschlechter-Gruppe identifizieren.

Übersicht über psychosexuelle Entwicklungsschritte

vom 6. bis 12. Lebensjahr

Identitätssicherung/ Geschlechtsrollenfindung (soziale Konzentration auf das eigene Geschlecht)

Aktivitäten mit Gleichaltrigen:

  • Abwertung bzw. Ablehnung des anderen Geschlechts
  • Geschlechtsrollentypische Verhaltensweisen (ggf. stark überzeichnet)
  • Provokatives bzw. aggressives Auftreten gegenüber dem anderen Geschlecht
  • Tabuverletzungen
  • Ggf. Interesse und erotische Anziehung durch das gleiche Geschlecht
Entwicklung eines Körperbewusstseins

Beschäftigung mit dem eigenen Aussehen und den eigenen motorischen Fähigkeiten

Kognitiver Schub

Selbstideal des Klugseins:

  • Wissensbezogene sexuelle Neugier
  • Interesse an schriftlichen und bildlichen Informationen (Medien)
  • Fragen zur Zeugung/Empfängnis und zum Geschlechtsverkehr sowie zu anderen beziehungs- und sexualitätsbezogenen Fragen
  • Moralisches Bewusstsein
Veränderung im Erleben und Empfinden des eigenen Körpers
  • Produktion von Geschlechtshormonen und Entwicklung der sekundären Geschlechtsmerkmale
  • Körper wird wichtiger (Körperwissen)
  • Zurückhaltung im Körperkontakt und bzgl. Nacktheit (Schamgefühl)
Vermehrtes Interesse an nahen Beziehungen
  • Neugier und Informationsbedürfnis
  • Wissen über Geschlechtsverkehr und Empfängnis
  • Sich in Personen des anderen oder gleichen Geschlechts verlieben
Physische Veränderungen
  • Reifung der Geschlechtsorgane
  • Erreichung der Geschlechtsreife
  • Stimmungsschwankungen
  • Erste Menstruation (zwischen 10 und 15 Jahren, im Schnitt mit 12,5 Jahren)
  • Erste Ejakulation (zwischen 11 und 15 Jahren, im Schnitt mit 12, 13 Jahren)
  • Selbstbefriedigung bei Mädchen und Knaben

Aufklärung von Jugendlichen zwischen 12 und 16 Jahren

12. bis 16. Lebensjahr: Pubertät

Kennzeichnend für die Pubertät ist das Auseinanderklaffen von körperlicher und psychischer Entwicklung. Der kindliche Körper wird auf die Fortpflanzungsfunktion der Sexualität vorbereitet. Die Unterschiede zwischen Jungen und Mädchen treten deutlicher hervor. Die auf die Sexualität bezogenen Wahrnehmungen und das Einbringen eigener sexueller Wünsche nehmen zu.

Teenager orientieren sich zeitweise an berühmten Persönlichkeiten aus dem Showbusiness, aus dem Sport oder aus der Mode. Sie ahmen diese nach, imitieren deren Art, sich zu kleiden oder zu sprechen. Dies kann zu Konflikten mit den Erziehungspersonen führen, da solche Imitationen im Gegensatz zum eigenen Geschmack stehen können.

Idole ergänzen erwünschte Aspekte im eigenen Charakter und sind für den persönlichen Reifeprozess von Jugendlichen wichtig. Manchmal haben sie auch die Funktion von Kontra-Modellen gegenüber dem Elternhaus. Wenn sich zum Beispiel eine vom Jugendlichen verehrte Musikgruppe trennt, wird diese Trennung als eigene Erfahrung erlebt. Wenn Erziehungspersonen am Idol Interesse zeigen oder gar einmal über eigene Idole von früher sprechen, kann das Verbundenheit schaffen.

In der Frühphase der Pubertät werden Peers des gleichen Geschlechts als Gesprächspartner*innen immer wichtiger, und es gibt die ersten Annäherungsversuche. Ab der Pubertät entwickeln Jugendliche ihre sexuelle Orientierung, sexuellen Präferenzen und moralischen Wertmassstäbe. Hauptinformationsquelle, um subjektive Wissenslücken im sexuellen Bereichen zu schliessen, ist für alle Geschlechter das Internet. Hier gibt es je nach Thema übersichtlich und informativ aufbereitete Plattformen.

Umfragen zeigen, dass mit etwa 17 Jahren gut die Hälfte der Jugendlichen Erfahrungen mit Geschlechtsverkehr hat. Zur Verhütung nutzen sie mit Abstand vor allem das Kondom und die Pille. Die überwiegende Mehrheit erlebt den ersten Sexualverkehr im Rahmen fester Partnerschaften, auch wenn diese von kurzer Dauer sind. Bei Jugendlichen, die zum Beispiel emotional vernachlässigt wurden, kann der Geschlechtsverkehr deutlich früher auftreten.

Mit gelebter Sexualität nehmen Jugendliche Verantwortung für sich selber und für andere wahr. Erziehungspersonen können in dieser Phase Hinweise zu Verhütungsmittel geben, wo Jugendliche ärztliche Hilfe bekommen und Ansprechpartner in Krisen finden. Alles Weitere ist Aufgabe der Jugendlichen, die sie beim Erwachsenwerden selber in Angriff nehmen sollten. Diese Abgrenzung hilft Jugendlichen, ihren Weg eigenständig zu gehen.

Übersicht über psychosexuelle Entwicklungsschritte

vom 12. bis 16. Lebensjahr

Psychische Veränderungen (Festigung der sexuellen Orientierung und der Geschlechtsidentität)
  • Herausbildung einer erwachsenen Geschlechtsidentität
  • Vorläufige Klärung der sexuellen Orientierung
  • Sexuelles, auf andere Personen gerichtetes Interesse
  • Ambivalenz zwischen der Realisierung von Wünschen und den Ängsten vor Konsequenzen
Soziale Veränderungen (Autonomieentwicklung und Ablösung vom Elternhaus)
  • Körperscham in der Familie
  • Orientierung an Gleichaltrigen
  • Auflehnen gegen bzw. Ablehnen von Autoritäten
  • Grenzen suchen, Risiken eingehen
  • Experimentieren mit der Einzigartigkeit
  • Sich verlieben und trennen
  • Eingehen selbstbestimmter persönlicher Bindungen
  • Erste sexuelle Erfahrungen (auch gleichgeschlechtliche)
  • Zunehmendes Interesse an Detailwissen zu sexuellen Praktiken
  • Ggf. bewusste Nutzung von Pornografie

Sexuelle Vielfalt

Die Menschen sind vielfältig – in ihren Voraussetzungen und Erfahrungen, ihren Bedürfnissen und Gefühlen sowie in ihren Vorstellungen. Wie die Menschen kennen auch deren Geschlechter und sexuelle Orientierungen keinen Standard. Vielmehr entsprechen sie einem bunten Regenbogen: Sexuelle Orientierung und Geschlechtsidentität sind nämlich breitgefächert. Und alle Formen sind gleichwertig.


Mein Kind ist lesbisch, bi oder schwul

In unserer heteronormativen Gesellschaft gehen viele Eltern davon aus, dass ihr Kind eines Tages einen Menschen des jeweils anderen Geschlechts lieben wird. Doch dies ist nicht immer so.

 

Ihr Kind liebt anders, als Sie es erwartet haben? Damit sind Sie nicht alleine.

Kein Mensch sucht sich die sexuelle Orientierung aus. Sie ist gegeben. So hat auch Ihr Kind nicht entschieden, in welches Geschlecht es sich verliebt. Wenn Ihr Kind feststellt, dass seine sexuelle Orientierung nicht den gesellschaftlichen Erwartungen entspricht, steht es wahrscheinlich vor einer grossen Herausforderung. Ihr Kind braucht in dieser Zeit ganz besonders Ihre Unterstützung. Essentiell dabei ist, dass Sie Homo-, Bi- und Heterosexualität als gleichwertige Varianten der sexuellen Orientierung anerkennen.

Manchmal reagieren Eltern auf das Coming-out ihres Kindes schockiert oder enttäuscht, vielleicht sogar abweisend. Meistens brauchen sie einfach nur Zeit, um die Nachricht zu verarbeiten. Auch Eltern machen jetzt nämlich eine Art Coming-out durch. Sie machen sich Gedanken darüber, wie die Umgebung darauf reagieren wird. Manche Eltern brauchen zu diesem Zeitpunkt eine Beratung oder zumindest Informationen. Manchen Eltern hilft es, wenn sie sich mit anderen Eltern austauschen können.

 

Beratungsangebote für Eltern

Wenn Sie als Eltern oder Angehörige Rat und Hilfe brauchen, dürfen Sie gerne unsere Fachstelle telefonisch, per Chat oder E-Mail kontaktieren.

Beratung über E-Mail, Telefon oder Chat

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Mein Kind ist trans

Von trans ist die Rede, wenn das innere Wissen einer Person, welches Geschlecht sie hat (Geschlechtsidentität), nicht mit dem bei der Geburt zugewiesen Geschlecht übereinstimmt. Begriffe, die ebenfalls dafür verwendet werden, sind z. B. Transgender oder Transidentität.

Nicht alle Kinder, die mit Geschlechterrollen experimentieren und andere Dinge mögen als ihre gleichaltrigen «Gspändli», sind trans. Kinder können ganz gut ausdrücken, wie sie sich fühlen und was für sie richtig ist – oder was nicht. Die Aufgabe der Erwachsenen ist es, hinzuhören und ihre Kinder ernst zu nehmen.

 

Informationen und Beratung zum Thema Trans

Viele Eltern und Angehörige sind dankbar, Informationen und Beratung rund um das komplexe und emotionale Thema der Geschlechtsidentität zu erhalten. Die Fachstellen im Checkpoint Zürich, Checkpoint Bern und im Checkpoint Vaud sind die persönlichen Anlaufstellen für alle Fragen und Informationen zum Thema Trans.

Spezialisiert auf Fragen von Familien sind die Menschen bei TGNS (Transgender Network Switzerland): Weitere Informationen dazu finden Sie auf der TGNS-Beratungsseite.

 

Film und Literatur
  • Ein Kinderbuch zum Thema Transidentität: «Es war einmal ein wunderschöner Prinz, der war so glücklich, dass er nach den Sternen greifen wollte. Er hatte nur ein Problem: Alle dachten, er sei eine Prinzessin.» (Usling, Rabea Jasmin, Weiss, Linette: Prinz_essin? 2017: chiliverlag.)
  • Filmtipp zum Thema Transidentität: Robin Harsch begleitet Söan, Logan und Effie Alexandra – 3 trans Teenager – auf einem Wegstück ihrer Transition. Es entstand ein sehr berührendes Porträt von den jungen Leuten und ihrem Umfeld, auf der Suche nach der eigenen Identität. (Sous La Peau. 2020: Alva Film Production.)

Sexualisierte Medieninhalte

Mit dem Internet kommen Kinder und Jugendliche oft mit Inhalten in Kontakt, die nicht für sie bestimmt sind: sexualisierte Medieninhalte. Für Erwachsene ist es wichtig, den Kindern und Jugendlichen den richtigen Umgang mit den digitalen Medien zu zeigen. Aber auch, hinzusehen und hinzuhören, wenn Kinder und Jugendliche im Internet – gewollt oder ungewollt – mit dem Gesetz in Konflikt geraten.

In den folgenden Abschnitten finden Sie Infoblätter und Ratschläge, wie Sie das Thema sexualisierte Medieninhalte mit Ihren Kindern ansprechen und Gefahren vorbeugen können.


Pornografie

Pornografie ist die direkte Darstellung menschlicher Sexualität mit dem Ziel, die betrachtende Person sexuell zu erregen. Dabei betont die Pornografie häufig die Geschlechtsorgane bewusst und klammert partnerschaftliche und emotionale Aspekte aus.

Unter dem Begriff legale Pornografie fallen sexuelle Darstellungen, die nicht als Kunst oder Erotika bezeichnet werden. Das Gesetz verbietet es, legale Pornografie Kindern bzw. Jugendlichen unter 16 Jahren zugänglich zu machen (Art. 197 StGB). Unter illegaler Pornografie wird die Darstellung sexueller Handlungen mit Minderjährigen oder mit Tieren oder Gewalttätigkeiten unter Erwachsenen verstanden.

Gemäss der JAMES-Studie 2018 haben 20 % der 12- bis 13-jährigen und 40 % der 14- bis 15-jährigen Schweizer Jugendlichen pornografische Darstellungen auf dem Handy oder Computer angeschaut. Mit zunehmendem Alter der Jugendlichen nimmt der Konsum von pornografischen Darstellungen deutlich zu.

Die Neugier auf die Sexualität gehört zum Erwachsenwerden dazu

Für Kinder und Jugendliche bietet das Internet neben wertvollen und positiven Informationen auch faszinierende bis schockierende Inhalte. Dabei stossen sie gewollt oder ungewollt auf sexualisierte Darstellungen. Diese können negative Gefühle auslösen und zeigen ein unwirkliches Bild von Sexualität und Beziehung. Sexualisierte Medieninhalte vermitteln unrealistische Vorstellungen in Bezug auf sexuelle Anbahnung, Geschlechterrollen, sexuelle Praktiken und Körperideale. Diese können verunsichern und Leistungsdruck auslösen. Ein häufiger, regelmässiger Konsum von Internetpornografie kann abhängig machen.

Das Netz ist kein rechtsfreier Raum. Kinder und Jugendliche können auch im Internet mit dem Gesetz in Konflikt kommen und durch unbedachtes Handeln ungewollt straffällig werden.

Weitere Informationen finden Sie hier:

Illegale Pornografie, Pornosucht, Sexting, Beratungsstellen

Gewaltvideos und illegale Pornografie auf Smartphones

Sexualaufklärung – Bildung und Information zu Beziehung und Sexualität


Sexting

Sexting steht für erotische Selbstdarstellungen durch Bilder, Videoclips mit Nachrichten, die über Plattformen verschickt werden. Dabei orientieren sich Jugendliche oft an Stars, die sich in sozialen Netzwerken inszenieren. Das Austesten der Wirkung auf sich und andere ist Bestandteil der entwicklungsbedingten Identitätsfindung.

Der Austausch intimer Darstellungen kann freiwillig oder unter Druck erfolgen – zum Beispiel durch Erpressung oder als Liebesbeweis. Betroffene Personen können durch Sexting Blossstellung und Beschämung erfahren. Zudem lassen sich Aufnahmen im Netz nicht mehr rückgängig machen. Gemäss der JAMES-Studie (2018) geben 5 % der 14- bis 15-Jährigen und 23 % der 18- bis 19-Jährigen an, dass sie schon mal aufreizende Bilder von sich verschickt hätten.

Entstehen Bilder oder Clips unter Druck, handelt es sich um eine Form von Nötigung. Dies ist ein Straftatbestand und kann angezeigt werden. Werden Fotos, Texte oder Webcam-Mitschnitte ohne Wissen kopiert und veröffentlicht, ist dies rechtswidrig und möglicherweise strafbar. Schon die Drohung, Bilder zu veröffentlichen, ist rechtswidrig.

Die Herstellung einer visuellen oder auditiven Aufnahme mit sexuellem Kontext ist unter anderem dann strafbar, wenn die Dargestellten unter 18 Jahre alt sind. Das einvernehmliche Fotografieren und Filmen von sexuellen Handlungen unter Minderjährigen von mehr als 16 Jahren bleibt straffrei. Aber nur, solange diese Aufnahme voneinander ausschliesslich im Besitz der beteiligten Personen ist und nur von ihnen konsumiert wird. Erhält jedoch eine nicht in die sexuellen Handlungen involvierte Person davon Kenntnis, werden die an den sexuellen Handlungen beteiligten Jugendlichen strafbar (Schweizerische Kriminalprävention 2018).

Weitere Informationen finden Sie hier:

Ratgeber zu Sexting von Pro Juventute


Sextortion

Sextortion (Wortkombination aus Sex und Extortion) bezeichnet eine Erpressung im Internet: Bei einer solchen fordern vermeintlich attraktive und interessierte Unbekannte Internetnutzer*innen dazu auf, in Videochats wie Skype nackt zu posieren oder sexuelle Handlungen an sich selbst vorzunehmen.

Die Betrüger*innen zeichnen das Material heimlich auf und versuchen dann, vom Opfer Geld zu erpressen, indem sie mit der Veröffentlichung der Aufnahmen drohen. In einer anderen Variante von Sextortion, die aus Sexting erwächst, werden in Vertrautheit aufgenommene private Sex-Clips dazu verwendet, das Opfer zu weiteren sexuellen Handlungen zu zwingen (Schweizerische Kriminalprävention 2019).


Begleiten und Befähigen von Menschen mit einer Beeinträchtigung in ihrer Sexualität

Im Umgang mit der Sexualität von Menschen mit einer geistigen bzw. körperlichen Behinderung gibt es immer noch viele Unsicherheiten. Fachleute sind sich allerdings einig: Menschen mit einer geistigen und/oder körperlichen Behinderung haben keine «besondere» Sexualität. Die meisten von ihnen wünschen sich genau das Gleiche wie ihre nicht behinderten Altersgenoss*innen: Flirt, Freundschaft, Liebe, Partnerschaft, Zärtlichkeit, Geborgenheit, Leidenschaft. Sie haben die gleichen Grundbedürfnisse wie andere Menschen.

Bei Menschen mit körperlichen Behinderungen ​kann die praktische Umsetzung von Sexualität nicht immer den Vorstellungen und Bedürfnissen entsprechen. Deshalb sind hier Feingefühl und Kreativität gefordert.

Es braucht eine Sensibilisierung im ​Begleiten der psychosexuellen Entwicklung von Menschen mit einer Beeinträchtigung – und zwar aus diesen Gründen:

  • Der Zugang zu fachlichen Informationen über Sexuelles ist für Menschen mit einer Beeinträchtigung erschwert. Es fehlt vermehrt an Informationen in leichter und oder in Bildersprache.
  • Oft haben sie auch weniger Gelegenheiten, sich mit Gleichaltrigen/ Peers auszutauschen (kleine Geheimnisse, Erlebnisse, Gefühle etc.) und ihre ersten Erfahrungen zu machen.
  • Es fehlt ihnen oft die Fähigkeit, die Veränderungen ihres Körpers ​mitzuerleben oder zu verstehen. Dadurch sind die Erfahrungen, mit dem eigenen Körper umzugehen, begrenzt.
  • Menschen mit einer körperlichen Behinderung sind meistens auf die Hilfe von Dritten angewiesen, wenn es um Körperhygiene etc. geht. Das hat zur Folge, dass sie weniger die Gelegenheit haben, ihren eigenen Körper zu erkunden und Selbstbefriedigung auszuprobieren.
  • Die Vulnerabilität, ​aufgrund der Beeinträchtigungen Grenzverletzungen zu erfahren, ist höher. Deshalb ​sind Sexualpädagogik und das Befähigen, sich Hilfe zu holen und Strategien zum Schutz zu kennen, ein Teil der primären Prävention.

«Klipp und klar» ist eine hilfreiche Broschüre, die Informationen zu sexueller Gesundheit in leichter Sprache bietet. Sie eignet sich für Menschen ab 16 Jahren.

PDF-Download von «Klipp und klar»

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Sexualisierte Gewalt

Von sexualisierter Gewalt wird gesprochen, wenn eine Person versucht, eine andere Person mit Zwang, psychischem Druck oder körperlicher Gewalt zu einer sexuellen Handlung zu zwingen. Sexualisierte Gewalt kann mit oder ohne Körperkontakt auch in Liebesbeziehungen erfolgen.


Formen sexualisierter Gewalt

Formen sexualisierter Gewalt sind:

  • Ungewolltes Berühren, Küssen oder Auf-den-Schoss-Nehmen
  • Sexuelles Belästigen und Bedrängen
  • Drohungen für den Fall, dass sich eine Person nicht auf sexuelle Handlungen einlässt
  • Drängen oder Erzwingen von sexuellen Handlungen, erzwungener Oral-, Anal- oder Vaginalverkehr
  • Sexuelle Handlungen an wehrlosen Personen (Alkohol-, Drogeneinfluss, K.o.-Tropfen)
  • Drängen oder Zwingen zum Anschauen von pornografischen Darstellungen oder Mitwirken in pornografischen Handlungen in Fotografie, Film oder Internetchat
  • Verschicken oder Verbreiten von Nacktbildern ohne Einwilligung
  • Beschimpfungen mit sexuellem Inhalt
  • Verheiratung Minderjähriger

Alle diese Formen sind strafbar. Je nach Art und Schwere werden sie mit Geldbussen oder Freiheitsstrafen bestraft.

Sexualisierte Gewalt verletzt Kinder und Jugendliche in ihrer sexuellen, körperlichen und seelischen Integrität. Die Persönlichkeitsentwicklung kann dadurch bis ins Erwachsenenalter tiefgreifend beeinträchtigt werden. Sexualisierte Gewalt betrifft Kinder und Jugendliche unabhängig von ihrem Geschlecht und Alter. Mädchen und weibliche Jugendliche sind häufiger betroffen, ebenso Kinder und Jugendliche mit einer kognitiven oder körperlichen Beeinträchtigung. Schätzungen gehen davon aus, dass etwa 1 bis 2 Schüler*innen pro Schulklasse im Schulalter von sexualisierter Gewalt durch Erwachsene betroffen sind.

Sexualisierte Gewalt findet am häufigsten innerhalb der engsten Familie sowie im weiteren Familien- und Bekanntenkreis statt. Das können Nachbar*innen oder Personen aus Einrichtungen oder Vereinen sein, die die Kinder und Jugendlichen gut kennen. Ab der Pubertät gehen die Übergriffe vor allem von Gleichaltrigen aus. Zunehmend finden sexuelle Übergriffe auch im digitalen Raum statt.

Sexualisierte Gewalt üben in etwa 85 % der Fälle Männer und männliche Jugendliche aus und zu etwa 15 % Frauen und weibliche Jugendliche. Täter als auch Täterinnen missbrauchen sowohl Mädchen als auch Jungen. Über missbrauchende Frauen wurde bislang wenig geforscht. Es ist davon auszugehen, dass sexualisierte Gewalt durch Frauen seltener entdeckt wird. Frauen üben sexualisierte Gewalt alleine oder zusammen mit einem männlichen Partner aus.

Tatpersonen können drohen, erpressen und zur Geheimhaltung verpflichten. Scham und Schuldgefühle machen Betroffene oft sprachlos und handlungsunfähig. Viele Kinder und Jugendliche trauen sich lange nicht, von ihren Erfahrungen zu erzählen. Verantwortlich für die Einhaltung von Grenzen sind allein die Tatpersonen, niemals die betroffenen Kinder und Jugendlichen. Ein wesentliches Motiv der Tatpersonen ist der Wunsch, Macht auszuüben und durch die Tat das Gefühl von Überlegenheit zu erleben. Bei einigen Tatpersonen kommt eine sexuelle Fixierung auf Kinder hinzu (Pädosexualität). Kinder und Jugendliche können die Konsequenzen einer Einwilligung in eine sexuelle Handlung mit einer erwachsenen Person nicht abschätzen.

Weitere Informationen finden Sie hier:

Ratgeber zu sexuellen Übergriffen


Kinder und Jugendliche als Täter*in

Auch Kinder und Jugendliche üben gegen andere Kinder und Jugendliche sexualisierte Gewalt aus. Sind bei Vorschulkindern die Täter*innen grösstenteils männliche Erwachsene, nimmt gemäss Kinderschutz Schweiz (2019) im Verlauf des Primarschulalters der Anteil der gleichaltrigen Täter*innen kontinuierlich zu. Häufig werden die Übergriffe durch Gleichaltrige im Rahmen erster Liebesbeziehungen verübt.

Gemäss einer Studie des Kantons Zürich (Ribeaud 2015), berichten 19 % der 15- jährigen Mädchen und 7 % der gleichaltrigen Jungen über erlebte sexualisierte Gewalt in der Paarbeziehung. 6 % der Jungen und 1 % der Mädchen berichten, selber sexualisierte Gewalt angewendet zu haben. Als häufigste Gewalt in jugendlichen Paarbeziehungen werden Versuche genannt, Kontakte der Partner*innen einzuschränken und zu kontrollieren.


Übergriffe durch Erwachsene

Personen mit einer Präferenzbesonderheit «Pädophilie» fühlen sich überwiegend oder ausschliesslich sexuell zu Kindern (meist 13 Jahre oder jünger) hingezogen. Ein bis fünf Prozent aller Männer haben gemäss Studien auf Kinder gerichtete sexuelle Phantasien. Über Frauen mit dieser sexuellen Präferenz ist fast nichts bekannt. Wissenschaftlichen Studien zufolge begehen weniger als die Hälfte aller Betroffenen sexuelle Delikte (sexueller Kindesmissbrauch, Konsum von Missbrauchsabbildungen). Über die Hälfte aller Täter sexuellen Kindsmissbrauchs sind nicht pädophil. Viele Betroffene sind sehr offen für Psychotherapie, um zukünftig weiterhin keine Delikte zu begehen oder straffrei zu werden.

Die WHO listet Pädophilie als psychische Störung auf. Die Behandlung geht mit einer langfristigen Psychotherapie und gegebenenfalls Medikamenten einher. Für Personen mit pädosexuellen Neigungen gibt es spezifische Beratungs- und Therapieangebote (z. B. das Forensische Institut Ostschweiz forio).


Zwangsheirat

Die freie Wahl des Ehepartners oder der Ehepartnerin ist ein Menschenrecht. Das Ehefähigkeitsalter beträgt in der Schweiz 18 Jahre (Art. 94 ZGB). Von einer Zwangsheirat oder erzwungenen eingetragenen Partnerschaft wird gesprochen, wenn die Verheiratung gegen den Willen mindestens einer der beiden Beteiligten geschieht. In der Schweiz wird von jährlich bis zu 340 Fällen von Zwangsheirat ausgegangen (Bundesamt für Migration 2012). Die Dunkelziffer ist hoch. Auch Jugendliche können davon betroffen sein. Rechtsgültig geschlossene Ehen von Minderjährigen werden nicht toleriert. Eine im Ausland geschlossene Ehe von 16- und 17-Jährigen kann in der Schweiz unter Vorbehalt anerkannt werden (Fachstelle Zwangsheirat).


Genitalverstümmelung bei Mädchen

Weibliche Genitalverstümmelung (FGM) bezeichnet die teilweise oder vollständige Entfernung der äusseren weiblichen Geschlechtsorgane. Folgende vier Typen von FGM werden unterschieden:

  • Typ I (Inzision): Teilweise oder komplette Entfernung der äusseren Klitoris
  • Typ 2 (Exzision): Teilweise oder vollständige Entfernung der äusseren Klitoris und der kleinen Scheidenlippen
  • Typ 3 (Infibulation oder «pharaonische Beschneidung»): Die vaginale Öffnung wird durch das Beschneiden und Zusammennähen der äusseren oder inneren Scheidenlippen verengt. Eventuell Entfernung der äusseren Klitoris.
  • Typ 4: Alle anderen Praktiken, die die weiblichen Genitalien verletzen. Wie zum Beispiel das Einstechen oder Durchbohren der inneren und äusseren Genitale.

Die verschiedenen Formen werden durch die Region und die Gemeinschaft, in welcher Frauen und Mädchen leben, bestimmt (Bisang 2019).

FGM wird an Mädchen und Frauen ab dem Säuglingsalter oft unter unhygienischen Verhältnissen durchgeführt. Sie kann schwere gesundheitliche, körperliche oder psychische Schäden verursachen und zum Tod führen. Das Netzwerk Mädchenbeschneidung Schweiz (2017) schätzt die Anzahl der in der Schweiz von FGM betroffenen oder gefährdeten Mädchen und Frauen auf 15’000. FGM gilt als Eingriff in die körperliche Integrität des Kindes und ist als Körperverletzung strafbar (Art. 124 StGB), auch wenn sie im Ausland vorgenommen wurde. Der Staat muss Massnahmen ergreifen, um Kinder vor Gewalt zu schützen und überlieferte Bräuche, die für die Gesundheit der Kinder schädlich sind, abzuschaffen (Art. 24, Ab. 3 des Übereinkommens über die Rechte des Kindes).

Bestraft werden nicht nur Beschneider*innen, sondern auch Eltern oder Verwandte, die ein Mädchen beschneiden lassen. Bestraft wird auch, wer die Beschneidung im Ausland durchgeführt oder ermöglicht hat. Wer gegen das Verbot verstösst, wird mit Gefängnis oder Geldstrafe bestraft. Das gilt für alle Formen der Beschneidung. Die Eltern sind für den Schutz ihrer Mädchen verantwortlich. Falls sie diese Verantwortung nicht wahrnehmen, sollte die zuständige Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (KESB) mittels Gefährdungsmeldung eingeschaltet werden. Der Umgang mit tatsächlicher oder vermuteter Gefährdung hinsichtlich FGM verlangt hohe Sensibilität, da eine Gefährdungsmeldung das gesamte Familiensystem betrifft. Nationale Anlaufstellen zur Prävention von Mädchenbeschneidung (Netzwerk gegen Mädchenbeschneidung Schweiz) bieten Fachberatungen an.

FGM wird heute vor allem als kulturelles Phänomen betrachtet. Dabei wird vergessen, dass bis ins 20. Jahrhundert auch in Europa und in den USA weibliche Genitalverstümmelung als chirurgische Behandlung durchgeführt wurde. So wurden zum Beispiel zur Therapie von Masturbation die Entfernung von Klitoris oder Scheidenlippen empfohlen. In der heutigen Zeit wurde im Zuge zunehmender Selbstoptimierung die chirurgische Kürzung der Scheidenlippen oder die Verengung der Scheide zum Trend in der Schönheitschirurgie.


Knabenbeschneidung

Bei der männlichen Beschneidung (Zirkumzision) wird die Vorhaut im Bereich der Eichel ganz oder teilweise chirurgisch entfernt. Der Eingriff ist irreversibel. Die Entfernung der Vorhaut mit den darin befindlichen Nervenendungen und die folgende Verhornung der Eicheloberfläche führt zu einem Sensibilitätsverlust.

Die männliche Beschneidung wird meist an Säuglingen oder Kindern ohne deren Einverständnis durchgeführt und verletzt damit das Recht auf körperliche Unversehrtheit. Für diese Eingriffe werden religiöse, kulturelle, medizinische und präventive Gründe aufgeführt. Für jüdische und muslimische Gemeinschaften gilt die Beschneidung als Aufnahme in die Glaubensgemeinschaft. In anderen Ländern (zum Beispiel USA) werden oft hygienische Gründe angegeben.

Auch die Beschneidung von Jungen gilt als Eingriff in die körperliche Integrität (Art. 11 Bundesverfassung). Staat und Eltern sind verpflichtet, die Meinung des Kindes (im Sinne der Urteilsfähigkeit) gemäss dem Alter und der Reife entsprechend zu berücksichtigen (Art. 12 Übereinkommen über die Rechte des Kindes). Wird die Beschneidung nicht aus einer medizinischen Notwendigkeit heraus durchgeführt, wird sie zunehmend von ärztlicher, menschenrechtlicher und psychologischer Seite kontrovers diskutiert.

Medien: News, Medienmitteilungen, Anfragen

Arbeiten Sie in den Medien? Oder möchten Sie sich über unsere Arbeit in der Öffentlichkeit informieren? Auf unserer Medienseite finden Sie dazu interne und externe Publikationen sowie Mitteilungen.


Aktuelle Medienmitteilungen der Fachstelle für Aids- und Sexualfragen

Ob HIV-/STI-Testaktionen, Podiumsdiskussionen oder Open-Air-Teilnahmen – hier informieren wir Sie laufend über unsere Öffentlichkeits- und Präventionsarbeit.

Reden über HIV – auch am Theater St.Gallen
PDF zur Medienmitteilung (15.05.2024)

Living Library: Eintauchen in queere Lebenswelten mit anschliessender Vielfalt-Party
PDF zur Medienmitteilung (16.11.2022)

Living Library: Lernen Sie Menschen aus der LGBTIQA+ Community kennen
PDF zur Medienmitteilung (01.11.2021)

Transgender Day of Visibility (TDoV): Tag der Sichtbarkeit von trans Menschen 2021
PDF zur Medienmitteilung (29.03.2021)

Living Library: LGBTIQA+ Begegnung im Zeichen des Regenbogens
PDF zur Medienmitteilung (21.09.2020)

Anti-Rassismus-Strafnorm: Ein Ja stärkt die Schweizer Demokratie
PDF zur Medienmitteilung (04.02.2020)

 


News-Blog zur sexuellen Gesundheit und zur sexuellen Bildung

Wir veröffentlichen regelmässig Beiträge in unserem News-Blog. Unter anderem berichten wir über diese Themen und Anlässe:

  • Kampagnen zur HIV-/STI-Prävention
  • Anlässe zur HIV-/STI-Prävention, z. B. in Form von Open-Air-Teilnahmen, Podiumsdiskussionen oder Tagungen
  • Schulprojekte
  • Interviews mit Expert*innen zu den Themen HIV, Aids und STI
  • Persönliche Geschichten von Betroffenen
  • Öffentlichkeitsarbeit, die die LGBTIQA+ Community stärkt
  • Fachbeiträge zu relevanten Themen aus der sexuellen Gesundheit und sexuellen Bildung
Für weitere Auskünfte nehmen Sie mit uns Kontakt auf

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Medienberichte über die Fachstelle für Aids- und Sexualfragen

Hier finden Sie sämtliche Artikel, Interviews und Beiträge, die Medien über die Fachstelle für Aids- und Sexualfragen publiziert haben.

Im Kampf gegen Chlamydien und Syphilis: St.Galler Regierung lehnt Gratistests für sexuell übertragbare Krankheiten ab
Tagblatt (08.11.2023)

Kennenlernen im Zeitraffer: Queeres Speedfriending im St.Gallen Libre
MANNSCHAFT (08.11.2023)

Podiumdiskussion für ein inklusives St.Gallen
Pride Month (30.10.2023)

St. Galler Regierung gegen Gratis-Test für Tripper & Co
toggenburg24.ch (29.10.2023)

Queeres Speedfriending
Pink Cross (04.10.2023)
St.Gallen-Bodensee Tourismus (04.10.2023)

Eintauchen in die queere Geschichte der Stadt
St.Galler Tagblatt (12.07.2023)

«Ideologisch», «moralisierend», «bevormundend»: Der Genderstern als böser Feind im Kreuzlinger Gemeinderat
Thurgauer Zeitung (12.05.2023)

«Gemeinsam unterwegs» – ein Elternbildungsmodul zum Umgang mit Vielfalt in Geschlechtsidentität
Kanton St.Gallen (30.03.2023)

Erste Pride Parade in St.Gallen – Mitveranstalter Andi Giger: «Ich möchte gefahrlos zum Bahnhof spazieren können – ohne oder mit Freund»
St.Galler Tagblatt (11.03.2023)

Geschlechterklischees überwinden
Pfarrei Forum (28.11.2022)

Braucht die Stadt St.Gallen ein LGBTI-Label? Das sagen Betroffene und Verbände
Luzerner Zeitung (25.11.2022)

SEX DAYS: DAY 2 ORGASMS & STIS
Square HSG St.Gallen (04.10.2022)

«Chemsex – mehr als Sex unter Drogen»: Ein unerforschtes Phänomen im Gesundheitswesen
Swiss Medical Forum (22.06.2022)

Männlichkeit matters
Saiten (17.06.2022)

LGBTQIA+-Community: «Schulen müssen Aufklärungsarbeit leisten»
FM1 Today (15.06.2022)

Mächtig ohnmächtige Männer
MANNSCHAFT (15.06.2022)

Das musst du über den Pride Month wissen.
FM1 Today (03.06.2022)

Kern als Ratsschreiber gewählt
stgallen24.ch (06.05.2022)

Pink Cross Co-Präsident aus dem Thurgau​
Kreuzlinger Nachrichten (04.04.2022)

Fragen zur sexuellen Orientierung? Die Fachstelle für Aids- und Sexualfragen gibt anonym Auskunft.
St.Galler Tagblatt (24.03.2022)

«Von einem Idealzustand sind wir noch weit entfernt»
Die Ostschweiz (28.02.2022)

Frische Energie für die Zukunft
Pink Cross (24.02.2022)

St.Gallen möchte mehr Schutz für nicht heterosexuelle Menschen
Radio Liechtenstein (26.01.2022)

Kanton will LGBTIQ*-Beratung ausbauen
Saiten (26.01.2022)

Schikanen für queere Community beseitigen: Zwei Politisierende aus der Region setzen sich ein
Werdenberger und Obertoggenburger (19.01.2022)

Tabus brechen: Queers erzählen von Liebe, Outing und Hass
TVO (07.11.2021)

Living Library in St.Gallen
Queer Lake (07.11.2021)

«Für viele war es die erste Begegnung mit einem Bisexuellen»
Die Ostschweiz (05.11.2021)

Begegnungen mit queeren Menschen
stgallen24 (04.11.2021)

Klischees hinterfragen und Vorurteile abbauen: Queere Personen laden am Sonntag zum Tischgespräch ein
St.Galler Tagblatt Live-Ticker (04.11.2021, 16:05)

Living Library: Begegnungen mit queeren Menschen
Kanton St.Gallen (04.11.2021)

The winner takes it all! 25hours feiert “Ehe für alle” mit B.U.T.C.H.E.S. & F.A.G.S.
25hours Hotels Zürich (17.09.2021)

Eine Zeltstadt für Respekt und Frieden in St. Gallen
SRF (16.09.2021)

Eine filmische Begegnung mit trans Jugendlichen
Die Ostschweiz (02.09.2021)

Filmische Begegnung mit Transjugendlichen
stgallen24.ch (02.09.2021)

«Meine Mutter hatte das Gefühl, eine Tochter zu verlieren»: Ein 21-jähriger Transmann erzählt von seinem Coming-out und seiner Transition.
St.Galler Tagblatt (08.09.2021)

Ein soziales pornografisches Netzwerk
Gastbeitrag in den Swiss Aids News (SAN: S. 16–18) (09.08.2021)

Homophobie: Wer hilft bei Hate Crimes?
rheintal24 (10.06.2021)

Hass gegen Schwule: Wer hilft bei Hate Crimes?
stgallen24 (10.06.2021)

Ein respektvoller Umgang dient allen
Forum 2/2021 (01.06.2021)

Referendum eingereicht: Ehe für Alle kommt an die Urne
TVO (12.04.2021)

Kinderzimmer in Rosa und Hellblau? DAS ist Gender-Gaga!
MANNSCHAFT (10.04.2021)

Coming-out im Neckertal – eine Zeitreise
DISPLAY (01.04.2021)

Wenn das Aussen nicht mit dem Innen übereinstimmt
hallowil.ch (31.03.2021)

Gemeinsam für mehr Trans-Sichtbarkeit
stgallen24 (31.03.2021)

Gemeinsam für mehr Trans-Sichtbarkeit
linth24.ch (31.03.2021)

Trans Menschen zeigen sich
Queer-Lake.net (31.03.2021)

Am Mittwoch sollen Probleme von Transgender-Menschen sichtbar gemacht werden: Aufruf für mehr Toleranz und Akzeptanz
Grenchner Tagblatt (29.03.2021)

Vatikan: Kein Segen für homosexuelle Paare
TVO (16.03.2021)

Liebe dich wie deinen Nächsten – Selbstbefriedigung ist gesund!
MANNSCHAFT (26.02.2021)

«In der Coronakrise könnte die Arbeit rund um Aids zusammenbrechen»
FM 1 Today (01.12.2020)

HIV im Jahr 2020: Die Bevölkerung braucht dringend ein Update
MANNSCHAFT (01.12.2020)

«Living Library»: Regenbogenvielfalt in St.Gallen
MANNSCHAFT (10.10.2020)

HIV-Tests und Gespräche mit queeren Menschen
FM 1 Today (06.10.2020)

«Jeden Sonntag musste ich mich zurückverwandeln»
MANNSCHAFT (03.10.2020)

Die LGBTIQ Community hat viel erreicht, aber auch noch viel vor
MANNSCHAFT (21.09.2020)

Vertraut anders. Ein Porträt über eine polyamouröse Regenbogenfamilie aus der Ostschweiz:
MANNSCHAFT (13.07.2020)

Interview-Reihe zum Coming-out mit «Die Ostschweiz»:
Joel Müller (30.06.2020)

Predrag Jurisic (13.07.2020)

Pascal Rotach (19.07.2020)

Fritz Rufer (22.07.2020)

Coming-out: Es braucht mehr Vorbilder wie Curdin Orlik
MANNSCHAFT (13.03.2020)

So sieht der Sexualunterricht von heute aus
stgallen24.ch (04.03.2020)

«Let’s Talk About Sex» – Sexualaufklärung und Gleichstellung
Kanton St.Gallen (02.03.2020)

Aufklärung und Gleichstellung
linth24.ch (02.03.2020)

«Ein Ja am 9. Februar stärkt die Aufklärung an Schulen»
MANNSCHAFT (31.01.2020)

 

Aids-Hilfe St.Gallen / Appenzell sucht einen MSM-Mitarbeiter (80%)
Queer Lake (15.08.2019)

«Die Schweiz hinkt bei Transmenschen hinterher»
Radio FM1 (15.07.2019)

Otherside – die andere Seite der Queers
kanti live (29.03.2019)

«Frau Meier? In Ihrer Krankenakte steht aber Herr Meier!»
Swiss Aids News SAN (Juli 2018, S. 6–9)

AIDS: Was taugt der HIV-Test für zu Hause?
Der Beobachter (28.06.2018)

«Es ist wichtig, über Pornos zu reden»
FM1 Today (17.01.2018)

Akzeptanz von Homosexuellen – mehr Schein als Sein?
MANNSCHAFT (18.12.2017)

«Ich hatte lange Zeit Angst, dass mich die Frauen von der Bettkante stossen»
Saiten (30.11.2017)

Belastung statt Betreuung
VSAO Journal Nr. 4 (August 2017)

«Schwul sein ist keine Qualifikation»
Südostschweiz (27.05.2017)

Ein kritischer Rückblick auf die Podiumsdiskussion «Vielfalt im Alter» in St.Gallen
hab queer bern (21.05.2017)

Führungswechsel bei der Aidshilfe
Limmattaler Zeitung (13.05.2017)
Appenzeller Zeitung (13.05.2017)
Grenchner Tagblatt (13.05.2023)

Aids-Hilfe St.Gallen mit neuer Führung
Südostschweiz (12.05.2017)

«Natürlichkeit – das ist das A und O»
MANNSCHAFT (02.04.2017)

Sprechstunde Gendervarianz in St.Gallen
Queer Lake (14.03.2017)

OSTSCHWEIZ: Wenn man anders liebt
St.Galler Tagblatt (22.02.2017)

Ein kritischer Rückblick auf die Podiumsdiskussion «Vielfalt im Alter» in St.Gallen
hab queer bern (21.01.2017)

Vielfalt im Alter: wenig Wissen vorhanden
Queer Lake (16.01.2017)

Schwul und lesbisch: doch nicht so cool?
Queer Lake (20.12.2016)

Impressionen der 2. Aids Charity, St. Gallen
Queer Lake (02.12.2016)

Aids und HIV-Positiv auch in Liechtenstein ein Thema
Radio Liechtenstein (01.12.2016)

«Vergessen ist ansteckend»
Saiten (29.11.2016)

Bi üs im Thurgau gits das nöd …
Queer Lake (23.11.2016)

«Ich möchte als eine der unendlich vielen Varianten von Frausein akzeptiert werden»
Franziska Schutzbach/LOS-INFO 3/2016 (23.11.2016)

«Die Schweiz hinkt bei Transmenschen hinterher» (dreiteilige Serie «Gott und d Wält» zu Trans- und Intermenschen zum Nachhören)
Radio FM1 (22.11.2016)

1. Dezember: Aids-Charity in St.Gallen
Queer Lake (21.11.2016)

Bei Sack&Pack sich testen lassen
Queer Lake (04.11.2016)

«Sich testen lassen bringt’s»
Queer Lake (25.10.2016)

Auf zum gratis Syphilis-Test
Queer Lake (28.09.2016)

LGBTI und HIV+/aidskranke Menschen in Alters- und Pflegestrukturen
hab queer bern (24.09.2016)

Lesben, Schwule und Transsexuelle auf der Flucht
Saiten (19.09.2016)

«Wir wollen alle Gruppen erreichen – egal, ob lesbisch, schwul, bi oder trans»
Saiten (02.09.2016)

Queer Refugees – Auch rund um den Bodensee!
Queer Lake (31.08.2016)

Anonyme HIV-Tests im Mann-o-Mann
Queer Lake (24.08.2016)

«I just started to change my mind»
Queer Lake (09.08.2016)

Sex ohne Gummi? Geht das nun?
Queer Lake (03.08.2016)

Der Weg für Trans-Personen ist steinig
Queer Lake (19.07.2016)

Internalisierte Homophobie
Queer Lake (04.07.2106)

Beherzter Aufklärer und kritischer Antreiber
Zuger Zeitung (28.06.2016)
St.Galler Tagblatt (28.06.2016)
BZ Basler Zeitung (28.06.2016)

Kinder kriegen – klar doch!
magazin.hiv (17.06.2016)

«Kennt ihr euren Testosteronspiegel?»
Network Schweiz (01.06.2016)

IDAHOT EVENTS 2016: SWITZERLAND
may17.org (17.05.2016)

Gründe für Transphobie in der lesbischen Community
LOS Info Nr. 3 (Mai 2016)

Queering Psychotherapie: Geschlechtervarianz, Geschlechtsidentität und die Ideologie der Zweigeschlechtlichkeit
Arbeit erschienen in Psychotherapie-Wissenschaft Band 6 / Heft 2 (26.01.2016)
Ganzes Heft 2 hier als Download

 

Keine Erfassung antischwuler Gewalt
St.Galler Nachrichten (09.07.2015)

Der Wert der Vielfalt auch in der Sexualität
St.Galler Nachrichten (28.06.2015)

Der Wert der Vielfalt auch in der Sexualität
Herisauer Nachrichten (28.06.2015)

«Ein Präventionshaus für die Ostschweiz»
SRF (17.03.2015)

Sexualpädagogischer Leerplan
Saiten (27.01.2015)

 

Rastplatz-Sex bleibt gefährlich
Südostschweiz (19.06.2014)

Im Einsatz für sexuelle Gesundheit
St.Galler Nachrichten (10.10.2013)

Schläpfer übergibt Amt an Baeriswyl
St.Galler Tagblatt (09.03.2013)
Nidwaldner Zeitung (09.03.2023)

 

«Aids nicht banalisieren»
Luzerner Zeitung (02.12.2012)

Detektivisch gegen HIV
Limmattaler Zeitung (27.10.2012)

«Rastlos-Mobil» gegen HIV
St.Galler Tagblatt (26.10.2012)

Zum Feierabendbier ein HIV-Test
Thurgauer Zeitung (18.10.2012)

Zweiter St. Galler Kreuzweg
Bistum St.Gallen (03.08.2012)

«Vorsichtiger als Heterosexuelle»
St.Galler Tagblatt (29.02.2012)

Sexualität im Leben der Kinder
Teufener Post (01.02.2012)

Aids
WOZ – Die Wochenzeitung (01.12.2011)

«Im Minimum en Gummi drum»
St.Galler Tagblatt (25.11.2011)

Lernen, wie Sexualität funktioniert
St.Galler Tagblatt (11.07.2011)

Schüler sprechen ungehemmt über Sex, Liebe und Aids
Südostschweiz (19.05.2011)

Wissenswertes zu Liebe und Erotik
St.Galler Tagblatt (08.02.2011)

Solidaritäts-Tisch für Aidskranke
St.Galler Tagblatt (15.11.2010)

Theater um Sex und Aids
St.Galler Tagblatt (24.08.2010)

Theater als Prävention
Appenzeller Zeitung (24.08.2010)

«Aids ist immer noch tödlich»
St.Galler Tagblatt (12.07.2010)

HIV und Aids auch am Kathi ein Thema
St.Galler Tagblatt (17.05.2010)

Sicher im Verkehr
St.Galler Tagblatt (07.05.2010)

SchutzFaktor6
St.Galler Tagblatt (07.05.2010)

Gabriela Jaegge
NZZ (02.12.2007)

Welt-Aids-Tag 2007 :«Work Place Policy» für Menschen mit HIV
RAOnline (01.11.2007)

Sauna, Sex and Piercing – und die «innocent bystander»
infekt.ch Blog (25.03.2007)

Aids-Präventionskampagne wird international
persoenlich.com (02.05.2006)

Mit Kondomdose und Selbstbewusstsein: Aids-Hilfen wenden sich an «Frauen unterwegs»
PRESSEPORTAL (21.10.2003)


Offizielle Bilder, Logos und Videos

Unsere Präventionsarbeit in Bildern finden Sie in unserem Bildarchiv. Alle unsere Videos befinden sich auf unserem YouTube-Kanal.

Falls Sie weitere Bilder, Videos oder Logos der Fachstelle für Aids- und Sexualfragen in Ihren Medienbeiträgen verwenden möchten, nehmen Sie mit uns Kontakt auf: info@ahsga.ch / 071 223 68 08.

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Geschäftsleitung

simone.dossantos@ahsga.ch

Vergünstigte HIV-/STI-Tests im Mai

Vergünstigte HIV-/STI-Tests im Mai

13. April 2021

Wer sich testet, schützt seine Gesundheit und die der Sexpartner*innen. Vom 1. bis 31. Mai 2021 gibt es vergünstigte HIV-STI-Tests für schwule, bi und queere Männer und trans Personen. 

Text: Adrian Knecht
Beitragsbild: Aids-Hilfe Schweiz

Vergünstigte HIV-/STI-Tests im Mai

Im Mai sind HIV-STI-Tests günstiger.

 

Männer, die Sex mit Männern haben (MSM), sind nach wie vor die am stärksten von HIV und anderen sexuell übertragbaren Infektionen (STI) betroffene Bevölkerungsgruppe. Die Zahl der infizierten MSM ist immer noch hoch und zeigt, dass die Infektionen nicht unter Kontrolle sind. Gerade die Zahl der Diagnosen bakterieller STI wie Syphilis, Tripper (Gonorrhoe) oder Chlamydien nimmt stetig zu. Etwa jeder fünfte MSM lebt heute mit einer Infektion, ohne es zu wissen. Denn oft treten bei einer STI keine Symptome auf. So werden STI unwissentlich und ungewollt verbreitet. Kondome oder PrEP schützen vor HIV, aber nicht zuverlässig vor anderen STI.

Vom 1. bis 31. Mai 2021 führen die Fachstelle für Aids- und Sexualfragen in Kooperation mit der Infektiologie des Kantonsspital St.Gallen (KSSG) und der Aids-Hilfe Schweiz eine Informations- und Testkampagne durch. Die Testkampagne leistet mit der Vergünstigung einen Beitrag für die Gesundheit der am meisten betroffenen Bevölkerungsgruppe: für schwule, bi und queere Männer sowie trans Menschen kostet der HIV-STI-Test nur 75 Franken, junge Männer bis Jahrgang 2001 bezahlen sogar nur 25 Franken. Damit wird präventiv verhindert, dass HIV/STI unbewusst weitergegeben werden.

 

Solidarität im Zentrum

Im Rahmen der Kampagne wird während dem Monat Mai in der schwulen Community über HIV und STI informiert. Ebenfalls kann im ganzen Monat bei der Infektiologie des KSSG ein vergünstigter Test mit Beratung durchgeführt werden. Der Clou dabei: die Aids-Hilfe Schweiz spendet für jeden durchgeführten Test 10 Franken in einen Topf. Weiter können Männer im Rahmen der Kampagne zusätzlich selbst spenden. Der Erlös wird zur Finanzierung von Gutscheinen kostenloser Tests verwendet, welche LGBTQ-Jugendlichen ab Juni über unsere Kooperationspartner „otherside“ und „buntes Grüppli“ zur Verfügung gestellt werden.

Mit einem HIV-STI-Test – selbst gemacht oder für Jugendliche gespendet – schützt man nicht nur sich selbst: Wenn sich alle testen lassen, sind auch alle besser geschützt. Das unterbricht Übertragungsketten und schützt die individuelle Gesundheit.

 

Hier kannst du dich testen lassen

Nutze die STI-Sprechstunde der Infektiologie des KSSG für einen Test ohne Voranmeldung:

Montag 16:45 – 17:45 Uhr
Dienstag 08:00 – 08:45 Uhr
Mittwoch 16:45 – 17:45 Uhr

Freitag 15:15 – 16:45 Uhr

Die genaue Adresse und weitere Informationen findest du hier.
Eine Übersicht weiterer Teststellen in der Schweiz findest du hier
 

Spenden-Ticker

Vergünstigte HIV-/STI-Tests im Mai

Vergünstigte HIV-/STI-Tests im Mai

13. April 2021

Wer sich testet, schützt seine Gesundheit und die der Sexpartner*innen. Vom 1. bis 31. Mai 2021 gibt es vergünstigte HIV-STI-Tests für schwule, bi und queere Männer und trans Personen. 

Text: Adrian Knecht
Beitragsbild: Aids-Hilfe Schweiz

Vergünstigte HIV-/STI-Tests im Mai

Im Mai sind HIV-STI-Tests günstiger.

 

Männer, die Sex mit Männern haben (MSM), sind nach wie vor die am stärksten von HIV und anderen sexuell übertragbaren Infektionen (STI) betroffene Bevölkerungsgruppe. Die Zahl der infizierten MSM ist immer noch hoch und zeigt, dass die Infektionen nicht unter Kontrolle sind. Gerade die Zahl der Diagnosen bakterieller STI wie Syphilis, Tripper (Gonorrhoe) oder Chlamydien nimmt stetig zu. Etwa jeder fünfte MSM lebt heute mit einer Infektion, ohne es zu wissen. Denn oft treten bei einer STI keine Symptome auf. So werden STI unwissentlich und ungewollt verbreitet. Kondome oder PrEP schützen vor HIV, aber nicht zuverlässig vor anderen STI.

Vom 1. bis 31. Mai 2021 führen die Fachstelle für Aids- und Sexualfragen in Kooperation mit der Infektiologie des Kantonsspital St.Gallen (KSSG) und der Aids-Hilfe Schweiz eine Informations- und Testkampagne durch. Die Testkampagne leistet mit der Vergünstigung einen Beitrag für die Gesundheit der am meisten betroffenen Bevölkerungsgruppe: für schwule, bi und queere Männer sowie trans Menschen kostet der HIV-STI-Test nur 75 Franken, junge Männer bis Jahrgang 2001 bezahlen sogar nur 25 Franken. Damit wird präventiv verhindert, dass HIV/STI unbewusst weitergegeben werden.

 

Solidarität im Zentrum

Im Rahmen der Kampagne wird während dem Monat Mai in der schwulen Community über HIV und STI informiert. Ebenfalls kann im ganzen Monat bei der Infektiologie des KSSG ein vergünstigter Test mit Beratung durchgeführt werden. Der Clou dabei: die Aids-Hilfe Schweiz spendet für jeden durchgeführten Test 10 Franken in einen Topf. Weiter können Männer im Rahmen der Kampagne zusätzlich selbst spenden. Der Erlös wird zur Finanzierung von Gutscheinen kostenloser Tests verwendet, welche LGBTQ-Jugendlichen ab Juni über unsere Kooperationspartner „otherside“ und „buntes Grüppli“ zur Verfügung gestellt werden.

Mit einem HIV-STI-Test – selbst gemacht oder für Jugendliche gespendet – schützt man nicht nur sich selbst: Wenn sich alle testen lassen, sind auch alle besser geschützt. Das unterbricht Übertragungsketten und schützt die individuelle Gesundheit.

 

Hier kannst du dich testen lassen

Nutze die STI-Sprechstunde der Infektiologie des KSSG für einen Test ohne Voranmeldung:

Montag 16:45 – 17:45 Uhr
Dienstag 08:00 – 08:45 Uhr
Mittwoch 16:45 – 17:45 Uhr

Freitag 15:15 – 16:45 Uhr

Die genaue Adresse und weitere Informationen findest du hier.
Eine Übersicht weiterer Teststellen in der Schweiz findest du hier
 

Spenden-Ticker

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